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Stadtbild-Merz

Geschichte, die sich über mehrere Tage zu einer größeren Geschichte zusammengesetzt hat: Am 16.10. fiel mir eine Aussage des Joachim Merz in die Finger, der zur Frage, wie es denn mit den Migranten aussähe erst was von Erfolgen redete, bevor er aussprach: “Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.” ohne näher auszuführen, was er wohl mit “dieses Problem” gemeint haben könnte (wilde Vermutung: Will Merz vielleicht aussagen, Migranten wären am Aussehen zu erkennen?). Ein paar Tage später bei einer cdU-Veranstaltung wagte ein Journalist, wie er das denn gemeint hätte. Darauf ist Merz dann weiter unseriös geblieben, er habe nichts zurückzunehmen, der Fragesteller sollte doch mal Töchter befragen, die würden schon wissen, wie Merz das gemeint hätte haben sollen. Dazu haben sich dann eine Reihe Frauen online geäußert, dass sie sich nicht für rechtsextreme Propaganda einspannen lassen wollen. Andere Frauen verwiesen darauf, dass sie vor allem von einer Gruppe sich bedroht fühlten: Alte, weiße Männer. Wie ein gewisser Joachim-Friedrich Merz. Wohin soll man den denn rückführen?

So weit, so oft wiederholt. Wer in der Debatte nicht öffentlich laut war: Eine gewisse SPD, die mit der CDU und der CSU unter einem Kanzler Merz die Bundesregierung darstellt. will die SPD nicht mal sagen, dass solche Aussagen unangemessen sein könnten? Oder bleiben die einfach still sitzen?

Immerhin: Am 23.10., also knapp n Woche nach der ersten Wortmeldung, wurde dem Joachim auch mal aufgefallen, dass er mit seinem Gerede sich nicht hilft und er ließ wissen, es ginge um Einwanderer ohne Aufenthaltsrecht. Nicht erwähnt hat er dabei wohl, wie diese am Aussehen erkennbar sein sollten.