Die Peinlichkeit der CDU ging dann auch weiter. Wieder mal ganz prominent dabei: Ein gewisser Jens Spahn, der beim Haushaltsausschuss abwesend war, angeblich wäre sein gekauftes Kind krank geworden. Bloß blöd, dass ihn jemand mit eben dem Kind im Urlaub fotografiert hatte, das dann beim Schmierblatt eingeworfen und die das auch noch veröffentlicht haben. Die Veröffentlichung verschwand zwar aus dem Online-Angebot des Schmierblatts, war aber vorher schon weit genug verbreitet worden. Herr Spahn, war das eigentlich so eine “Bettkantenentscheidung” wie Sie selbst ja zu Ihrer Zeit als Noch-Fraktionsvorsitzender mal öffentlich beklagt hatten? Spahnließ dann am 28. September vermelden, er gebe den Sitz im Haushaltsausschuss ab. Und jammerte rum, wie politisiert das doch alles wäre. Vielleicht erklärt ihm mal jemand, dass Bevölkerung, der permanent von Politdarstellern vorgeworfen wird, wie faul sie doch krankfeiern würde, das nicht so gerne sieht, wenn dann genau die Politdarsteller dann sehr öffentlich faul krankfeiern? Nur mals o als Idee.
Etwas weniger groß war dann eine Publikation beim ZDF, wo jemand dokumentiert hatte, wie die CDU-Vertreter so hinter den Kulissen auftreten. Da kam dann auch der älteste Spätjugendliche, Fips Amthor, drin vor, der sich in seinem üppigen Büro im Kannsnichamt neben der üppigen Ausstattung noch extra einen Strandkorb hinstellen ließ. Persönlich wäre mir ja egal, ob die Überreichen wie Fips sich sonstwas für teure Möbel in Büros stellen lassen, wenn sie denn wenigstens mit guter Arbeit wahrzunehmen wären. Amthor entschied sich dann auch am 28. dazu, den Strandkorb dann doch lieber zurückzugeben. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass niemand in der Führungsetage der CDU auf die Idee kommt, dass das Bild der CDU wegen solcher Eskapaden leidet. Man kann nicht einerseits ständig davon fabulieren, dass “wir” doch sparen müssen, während man eifrig Geld verschwendet. Also, kann man schon, aber dann könnte die Reaktion des Plebs unangemessen erscheinen.
Während medial weiter darauf bestanden wird, wie antisemitisch die Linke doch wäre, geht irgendwie unter, dass in Heidenau die AFD und die AFD-nahe CDU dafür gesorgt haben, dass da keine Stolpersteine für Opfer der Nazis mehr installiert werden dürfen. Oh, und irgendwie ist auch untergegangen, dass Joachim Merz öffentlich Antisemitismus als Ausländerfeindlichkeit bezeichnet hat. Weil ja alle Semiten (hier vermutlich: Juden) Ausländer sind. Ich muss wohl kurz unaufmerksam gewesen sein, als die selben Medien, die weiter auf die Linken einprügeln sich dazu geäußert haben.
Am 26. September hat die deutsche Zweigstelle der Olypmia-Korruption beschieden, welche Stadt für irgendwann mal kandidieren soll. Zur Auswahl standen da noch München und NRW, nachdem Hamburg abgelehnt hatte und Berlin die Bewerbung gerade noch zurückgezogen hatte. Der DOSB hat dann beschlossen, dass München für 2036, 2040 oder 2044 kandidieren soll. Als bekannter Wassersport-Standort ist München nicht geeignet, das soll Kiel übernehmen. Danach stolziert der CSU-Söder breit durch die Gegend, als hätte er irgendwas geleistet, dabei ist München bekannt dafür, dass die CSU da gerade nicht regiert. Und auch in Kiel ist die Anzahl der CSU-Politiker in Verantwortung extrem übersichtlich.
