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Failer

Nachdem diverse Soschl Midia-Seiten Die Terroristen rund um einen versagten Präsidingsbums entfernt haben, war klar, dass dessen Anhänger sich beizeiten nach einer noch weniger regulierten Plattform umsehen sollten. Einer der Anbieter da war eine App namens Parler, die damit antrat, dass man da eben sagen könnte, was man dächte. Damit fiel die App dann aber den beiden Betreibern von Applikationsläden, Google und Apple, auf. Google hat Parler ziemlich kurzfristig rausgeworfen aus dem Store, bei Apple hat es da etwas länger gedauert. Und dann fiel auch Amazon auf, dass deren Services als Grundlage der App genutzt würden, und das sich das vielleicht nicht so gut macht, wenn man Terroristen ihre Daten hosten lässt. Bis hier ist das noch eine Deplatforming-Geschichte, wie wir sie schon ein paar Mal gesehen haben.

Dann kam der Punkt, wo sich IT-Interessierte mal genauer angesehen haben, was man mit der Plattform anstellen kann. Stellt sich raus: Die hatten eine Sicherheitsschwankung, über die sämtliche hochgeladenen Bild- und Videoinhalte (auch die als 'gelöscht' markierten) erreichbar waren, und so haben 70 Terabyte den Weg in ein dezentrales Backup gefunden, woran Strafverfolger ein gewisses Interesse haben dürften. Hups.

Und dann habe ich noch eine Wortmeldung vom Lautsprecher der Kanzlerin, der verlautbarte, die Kanzlerin fände es nicht gut, dass der Terroranstifter Don Trampel verbannt worden sei. Es ginge ihr wohl darum, dass ein Gericht so etwas zu entscheiden htte. Ob jemand die Regentin mal mit einem in ihrer Regentschaft von ihr getragenen Gesetz mit dem Namen Netzwerkdurchsetzungs konfrontiert hat, in dem Telemedien genau diese Löschpflicht auferlegt wird, ist mir nicht bekannt. Das Problem ist ja viel weniger, dass Twitter den Terroristen gelöscht hat, sondern, dass das erst so spät geschehen ist.

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