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dritter schwerer Falke

Am Dienstag (25.6.) Morgen (8:30 MESZ) gab es mal wieder ein live geströmtes Ereignis: Und zwar hat SpaceX die dritte Falcon Heavy gestartet, mit 24 verschiedenen Nutzlasten, die jeweils auf deutlich kleineren Raketen hätten Platz finden können, gemeinsam aber eben die Leistung der großen Rakete genutzt haben. Der Start war zu einer hier angenehmen Zeit, dafür war es in Florida schon später Abend, und entsprechend dunkel. Von den Raketen hat man also vor allem die Verbrennung gesehen, und die inzwischen fast schon gewohnten Landungen (2 Side Booster, die parallel landen sind eben immer noch nicht alltäglich) ließen sich auch dank Infrarot-Bildern ganz gut verfolgen. Dem Center Core erging es nicht ganz so gut: Die Rakete konnte man im Livestream von einer Kamera auf der Barke dabei sehen, wie sie ziemlich feurig im Ozean eingeschlagen ist. Das war insofern nicht sehr überraschend, als SpaceX vorher schon betont hatte, dass die Landung die bisher schwerste sein würde, und entsprechend riskant wäre. Nachdem der aufregende Teil der Mission vorbei war, hat die Oberstufe im Laufe mehrerer Orbits ihre Nutzlasten ausgesetzt (das war wohl erfolgreich), und unterdessen hat SpaceX noch vermeldet, dass es gelungen ist, eine Hälfte der Nutzlastverkleidung (Fairing heißt das Teil) mit einem Fangnetz an einem Schiff einzufangen. War vorher auch noch nie erfolgreich gelungen, aber die Teile sind auch hinreichend teuer, dass man mal versuchen kann, ob das geht.

Marsbebenmessung

Es gibt mal wieder etwas Neues aus dem All. Und zwar vom Mars, wo ja seit einer ganzen Weile die Sonde Insight ist, und erst ihr Seismometer ausgepackt und abgedeckt hat, dann das Bohrinstrument auf den Boden gesetzt hat, und beim Bohren ein erstes, ernsthaftes Hindernis erwischt hat. Die Meldung nun stammt aber vom Seismometer. In dessen Messdaten haben die Forscher nämlich ein erstes Marsbeben gefunden. Wobei das Signal noch eher schwach war. aber es keine andere plausible Erklärung als ein MArsbeben gibt. Wind und auch Bewegungen des Sondenarms sind in der vertonten Messwertreihe auch zu finden, auf die reagiert das Messinstrument auch. Der Bohrer würde da ebenfalls auffallen, wenn er denn gerade nicht stillstünde.

Die Veröffentlichung jetzt ist nicht besonders spektakulär, sondern eher nur der Hinweis, dass Insight auf dem Mars ist, und die Instrumente arbeiten (bis auf das Bohrgerät, aber da hoffe ich noch auf eine Lösung). Und sollte nun irgendwas an seismischer Aktivität ernsthat ausbrechen, zum Beispiel durch einen einschlagenden Asteroiden, dürfte das Instrument das bemerken.

Drabumm

Eine überraschende Meldung vom vergangenen Wochenende: Da gab es einen Test mit der nächsten Dragon-Kapsel, mit der eigentlich die ersten Menschen zur ISS fliegen sollten. Bei dem Test ist aber etwas schiefgegangen, so dass eine größere Rauchwolke zu sehen war. Und ein Video, was vermutlich den Test zeigt, sieht verdächtig danach aus, dass da irgendwas explodiert ist. Über Ursachen, Auswirkungen und ähnliches gab es erstmal keine Aussagen, aber ich hoffe doch für alle Beteiligten, dass die Ursache des Problems sich schnell finden und beseitigen lässt, denn sonst dürfte es schwer werden, eine Besatzung in so eine Kapsel zu setzen. Gegen eine Explosion der Kapsel hilft schließlich auch das LaunchAbortSystem nicht, mit dem die Kapsel im Fall eines Problems mit der Rakete von der getrennt werden soll.

Und dann stellt sich raus, dass die Dragon-Kapsel anders als vermutet doch nicht die zweite ihrer Art war, sondern dasjenige Modell, was schon an der ISS angedockt war. Da stand eigentlich als nächste Aktion der Test vom LAS an, bevor dann die nächste Dragon-Kapsel mit Besatzung starten sollte. Einerseits verwundert, dass die Kapsel sich so massiv zerlegen konnte, andererseits sollte die auf dem Teststand mit so vielen Sensoren gespickt gewesen sein, dass die Suche nach einer Ursache nicht ewig dauern sollte.

