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Coronupdate

Am vergangen Mittwoch, dem 20. Mai haben Apple und Google zeitgleich ihre Updates für iPhone und Android-Geräte freigeschaltet, mit denen die Systemfunktionen für Kontaktnachverfolgung sich einfinden auf den Geräten. Jetzt ist der größte Haken noch, dass die Funktion, zumindest auf dem iPhone, nicht aktiv ist, solange es keine App dafür gibt. Aber die Regierung hat ja die Superexperten von SAP und Telekom damit beauftragt, da kann es sich nur noch um Jahrzehnte handeln, bis eine erste App den Weg in die Öffentlichkeit findet...

UMTende

Meldungen aus der Ecke 'angedeutet war das schon': Nach Vodafone haben nun auch Telekom und Telefonica angekündigt, wann sie ihre UMTS-Versorgung beenden wollen. Die Reihenfolge, die sich damit abzeichnet ist die, dass zuerst Vodafone das UMTS-Netz abschaltet bis 30. Juni 2021, dann Telekom bis irgendwann "Ende 2021" und Telefonica will "bis spätestens 2022" auf Nachfolge-Technologien setzen. Was ich da ja erwarte: Dass die Netzbetreiber spätestens mit der Abschaltung von UMTS den Zugang zu LTE nicht mehr auf Vertragsebene ausschließen, sondern allen zahlenden Kunden ermöglichen. Und es macht dann auch keinen Sinn, wenn für Telefonate auf das GSM-Netz runtergefallen werden muss, also VoiceOverLTE (beziehungsweise -5G, sofern das was eigenes sein soll) auch in allen Zugängen aktiviert wird. Aber wie ich die Netzbetreiber einschätze, werden die genau solche Schritte nicht von selbst gehen. Das wäre ja sonst sinnvoll.

WWDmin

Meldung aus der 'da fehlte nur noch ein Datum'-Ecke: Apple wird dieses Jahr die jährliche Entwicklerkonferenz ab dem 22. Juni abhalten. Nachdem die nur online stattfindet, wird es keine Eintrittskarten, Reisepläne oder sonst irgendwas davor benötigen. Wenn sich die Veranstaltung grundsätzlich an das bekannte Format halten sollte, dürfte am ersten Tag auch eine Präsentation für die gesamte Öffentlichkeit stattfinden, bei der die größten Features der neuen Software-Versionen angekündigt werden.

Macfolger

Eine Meldung aus der 'da hab ich mit gerechnet, wenn auch nicht so früh'-Ecke: Apple hat per Pressemitteilung das MacBook Pro 13 aktualisiert. Da ist dann auch die neue Tastatur drinnen, die weniger schlimm sein soll als deren Vorgängerin, ansonsten soll mehr Rumms oro Preis dabei sein, wobei mich jetzt nicht akut anspringt, wo da die konkreten Verbesserungen sind, aber ich habe auch nur oberflächlich verglichen.

Die Ankündigung kommt nur zehn Tage, nachdem ich mir gerade das zu dem Zeitpunkt noch nicht veraltete MacBook Pro als Ersatz für das gleoiche Modell mit dem Anzeige-Ausfall zugelegt habe. Ich packe den neuen Rechner aber trotzdem auf meine Wunschliste für einen der OP'schen Jahrestage, weil wenn es doch noch einen Intel-Mac mit guter Tastatur gibt, erfüllt der wirklich alle Kriterien, die ich an ihn gestellt habe. Und im Juni wird der ganze Ärger mit dem Auge ja zehn, da kann ich auch ruhig etwas Größeres nehmen für.

Mac-Lösung

Es ist an der Zeit zu vermelden: Habemus computem.

Und zwar fiel mir gestern Abend noch ein, dass doch angeblich Gravis wieder Läden geöffnet habe, und ich doch ganz früher mal da auch Macs gekauft habe. Die Idee, dass ich das MacBook Pro mit ohne funktionierendem Display dadurch lösen könnte, dass ich mir noch so eins kaufe, hatte ich schon vorher. Also habe ich die Modellnummer mal in das Suchfeld bei Gravis eingegeben, und festgestellt, dass die dieses Gerät haben, und sogar in der Niederlassung in hamburg, bei der Uni.

Mit der Idee sollte sich dann nachts das Unterbewusstsein rumschlagen, was es irgendwie nicht gemacht hat. Also hatte ich die Frage den Tag über im Kopf, und mich letztlich dafür entschieden, zur Ladenöffnung am Nachmittag (Gravis hat jetzt nur zwei Stunden 10-12 und 15-17 Uhr offen) zu nutzen. Gedacht, getan. Wenn man von einem bockigen iPhone 11 Pro Max absieht, was hart abgestürzt ist, und nur noch gekringelt hat unterwegs, bin ich mit bummelig 2150 Euro weniger raus als reingegangen, aber hatte ein neues Rechengerät.