Erinnert ihr euch noch an den Anfang des Jahres 2020? Da war eine Weile medial aufgeblasenes Thema, dass die Bon-Pflicht ja so böse wäre. Bevor dann irgendwas Krohniges dafür sorgte, dass sich niemand mehr mit Kassenbons befasst hat, und das Thema unauffällig verschwunden ist. Nun ist der Bundesregierung aufgefallen worden, dass damals mal ein kurzer Sturm im Wasserglas existierte, und so hat das Kabinett am 23. September empfohlen, der Bundestag möge doch beschließen, dass Kassenbons ab 2028 auch rein digital sein dürften. Ich mag mich ja irren, aber so wirklich verboten scheinen digitale Kassenbelege bisher schon nicht gewesen zu sein. Das wäre also eher eine Änderung des Standardwertes für Belegdruck (nicht auf Papier). Kassensyssteme, die in den letzten Jahren mal aktualisiert wurden, dürften ziemlich weitgehend ohnehin schon in der Lage sein, Rechnungen auch in irgend einer Dateiform abgeben zu können, da vermute ich einen Erfüllungsaufwand von wenig. Lediglich bei Kleinstläden könnte ich mir vorstellen, dass nochmal jemand das 2020 eingeführte Zahlterminal nochmal anfassen müsste. Ob da irgendwas weniger kostet durch, wage ich aber auch zu bezweifeln.
Politik. Teil zwei von zwei. Mit Regierung, Wirtschaft und mehr.
Im zweiten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei:
- Regierung
- Offbeitsamt
- SAko
- Duck-yourung
- Merz flag
- Wirtschaft
- Galerinsolvenz
- Fambahn
- Bahnteil
Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'Daydream' und 'Nothing compares 2 U'.
Länge: 51:59, 49,9 MB.
Feedback per Mail, auf Mastodon, bei Bluesky oder Threads ist übrigens immer noch ausdrücklich erwünscht. In iTunes könnt ihr den ComPod übrigens auch ganz einfach abonnieren, mit einem anderen Podcatcher den Podcast-Feed nutzen.
Politik. Teil eins von zwei. Mit Terror, Schnüffel und mehr.
Im ersten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei:
- Terror
- Schnüffel
- Spiaten
- Biometrüffel
- BNDhaftung
- Trampel
Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'Saved my life' und 'Mercy'.
Länge: 58:57, 56,6 MB.
Feedback per Mail, auf Mastodon, bei Bluesky oder Threads ist übrigens immer noch ausdrücklich erwünscht. In iTunes könnt ihr den ComPod übrigens auch ganz einfach abonnieren, mit einem anderen Podcatcher den Podcast-Feed nutzen.
Zum Wochenende ab dem 19. September hat der demente Monarch von Ameristan eine Reihe Journalismus-Outlets von seinen Veranstaltungen ausgeschlossen. Die haben auch schon angekündigt, sich juristisch wehren zu wollen, aber sowas dauert bekanntlich ne Weile. Was dafür kurzfristig passiert ist: Die anderen Journalisten aus dem Journalisten-Pool haben beschieden, dass sie sich ebenfalls von Veranstaltungen fernhalten, die über gemeinschaftliche Berichte abgedeckt würden. Und so gab es dann Auftritte des Dementen, die nur aus der Ferne gefilmt wurden, aber nachdem keine Mikrofone gestellt wurden, war das Gelaber des Monarchen nicht zu hören. Ich wünsche mir für die restliche Amtszeit des Dementen nur noch tonlose Berichte, da kommt dann wenigstens dessen Demenz nicht auch noch hörbar durch.
Am 20. September standen die Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern an. Medial war vorher Berlin größer berichtet. Dabei war da absehbar eine klare Abwahl der Union zu erkennen, die ja erst bei der Wahlwiederholung in die Regierung gelangt war. Die neue Mehrheit ist dann für die Linke ausgegangen, die sich auf zwei weitere Parteien beziehen muss, um eine Mehrheit im Parlament zu stellen. Dabei könnten die Grünen und die kleineren Roten der SPD eine Koalition eingehen. Das Gilb (früher: FDP) stellte keine Abgeordneten.