Ergo: Nicht gut, aber zu Auswirkungen lässt sich noch nichts genaueres sagen.

Schwarzlochbild

Es ist mal wieder Zeit für eine Meldung aus der Weltraum-Wissenschaft mit der Bezeichung 'endlich'. Und zwar haben Wissenschaftler seit vielen Jahren daran gearbeitet, doch mal irgendwie ein Bild eines Schwarzen Lochs hinzubekommen. Das eigentliche Schwarze Loch ist, wie der Name nahelegt, nicht besonders hell (wobei da ein Herr Hawking darauf hingewiesen hat, dass es auch nicht völlig Schwarz ist), aber die von ihm angezogene Materie sollte sich in einer Akkretionsscheibe sammeln, dabei erhitzen, und die bereits nachgewiesenen Strahlungscharakteristika haben. Und darin dürfte ein Bereich zu finden sein, der eben dadurch auffällt, dass da weniger bis nichts strahlt. Dabei gab es noch eine Hürde: Schwarze Löcher halten sich (zum Glück) her nicht so nah an der Erde auf, und sind entsprechend kleine Bereiche des Himmels. Es braucht also besonders gute Teleskope, oder wie nun verwendet eine Zusammenarbeit vieler (Radio-)Teleskope und aufwendige Datenrekonstruktion aus den Messwerten.

Alles zusammen führte dann vor einer Woche zu einer Veröffentlichung, wie das erste beobachtete Schwarze Loch denn nun aussieht. Das Bild ist logischerweise kein Foto, liegen die dahinter liegenden elektromagnetischen Wellen doch gar nicht in Bereichen, die menschliche Augen sehen können, sondern sind eine Interpretation der Messwerte. Dass die dann aber den Vorhersagen soweit ähneln, ist schon spannend. Offenbar hat die Theorie auch hier nicht sehr neben der MEssung gelegen. Ja, das 'Bild' ist nicht extrem scharf, aber das Schwarze Loch von der Größe unseres Sonnensystems ist auch 55 Millionen Lichtjahre weg, da gehen schon mal ein paar Details unter. Woran die Forscher wohl noch arbeiten: So eine ähnliche Messung und Datenaufbereitung für das Schwarze Loch in der Mitte unserer Galaxie durchzuführen. Wie die Veröffentlichung jetzt zeigt, ist das nicht völlig unmöglich, nur hinreichend komplex, dass man das nicht 'mal eben' machen kann. Genauere Bilder oder solche kleinerer Schwarzer Löcher sind wohl nur bei näherliegenden Objekten machbar, bis die Menschheit auch mal entsprechende Teleskope in größerer Entfernung als einen Erddurchmesser entfernt voneinander platziert. Im All ist genug Platz, habe ich gehört.

SpaceX Demo Mission 1

Neues aus dem All: Da hat am 2. März SpaceX mal wieder ne Rakete mit eienr Dragon-Kapsel zur ISS gestartet, und die Erste Stufe gelandet. So weit, so inzwischen unspektakulär. Die Dragon-Kapsel ist dann schon etwas besonderer, und zwar handelt es sich um ein Modell, mit dem auch Menschen zur ISS gelangen können. Für den ersten Test war aber nur ein Dummy an Bord. zusammen mit einem Indikator für Beschleunigung in Form eienr Plüsch-Erde. Die Dragon-Kapsel ist dann auch nach einer ganzen Weile Flug an der ISS angekommen und hat letztlich automatisch am dafür vorgesehenen Adapter PMA-3 angedockt. Damit war das erste Mal seit der letzten Shuttlemission überhaupt mal wieder ein Raumschiff an dem Andockbereich.

Die Idee bei den kommerziellen Flügen von US-Firmen ist, dass die von Boeing und SpaceX im Wechsel rund alle halbe Jahr zur ISS fliegen sollen. Dafür müssen beide Firmen aber erstmal die grundlegenden Fähigkeiten ihrer Raumfahrzeuge belegen. SpaceX hat mit dem Testflug jedenfalls einen ersten sichtbaren Fortschritt. Ich habe keine Ahnung, wann die ersten Menschen mit einer Dragon oder Starliner-Kapsel zur ISS fliegen sollen, und ob das dann spektakulär aussieht.

