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Framedien

Und dann kann man mal wieder Medienkompetenz üben. Heute: An einem Text der Tagesschau, der über eine “Bürgergeld-Mafia” berichtet, und das wie ein riesiges Problem behandelt. Die Größe des Problems steckt aber viel weiter unten:

Neue Zahlen der Bundesregierung belegen den Anstieg: 421 Verdachtsfälle bandenmäßigen Leistungsmissbrauchs wurden im vergangenen Jahr registriert - im Jahr zuvor waren es 229. Bis Mai dieses Jahres kamen bereits 225 Fälle hinzu.

Nochmal langsam und zum Mitmeißeln: Es gab 2023 ganze 229 Verdachtsfälle. 2024 sollen es 421 gewesen sein. Und bis Mai 2025 225, Verdachtsfälle. 421. In einem Jahr. Kann mal jemand die polizeiliche Kriminalstatistik nachschlagen? Welche mafiosen Schwerstverbrechen da auch gigantische 421 Einträge in der Liste an Erstverdacht ausgelöst haben. Ich vermute mal, da gibt es nicht so viele. Und nur, um das mal in einen Betrag zu gießen: wenn die 421 Verdachtsfälle jeweils monatlich 563 Euro bekämen, wären das 237.023 Euro pro Monat, oder 2.844,.276 Euro im Jahr. Schlimmste Schwerstverbrechen.

Als Abgleich wünsche ich mir eine Statistik der Finanzämter, wie viele Verdachtsfälle auf Stuerrückzahlungsmafia da so aufgetreten wären. Ich habe den Verdacht, dass da geringfügig mehr Fälle und eine Summe von ebenfalls leicht höherem Wert auftreten könnten. Aber das muss man ja nicht vermelden. Übrigens: Neulich gab es einen einzelnen Fall von Erbschaft, wo der Staat die überschaubare Summe von 3,65 Milliarden einnahm, weil die Erben die Steuern nicht mehr rechtzeitig hinterzogen haben. Und das war nur ein einziger Fall.