Die Einrichtung war an einigen Stellen unnötig schwer, weil so ein Mac mit leerem Akku nicht startet, der Setup-Assistent kein Internet gefunden haben wollte, mir aber auch keine Optionen zum rumfummeln geben wollte, und ich dann blind das Backup von der SSD reingespült habe. Das 10.5.1 auf 10.15.4 aufzurüsten war dann eine eher kleine Übung. Und jetzt habe ich immerhin wieder einen Mac mit funktionierendem Display.

Zoom zoomt weiter

Meldung aus der 'die haben wirklich nichts gelernt'-Ecke: Zoom meldet, dass zahlende Kunden sich aussuchen können, wo deren Daten so langgeschickt werden. Wer nicht zahlt, dem kann passieren, dass schattige Gestalten aus (wo kommt die Firma her?) ein bisschen mehr sehen, als unbedingt sinnig wäre. Apropos: Im Dunkelnetz sind wohl mal eben ein paar Anmeldedaten von Zoom aufgetaucht. Sind bestimmt entlaufen. Kann ja mal passieren.

Sidecar hilft

Neues vom grafisch unterversorgten Rechner: Gestern Abend fiel mir Sidecar ein, also die Funktion, die Apple mit dem neuesten Mac-Betriebssystem eingebaut hat, wo ein Mac ein iPad als (zusätzliches) Display nutzen kann. Ich hatte ohnehin ein iPad Pro 12, was keine akute Aufgabe hatte. Die Einrichtung davon ist nicht extrem schwer, und anfangs hatte ich erstmal eine ziemlich niedrige (großpixelige) Auflösung. Eben gerade habe ich die Geräte mal sorum aktiviert, dass das iPad zuerst aktiv war, da hat der Mac das nach wenigen Sekunden (reichte noch für Display-Ausfall) als Display geschnappt hat.

Ergo: Ich bin vom Fehler zwar immer noch entgeistert, aber habe zumindest eine Kombination aus Geräten, die man einsetzen kann.

Ungrafik-Mac

Das hatte ich so auch noch nicht: mein MacBook Pro hat einen Fehler entwickelt: und zwar zeigt das nur noch eine Reihe Pixel an. Es sei denn, es wurde gerade aufgeklappt, oder es spielt ein Video ab. Wobei entweder die Fenstergröße oder die App, die das tut relevant zu sein scheint. VLC hinter Firefox hilft nicht, iina ging auch schon im Hintergrund. 

so ganz neu ist der Fehler nicht, vor ein paar Wochen fiel an einem Sonntag auch schon mal größeres Geflackert von unten im Bild auf. Mehrere harte Reboots haben da nicht geholfen, dann war der Fehler aber doch wieder weg. 

 Ich hab dann mal testweise mein älteres MacBook Air reaktiviert, und das fühlt sich mit dem MbP als Ausgangslage extrem lahm an. Hoffe ich noch, dass der schnellere Rechner sich wieder fangen möge. Screensaver hat gerade nichts gebracht

Zoomzoom

Und dann fiel schon wieder die Firma Zoom negativ auf, die zuletzt mit einem versteckten lokalen Webserver bei der Mac-Software eine Angriffsfläche aufgemacht hatte. Die erste Meldung zu Zoom aus dieser Nachrichtenrunde, war die, dass deren iOS-App irgendwas an Facebook geschickt hat, weil...? Dann kam ein Bericht dazu raus, wie der Installer die Installation ohne extra Berechtigungsabfragen die Installation macht. Dabei ist dann ein Stück Programm aufgefallen, was die Software irgendwo abgeworfen hat, und was mit Root-Rechten lief, und dann per Parameter andere Aktionen aufgerufen hat. Das sah dann alles schon ziemlich wie Malware aus. Aber im Moment sind Videokonferenzen in bestimmten Kreisen total beliebt. Dann hat der Ex-Nasi- Schnüffler Wardle noch nachgesehen und gleich mehrere fiese Sicherheitslöcher ausgegraben. Neuster Brüller: Ein Schrieb vom Zoom-CEO, in dem der versucht zu begründen, warum deren Software so ranzig ist: Die hätten sich halt an Firmen gerichtet, nicht an Privatpersonen. Und jetzt würden sie mal Features nicht weiter bauen, sondern ihre Spezialexperten Sicherheit basteln lassen. Ich hab da so ungefähr null Vertrauen, dass die Software auch nur ansatzweise sicher werden könnte. Von daher: Nein, danke.

