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Airnote

Heute war mal wieder Apple-Keynote. Die mit auffällig viel Selbstlob voll war.

Aber zum Inhalt: OS X 10.9, die MAverickse standen an, mit im Wesentlichen der Liste an Funktionen, die zur WWDC im Juni schon angekündigt worden war. Blieben nur noch zwei Fragen offen: Wann und was kostet's. Die Antworten: Heute und nichts. Wer einen SnowLeopard oder neuer auf dem Mac hat, darf das Update für kostenlos bekommen.

Als nächstes kam das MacBook (Pro): Die 13- und 15-Zoll-Retina-Modelle bekommen mehr Leistung, werden dünner und um 200 Dollar billiger. Ob es noch nicht-retinierte MAcBook Pro geben wird, wurde nicht erwähnt, aber die MacBook Air, die zur WWDC aktualisiert wurden, bleiben als noch dünnere Modelle bestehen. Verfügbar sind die neuen Protinas ab sofort.

Der Mac Pro kam danach, der zur WWDC angekündigt wurde. Mit lauter Funktionen, die mich nicht besonders interessiert haben, ist das High-End-Modell bei einem Preis von 2999 Dollar als Einstieg auch nicht für einfache Nutzer gedacht. Der kommt im Dezember irgendwann raus.

Danach durfte Eddie Cue iLife und iWork Updates ankündigen, die sowohl iOS als auch Mac-Versionen betreffen. Für mich die unerwartete Meldung dabei: iOS- und Mac-iWork waren bisher nicht voll Dateikompatibel, sollen das aber ab sofort sein. Preis und Verfügbarkeit: Kostenlos und heute.

Fehlte noch die iPad-Ecke, bei der Tim erst länglich sich darüber ausgelassen hat, wie toll die iPads doch wären. Dann durfte Phil Schiller auf die Bühne und Fakten liefern. Das große iPad bekommt ein neues Design, was wie bereits gerüchtet am Mini angelehnt ist, wird dünner, hat weniger Rahmen. Dafür behält es Akkulaufzeit und bekommt ansonsten die A7-CPU vom 5S (nicht einen *X-Chip, wie die dritte und vierte Generation), den M7-Bewegungs-Chip, die LTE-Anbindung von 5S und 5C, und einen neuen NAmen: Es heißt dann iPad Air, kommt zum 1.11. auf den Markt und behält die Preise von den bisherigen iPads.

Das Mini-iPad kam dann auch noch dran, und es bekommt (das hatte ich ja gehofft) einen hochauflösenden Bildschirm, dazu den A7, keinen M7 (oder der is im Stream-Aussetzer verschwunden), LTE wie alle anderen Modelle. Dafür gibt es aber eine Preiserhöhung auf 399 Dollar zum Einstieg, weitere Preistufen wie gehabt (130 drauf für LTE, 100 je Speicherverdoppelung, vermutlich kein 128GB-Modell). Verfügbar werden die Minis irgendwann im November, da gab es keine klare Aussage.

Und als Rausschmeißer gab es noch Cover und Case in bunt, ne Werbung für das neue neue neue iPad, und die übliche Zusammenfassung. TouchID ist entgegen der Gerüchte nicht aufgetaucht.

Update: Nachdem ich die offiziellen Seiten dazu noch nachgelesen habe: Das Mini hat doch die gleiche Chip-Ausstattung aus A7 und M7, und soll auch mit 128 GB angeboten werden. Auch noch spannend: Die nicht-retinierten Modelle iPad 2 und Mini erste Generation bleiben im Angebot. Dagegen sind die MacBook Pro-Modelle ohne hochauflösende Displays wohl wirklich weg.

noch ein Update: Am Dienstag Abend ist passend zum MAvericks-Update für den MAc auch ein iOS-Update 7.0.3 erschienen, in dem neben Passwort-Synchronisierung auch noch ein ganzer Stapel Bugfixes steckte. Von der Buildnummer (11B511, vorher war 11A501 aktuell) hätte der Name auch 7.1 heißen können. Das Update hatte ich ja glatt im letzten Podcast schon richtig vermutet, dass das zur KeyNote Abends irgendwann erscheinen würde.

Schnüffvorbild

Neues vom Schnüffel: Erst wurde öffentlich, dass die NSA sich besonders interessiert hat für den mexikanischen Präsident Calderon, dann wurde bekannt, dass französische Telefonverbindungsdaten in gigantischen Anzahlen erfasst werden. Die Neuheit der Meldungen drängt sich mir nur nicht akut auf, ich gehe stattdessen schon eine ganze Weile davon aus, dass die NSA jeden überwacht, wobei sie das bei US-Bürgern illegal tut. Wenn dann offiziell wird, dass auch deutsche Verbindungsdaten verdachtslos gespeichert werden, könnte man ja nochmal dezent darauf hinweisen, dass diese verdachtslose Verbindungsvorratsdatenspeicherung ziemlich genau das ist, was die Union seit JAhren immer wieder verlangt. Aber wenn die Daten schon mal erfasst sind... Wann fragt denn der Herr Pofalla mal freundlich nach, ob die NSA irgendwelche Informationen zu den NSU-Nazis hat? Immerhin entblöden sich die selben Politiker, die nach Vorratsdatenspeicherung verlangen sonst ja nicht, die NSU als Begründung heranzuziehen.

Auf der anderen Seite verkündet der russische Inlandsgeheimdienst gerade, dass man die Idee der Komplettüberwachung der gesamten Kommunikation auch gut fände. Bisher haben sich bei ähnlichen Meldungen ja gerne westliche Länder aufgeplustert, wie unmoralisch das sei, und dass Russland das Auf Gar Keinen Fall tun dürfte. Die Argumentationslinie hat sich aber inzwischen erledigt, seit klar ist, dass so ziemlich sämtliche westlichen Geheimdienste genauso alle Kommunikation erfassen. Schon blöd, wenn man sich seine moralische Überlegenheit selbst zerlegt, nicht wahr Herr Nobelpreisträger?

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