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Selbst den US-Politikern ist mal aufgefallen, dass die Schnüffelei vielleicht nicht überall gern gesehen ist. Deshalb sind dann zwei Hinterbänkler aus dem US-Parlament auf 'war doch alles gar nicht so gemeint'-Tour. Montag waren die beim geschäftsführenden Westerfasel, Dienstag sind sie in Brüssel rumgetingelt. Medial war deren Reise ein voller Misserfolg, davon war nämlich nichts in den Nachrichten. Aber, die haben ohnehin nichts, was sie anbieten könnten. Unterdessen wurde bekannt, dass NSA in 50.000 Netzwerken Wanzen versteckt haben will, womit sich dann nochmal die Frage stellt, ob die überhaupt eine Obergrenze der Schnüffelei kennen.

Putziges Nebenbei: Das völlig unverschlüsselte PArteihandy der Frau Geheimnisträgerin Angele M. soll nicht nur von US- und vielleicht britischen Geheimdiensten angezapft worden sein sollen, sondern noch fünf Diensten. Nachdem sie bekanntlich der Meinung ist, dass diejenigen, die nichts zu verbergen hätten, auch nichts zu befürchten hätten, stellt das aber sicherlich für die Frau M. kein Problem dar, oder?

Weniger schmackhaftes Nebenbei: Bei den Koalitionsverhandlungen kommt genau das heraus, was vorher schon zu erwarten war: Die Pfeifen von rechts und rechts außen wollen die vollständige Speicherung sämtlicher Verbindungsdaten sämtlicher Personen wieder einführen, und als formales Eingeständnis der Überwachungsprobleme einen Zugriff nur bei schweren Straftaten undsoweiter, und eine Speicherung nur auf Rechnern in Deutschland. Damit da NSA und Co nur über deutsche Geheimdienste alle Daten von mitnehmen können. Was die Dienste natürlich nicht verweigern werden, aber darauf achtet ja momentan mal wieder niemand.

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