Langfristig spannender ist das Ergebnis in Mecklenburg. Weniger wegen der Blauen, die da die meisten Stimmen gewonnen haben, oder der SPD dahinter, sondern wegen der CDU, die ähnlich dem BSW nur 4,8 Prozent der Stimmen erhalten hat und damit nicht im Parlament vertreten sein wird. Der Kanzler zweiter Wahl hat sich schon kurz nach 18 Uhr vor die Presse begeben und davon geredet, dass er nichts ändern würde. Zu dem Zeitpunkt sahen die Vorhersagen die CDU noch im Parlament von MV. Mal abwarten, ob das Ergebnis der Auszählung sich nicht doch noch auf den Amtsinhaber auswirken wird…
Und dann war da noch… Zensursula tat Zensursula-Dinge. Konkret hat die Präsidentin der EU-Kommission ein Gerede zum State of the EUnion geredet, und dabei angekündigt, die Kommission werde einen Gesetzentwurf für einen “Kids Act” ins Parlament werfen, mit dem Kindern unter 13 Jahren der Zugriff auf das Internetz verboten werden solle. Wir können ja alle mitbekommen, wie großartig die Regelung in Australien funktioniert, wo “Soschel Midia” für Personen jünger als 16 nicht zugänglich sein sollen. Da haben ja auch gar keine VPN-Dienste Konjunktur, während die Betroffenen auch überhaupt nicht von relevanten Informationen abgehängt werden. Der Zensursula-Vorschlag läuft bei mir in der Kategorie erster Aufschlag, der unmöglich angenommen werden kann. Von daher betrachte ich den gar nicht aus der Nähe, oder werfe die Frage in den Raum, wie eine EU-Regelung mit so Grundrechten wie dem Recht, sich aus frei zugänglichen Quellen informieren zu dürfen, kollidiert. Artikel 10 der Europäischen Rechtecharta dürfte da der einschlägige Artikel sein, wenn ein gewisser ECHR mich da richtig informiert. Was Zensursula mit ihrem Gerede schafft: Die Frage, ob Informationsrechte für Personen abhängig vom Alter eingeschränkt werden darf, die sich vorher nie stellte, wird plötzlich aufgebracht. Und gleichzeitig wird verlangt, dass im Internet überall Altersabfragen aufgebaut werden sollen, und die Bevölkerung daran gewöhnt, ständig einen Altersnachweis liefern muss. Eine logische reaktion wäre ja, dass Personen, die so etwas fordern, ihren geistigen Zustand begutachten lassen müssen, und aktuellste Gutachten stets öffentlich bereitstellen müssen. Irgendwas sagt mir, dass eine solche Pflicht Forderungen signifikant reduzieren helfen würde.
Geschichte aus USA, die Aufmerksamkeit verdient hat: Der Musikant Ed Sheeran hatte da bei Konzerten den anderen Musikanten Macklemore auf der Bühne, der es gewagt hatte, darauf verbal hinzuweisen, dass unterdrückte Menschen befreit sein sollten, und dabei auch die Worte “Free Palestine” zu sagen. Das hat dann wohl einem Multimilliardär missfallen, der wiederum dem Millionär Sheeran zukommen ließ, dass der gefälligst seinen Kollegen nicht mehr auftreten lassen solle. Und anstatt dann auf Konfrontation zu gehen, hat Sheeran sich öffentlich als unpolitisch dargestellt (komisch, Äußerungen für Ukraine und Israel in der Vergangenheit deuten da Anderes an), und den Macklemore von seinen Auftritten ausgeladen. Das hat dann dazu geführt, dass die Unterstützungsmusiker der US-Tour von Sheeran jeweils entschieden haben, dass sie nicht mehr an dessen Auftritten teilnehmen wollen. Was dann heißen könnte, dass Sheeran entweder ganz alleine auf den Bühnen auftreten, oder die Auftritte doch absagen müsste. Oder andere Musiker finden, die sich dann angesichts der Vorgeschichte öffentlich in problematischer Lage finden könnten. So schnell wird aus Unpolitisch ein Probem.
Politik. Teil zwei von zwei. Mit Regierung, Wirtschaft und mehr.
Im zweiten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei:
- Regierung
- Bundizei-Wiederstimm
- Subventank
- Spahlaub
- PflePD
- Mülymbewerb
- Stramthor
- Stadtbrhein
- Spahnzicht
- Korbkorb
- Teucket
- Wirtschaft
- RückW
- Feierkosten
- Biondicht
- Maxunzert
- Schufinparenz
- Infleptember
- VWerträge
- PrimazonBGH
Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'What a time' und 'The Greatest'.
Länge: 57:29, 55,2 MB.
Feedback per Mail, auf Mastodon, bei Bluesky oder Threads ist übrigens immer noch ausdrücklich erwünscht. In iTunes könnt ihr den ComPod übrigens auch ganz einfach abonnieren, mit einem anderen Podcatcher den Podcast-Feed nutzen.
Politik. Teil eins von zwei. Mit Terror, Schnüffel und mehr.
Im ersten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei:
- Terror
- Partausschluss
- SAhlfel
- Schnüffel
- Trampel
- CNuN
- Subprimeschiebung
- Tennessord
Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'Birthday baby', 'Hey there Delilah' und 'Kiss the sky'.
Länge: 1:05:42, 63,1 MB.
