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Be- und Empfindlichkeit

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich jetzt (Sonntag Mittag) noch gar nichts habe, was am Montag hier im Blog auftauchen könnte, und mich entschieden, über etwas zu Schreiben, worüber ich nur äußerst selten geschrieben habe: Gefühle.

Nein, ich meine nicht das große Gewese, sondern vor allem ein Gefühl: Angst. Am Dienstag fahre ich zum Krankenhaus, und ohne dass ich das begründen könnte, habe ich seit dem Zeitpunkt, als ich wusste, dass das auf mich zukommt Angst. Vor einer OP, soviel habe ich dem Gezappel in meinem Kopf noch entnehmen können. Warum ich nun ausgerechnet vor dieser OP Angst haben sollte, kann ich aber schon nicht mehr sagen.

Letztes Jahr im September meinte die Ärztin, dass sie mich beim nächsten Termin (am 8.12.) mal ins Krankenhaus schicken wollte, wo dann geprüft werden sollte, ob das Öl entfernt werden könnte. Als nun der 8.12. näher kam, habe ich mich also auf eine OP vorbereitet: BEsuch beim Friseur, damit ich nicht wieder mit zu langen Haaren im Krankenhaus bin, Technik durchtesten (iPhones, Mac, Galaxy Tab als Fallback), Notfall-Tasche durchsehen, ob alles noch passt und so weiter. Nun gab es weder nach dem Termin im Dezember, noch einem der anderen Termine bisher auch nur eine Überweisung ins Krankenhaus, obwohl die ganze Zeit die Drohung einer OP im Raum stand. Schließlich trübt sich die Linse in meinem linken Auge immer weiter ein, und irgendwie gibt es auch einen Sehfehler mitten in der Bildmitte, der da eher nicht hingehört.

Ich habe also vor jedem einzelnen Arzttermin wieder meine Vorbereitungen getroffen, vor dem Termin im März dieses Jahr sogar mit Macbook Air, was mich seitdem auch zur Arbeit begleitet hat. Und doch musste ich nie ins Krankenhaus. Dass es nun dazu kommt, dass ich in der Ambulanz auftauchen soll, bedeutet ja auch nicht gleich, dass ich sicher operiert werde, es kann auch sein, dass die Ärzte da nur mal meinen aktuellen Zustand einschätzen sollen, ob der so noch in Ordnung ist, oder irgendwas wegen dem Netzhautloch (mediziner-Schreibe: Foramen) oder Linse (Cat complicata) getan werden müsste. Trotzdem ich das alles weiß, bin ich aber nervös, was sich Samstag zum Glück dadurch umgehen ließ, dass ich nicht darüber nachgedacht habe, wie so eine OP sein würde oder ähnliches, und nur meine Vorbereitungen weitergeführt habe, indem ich dem ältesten Aufnahmegerät (Zoom H4) frisch gefüllte Akkus verpasst habe, die Zusatz-Akkus für iPhone ind iPad (PowerBooster, bzw. ein Teil von Kensington) Strom zukommen lassen habe, im Rucksack sicher gegangen bin, dass ich genug Netzteile für Mac, iPad und iPhones dabei habe, und so weiter.

Eigentlich ist das also die best-vorbereitete OP, die ich überhaupt hatte. Warum also bin ich nervös, beziehungsweise: Wovor habe ich eigentlich Angst? Bei der Augen-OP letzten Juni habe ich mir die Frage auch schon gestellt, und festgestellt, dass ich am meisten Angst davor hatte, mit dem Bett zum OP-Bereich geschoben zu werden. Ich habe mir das dann so zusammengereimt, dass ich deswegen davor Angst hatte, weil in der Vergangenheit danach Schmerzen anfingen: Erst eine Spritze hier, dann die Betäubung da, und dann nach der OP irgendwelche Schmerzen. Rational finde ich das nicht, aber okay, wann sind Gefühle schon rational?

Was ich leider nicht mehr rekonstruieren kann: Wie es mir letzten Juli ging, als ja eine neue Netzhautablösung festgestellt wurde, ich einen Monat nach der OP wieder in der Ambulanz saß, und einen Termin eine Woche später bekam. Zwischen Augenarzttermin am Montag und Ambulanz am Mittwoch müsste ich eigentlich nervös gewesen sein, habe darüber aber zumindest bei Twitter keine Einträge mehr gefunden, und auch hier im Blog war ich nicht so ausschweifend, wie ich mir das gerade wünschen würde.

Das wollte ich nur gerade mal alles loswerden, weil die Gedanken sonst in meinem Kopf weiter rumschwirren, und mich völlig inlogisch nervös machen.

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