Skybot (oder auch nicht)

Eine Meldung erregte letzte Woche das Netz. Und zwar soll der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Lehrern verboten haben, per Skype mit Zu Beschulenden in Kontakt zu sein. Das berichtete eine Zeitung, stellte das auch ins Netz, und bei Kurznachrichtendienst Kurznachrichtendienst begegnete mir reichlich Erregung darüber. Der Datenschutzbeauftragte hat sich allerdings dazu auch nochmal ins Benehmen gesetzt, und widersprach der Meldung. Er habe vielmehr einer Schulleitung dazu geraten, keine kommerziellen Dienste zu nutzen, weil bei denen jeweils datenschutzrechtliche Bedenken bestünden. In Zeiten von Kontaktverboten ist die technisch einfachste Allternative von Treffen ohne technische Mittel jedenfalls noch verbotener.

Applodukte

Vor einer Woche hat Apple etwas getan, was die Firma auch ein Jahr früher schonmal gezeigt hatte: neue Hardware per Pressemitteilungen rausbringen. Konkret sind das ein aktualisiertes MacBook Air und neue iPad Pro in beiden Größen (11 und 12,9) die jetzt nicht nur Kameras (erinnern so ein bisschen an die iPhones 11 Pro) haben, sondern gleich noch LIDAR-Sensoren dazu bekommen. Bestellbar wären die sofort, in den Läden wären sie vermutlich auch gleich zu haben, was nur niemand nachsehen kann, weil die Läden außerhalb Festlandchinas alle geschlossen sind. Immerhin versteckt sich in der Pressemeldung auch eine Fußnote, dass das Betriebssystem-Update iPadOS (und vermutlich ebenfalls iOS und watchOS am 24. rauskommen soll. Was bisher nicht klar erkennbar war. Auch neu kommt dann (irgendwann im Mai) noch ein Tastaturcase mit Trackpad raus, was auf den bisherigen iPad Pro auch funktionieren soll.

MS Ginpm

Mir ist mal nach einer nicht-Corona-Meldung, also muss ich bei den Nachrichten in die IT-Ecke gehen. Da verkündet MS Github (ein Unternehmen von Microsoft) sich den node packet manager als Firma gekauft zu haben. Eine fundierte Begründung dafür ist mir nicht begegnet. Kann also sein, dass es 'Firmen kaufen andere Firmen, weil man das halt soch macht' ist.

SMBloch

Während der Corona-Virus weiter Verbreitung findet, meldete sich vor einer Woche Microsoft mit einer Sicherheitswarnung. Und zwar sei der Firma ein Sicherheitsloch in SMBv3 bekannt, über das Code aus der Ferne ausgeführt werden könne. Einen Patch dafür gab es nicht, lediglich eine Registry-Einstellung, die helfen können soll. Mir sind zwar nicht sofort Berichte über Würmer begegnet, die das Loch nutzen würden, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

PasswSI

Meldung aus der 'was hat da so lange gedauert?'-Ecke: Dem BSI ist Jahre nach den US- und britischen IT-Sicherheitsbehörden aufgefallen worden, dass die bisher übliche Praxis von ständig ablaufenden Passworten nicht für Sicherheit sorgt, weil Menschen ohnehin schlecht darin sind, Zufall zu erzeugen, und bei zu komplizierten Passworten sich die schlicht aufschreiben. Ergebnis von derartigem Passwort-Änder-Wahn sind dann unsichere Passworte, oder sogar die berühmten Klebezettel unter der Tastatur. Und so lässt auch das BSI von der Forderung ab, Passworte sollten regelmäßig grundlos geändert werden.

Avanz

Es gibt bei 'Sicherheitssoftware' einen Haken: Die muss für ihre Aufgaben ziemlich tief im Rechner eingegraben sein, und kann so alle möglichen Daten sehen, die Nutzer nicht unbedingt mit der Welt teilen wollten. Das erfordert eine gehörige Portion Vertrauen. Eine Firma, die gerade jede Menge Vertrauen verspielt, ist die Herstellerfirma der Virensuchware Avast. Und zwar verscherbeln die offenbar Daten ihrer Produkte (egal, ob man für die Software bezahlt). Ich würde sagen, dass die damit genau gar kein Vertrauen mehr verdient haben. Jemals. Wenn sich ein Virenscanner verhält, wie man es von Schadsoftware erwarten würde, dann kann der auch wirklich weg.
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