Feedback per Mail, auf Mastodon, bei Bluesky oder Threads ist übrigens immer noch ausdrücklich erwünscht. In iTunes könnt ihr den ComPod übrigens auch ganz einfach abonnieren, mit einem anderen Podcatcher den Podcast-Feed nutzen.
Meldung aus der “warum ist das nicht vorher aufgefallen?”-Ecke: Für Monate hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg Post erstellt, aber nicht versandt. Entsprechend vermisste man dann Reaktionen, die ebenfalls per Brief verlangt werden sollten, der aber auch wieder nicht raus ging. Aufgefallen ist das wohl dadurch, dass Anwälte sich bei der Behörde gemeldet haben, warum die denn nicht postalisch reagieren würde. Was ich nicht gelesen habe: Was ist mit den 170 tausend Briefen passiert, die hätten gedruckt und verschickt worden sein sollen? Liegen die nur in digital irgendwo rum, hat eine Druckanlage die gedruckt, aber danach sind sie versackt? Und nachdem es ja wohl ein Problem bei der Behörde gewesen wäre: Warum ist nicht aufgefallen, wenn so gar nichts mehr verschickt wird? Oder sind die Fragen zwar auf der Ebene einfacher LogistikMitarbeiter gestellt worden, dann aber nie bis zu einer Ebene gelangt, die da mal hätte nachsehen können? Ich vermute mal vllig unqualifiziert: Der Postdruck ist vielleicht outgesourct, und die Leute, die da hätten was merken können, hatten keine Ansprechpartner, oder haben genug Post für andere Kunden gedruckt, dass da ohnehin nichts akut aufgefallen ist. Und von der Staatsanwaltschaft hat in der Zeit niemand nachgesehen, weil das niemand als Aufgabe hatte. Das ist so ähnlich, wie die Postlaufzeit, die ja auch kaum nachgemessen wird, weil zwischen Posterstellung, Versand und letztlicher Zustellung gerne mal deutlich mehr Zeit vergeht als in den historisch entstandenen Regeln vorgesehen ist (Spoiler: Ne Woche Brieflaufzeit passt nicht zu “kommt am nächsten Tag an, danach ist man selbst Schuld, wenn man nicht antwortet”) Nebenbrei: Wessen Verantwortung wäre es eigentlich rechtlich, wenn eine Staatsanwaltschaft Post verschumpft, und wer könnte da wie bestraft werden?
Meldung vom 14. September: Der israelische Verein B’Tselem veröffentlicht Vorwürfe gegen den Staat Israel und dessen Angriffe auf das zerbombte Ghetto Gaza. Unterdessen berichtet die israelische Zeitung Haaretz, dass die israelischen Autoren eines Films über Kriegsverbrechen Israels in Gaza ihre Staatsangehörigkeit entzogen bekommen sollen. Unklar ist mir, warum die Tagesschau das nicht online wegmeldet. Eventuel kollidiert solch eine Meldung ja mit der Behauptung, wie toll der Staat Israel als einzige Demokratie in der Region wäre?
Am 11. September hat das Datum weitgehend bestimmt, worüber sich Medien s ausgebreitet haben. Da waren die üblichen Berichte darüber dabei, wie im Jahr 2001 die Flugzeuge im damals noch nicht vom Dementen Monarchen okkupierten Ameristan entführt und in die WTC-Türme, das Pentagon und ein Feld gerammt wurden, während das US-Militär da nicht (rechtzeitig) reagiert hat. Was ich bei den Berichten immer wieder vermisse: Gab es da nicht auch zu der Zeit eine Übung des Militärs, mit der durchgespielt werden sollte, wie man reagieren würde, wenn ein Flugzeug entführt und als Waffe eingesetzt würde? Muss bei den Berichten wohl nicht wichtig gewesen sein. Immerhin ist bei Heise jemand mal mit dem Thema Überwachung an den Rückblick rangegangen. Denn mit dem Angriff wurden ja reichlich Schnüffeleien begründet, die irgendwie nicht mehr abgeschafft wurden. Mal davon abgesehen, war das ja auch ein Grund, warum ein gewisser Ed S. sich bereit fand, bei den Schnüfflern zu helfen, bis ihm das dann Jahre später alles zu viel und zu missbraucht wurde, und er das Ausmaß der Spionage an Journalisten gab, die dazu dann die Bevölkerung informiert haben, was inzwischen auch schon wieder vergessen scheint. Komisch, wie selektiv Berichte manchmal sein können.