Am Dienstag, 18.10. hat Apple mal Produkte angekündigt, ohne dafür eine Veranstaltung oder ein längeres Video zu veröffentlichen. Konkret waren das: Ein Apple-TV 4K, zwei Größen iPad Pro und das iPad ohne Nachnamen.
Zum TV kann ich nicht viel sagen, außer dass es 4K können soll, und die Fernbedienung per USB-C Strom bekommen kann.
Die iPad Pro haben einen M2-Chip, sind ansonsten aber nicht sehr anders als die M1-Pro. Es soll beim Mobilfunk aber wohl keine Unterstützung für GSM (also Edge) mehr geben. Nachdem UMTS nicht mehr als Netz gesendet wird, hat man dann entweder LTE oder einen immer noch speziellen Vertrag mit 5G.
Und dann ist da noch das iPad ohne Namen, was auch per USB-C versorgt wird, aber anders als alle anderen iPads mit USB-C den Stift in der zweiten Generation nicht unterstützt. Stattdessen braucht man einen Adapter, um den Lightning-Stift an das USB-C-iPad zu verbinden. Was daran gut sein sollte, leuchtet mir nicht ein.
Diese drei, eher kleineren Ankündigungen wären für ein Event in der Tat zu wenig gewesen. Offenbar sind noch keine neuen Macs in einem Zustand, dass sie angekündigt werden könnten, und so sind drei Pressemitteilungen auch okay. Zusätzlich gibt es den Termin 24.10. für die neuen Betriebssysteme iPadOS 16.1 (und iOS 16.1) und macOS 13.
Und dann war da letzten Mittwoch ein Punkt, an dem mal wieder deutlich wurde, warum es schadet, wenn Nachrichten immer in reduzierter Komplexität berichten. Bekanntlich hatte im April ein Elon Musk einen Vertrag mit eienr Firma Twitter abgeschlossen, in dem zum 24. Oktober der Kauf von deren Aktien zu einem festgelegten Preis vereinbart war. Danach hatte ben jener Herr Musk versucht, sich von dem Vertrag zu distanzieren, ohne die dort ebenfalls festgehaltene Vertragsstrafe zahlen zu müssen, woraufhin Twitter die ganze Geschichte bei einem Gericht als Klage eingereicht hatte. Und nun war die Neuigkeit, dass Herr Musk bereit sei, doch Twitter zu kaufen. Die Nachrichten versäumten es aber kollektiv, darauf hinzuweisen, dass genau das in dem eben im April geschlossenen Vertrag schon stand, und also einen Neuigkeitengehalt von nahe null aufwies.
+++ EIL +++ Vertrag gilt.
Meldung aus der 'also damit hat wirklich jeder gerechnet'-Ecke: Die Werbefirma Google, die zufällig noch eine Suchmaschine betreibt, hat ihre Spieleplattform Stadia eingestellt. Dazu finden sich im Netz zwei Erklärungsansätze, die einander ergänzen, und zwar: Niemand traut Google-Produkten langfristig, weil Google in der Vergangenheit zu oft Projekte beendet hat, die eigentlich noch ganz beliebt waren (ich erinnere mal wieder an den Google Reader, der zwar nicht das erste, aber ein besonders prominentes Beispiel war), so dass bei einem neuen Projekt kaum jemand bereit ist, erst zu investieren. Die zweite Erklärung kommt von Leuten, die behaupten, mal bei Google gearbeitet zu haben, und läuft darauf hinaus, dass bei Google befördert wird, wer irgendwas Neues rausbringt. Wenn das dann läuft, gibt es keine Vorteile für die, die es am Laufen halten. Deswegen startet Google auch ungefähr alle drei Monate einen neuen Messenger, oder eine Chatplattform oder sonst irgendwas. Die Produkte leben alle nicht lange, weil eben niemand etwas dafür bekommt, und gewinnen auch keine ernsthaften Nutzerzahlen, so dass sich begründen lässt, warum man sie auch wieder beenden kann. Und dann beginnt der selbe Kreislauf wieder von vorne. Niemand traut Googles neuen Produkten, weil Google neue Produkte einstellt. Und Google stellt neue Produkte ein, weil niemand Googles neuen Produkten vertraut, weil Google neue Produkte einstellt. Was war noch gleich Rekursion?
Das könnte wirklich besser dokumentiert sein. Wer Audacity 3.2 auf einem Apple-Silicon-Rechner in der nativen Version nutzen will, merkt schnell, dass der kein ffmpeg dabei hat, weil die Version für Intel-Chips nicht geladen wird. Die Anleitung (Stand 24. September) beschränkt sich darauf, auf eine Webseite zu verweisen, die nur ffmpeg für Intel anbietet, oder obskur auf Homebrew zu verweisen. Das ist auch nicht komplett falsch, reicht aber nicht. Denn selbst, wenn man ffmpeg per Homebrew installiert hat, findet Audacity die Datei(en) nicht, die es benötigt. Die muss man ihm schon genauer benennen. Ein
Kommentar in einem Github-Issue hat mir den Weg gezeigt. Einstellungen/Preferences in Audacity, dann bei den Bibliotheken/Libraries ffmpeg Locate, in das Textfeld manuell eintragen /opt/homebrew (oder wenn Homebrew da nicht wohnt, den Pfad dahin), dann das Verzeichnis Cellar, ffmpeg, Versionsnummer, lib, und da drin die Datei
libavcodec mit diversen Numemrn im Namen und der Endung .dylib aussuchen. Dann sollte Audacity ffmpeg erfolgreich einrichten können, und auch wieder so Dateien wie m4a und Ähnliche importieren können. Ist eigentlich gar nicht so schwer.