Opportunende

Traurige Nachricht von letzter Woche: Da hat die NASA zum letzten Mal versucht den Marsrover Opportunity zu einer Antwort zu überreden, und nach der ausbleibenden Antwort die Mission offiziell beendet. Spirit und Opportunity waren Marsrover, die 2003 zum Mars gestartet waren, ursprünglich nur 90 Tage rumfahren und erforschen sollten, dann aber wegen regelmäßiger Luftbewegungen ihre Solarpanels doch sehr viel länger nutzen konnten, und bei weitem alle Erwartungen übertroffen haben. Spirit ist der NASA bereits vor einigen Jahren verloren gegangen, als der Rover in einer Düne sich festgefahren hat und dann den folgenden Marswinter nicht überlebt hat. Opportunity fiel nun einem planetenweiten Staubsturm zum Opfer, und konnte leider nicht danach wieder die Verbindung zur Erde aufnehmen. Wenn in Jahren Menschen den Mars erforschen, könnten die die Rover aufsuchen und deren Verbleib aufklären, bis dahin sieht es da eher schwach aus.

Aktuell sind auf dem Mars noch Curiosity (dank RTG von Sonnenenergie unabhängig) und Insight (hat das Seismometer abgesetzt und mit Abdeckung versehen, und setzt noch den 'Maulwurf' aus) aktiv, sowie eine Reihe Sonden im Orbit.

Ultima Flach

Erinnert ihr euch noch an New Horizons? Die Sonde, die erst am Pluto vorbeigeflogen ist, dann ein relativ frisch entdecktes Objekt aus dem Kuiper-Gürtel (MU69, oder inoffiziell: Ultima Thule) angesteuert und relativ nah dran vorbeigeflogen ist. Da ist die Datenübertragungsrate sehr gering, aber es kommen Daten vom Vorbeiflug langsam an. Darunter auch ein paar weniger spektakuläre Bilder des steinigen Objektes. Wenn man sich die aber genauer ansieht, stellt man fest, dass mindestens eine der zwei 'Kugeln', aus denen MU69 besteht, eher flach ist. Da konnte man früher als erwartet die Sterne dahinter wieder sehen. Und nun müssen die Modelle, die bis dahin eher nach Schneemann aussahen, eine relativ kugelige und eine eher pfannkuchige Komponente zeigen. Spannende Frage für die Wissenschaft: Wie mag so ein flaches Objekt wohl entstanden sein? Erwartet war so etwas wohl nicht worden, da hat der Vorbeiflug wohl neue Ansätze für die Forschung ergeben.

New Horiflug

Erinnert ihr euch noch an die NASA-Sonde New Horizons, die vor ein paar Jahren bei Pluto vorbeigeflogen ist und eine Reihe Messungen gemacht hat? Medial sind vor allem die Bilder beachtet worden.

Diese Sonde hat nun zum Jahreswechsel als erste menschengemachte Sonde ein Kuiper-Gürtel-Objekt in relativer Nähe passiert. Das Objekt mit der ID 2014-MU69 und dem eher inoffiziellen Namen Ultima Thule ist noch nicht lange bekannt, immerhin haben die Forscher es auch erst kurz vor dem Pluto-Vorbeiflug gefunden. Insofern gab es nicht viele Erwartungen vorher.

Und nach dem Vorbeiflug sind auch schon erste Daten auf der Erde angekommen. Es sieht so aus, dass MU69 wohl zwei kugelförmige Körper war, die aus unklaren Gründen jetzt zusammen rumfliegen. Und auch die Frage, warum beim Anflug keine Helligkeitsveränderungen messbar waren, hat eine Theorie: Und zwar hätte sich MU69 in einer Achse gedreht, dass das Weltraumobjekt immer die gleiche Seite zur Sonde gerichtet hatte.

InSight gelandet

Zur Abwechselung gibt es mal Erbauliches aus dem All: Und zwar ist am 26. die NASA-Sonde InSight erflgreich auf dem Mars gelandet. InSight hat zwei große Forschungsaufgaben: Einerseits ist das ein Bohrgerät mit reichlich Sensoren, womit die Marsoberfläche bis in einige Tiefe untersucht werden soll, andererseits ist das ein Seismometer, was Marsbeben erkennen soll. Ja, während der Bohrer bohrt, dürfte das Seismometer den mitbekommen, aber getrennte Missionen waren im Budget nicht drin. InSight ist nämlich ohnehin eine Mission, bei der Technik wiederverwendet wurde. So ist der eigentliche Lander stark an die Phoenix-Mission von vor einigen Jahren angelehnt. Außerdem waren zur Funkverbindung bei der Landung (EDL, Entry, Descent, Landing) zwei Cubesats mitgeflogen, durch die auch das erste, schnell geschossene Foto (mit Staubabdeckung) zur Erde übermittelt wurde, während die großen Satelliten gerade nicht in Reichweite waren.

Sojursache

Ncoh eine Meldung zum Weltraum, die ich aber nicht zu den US-Satelliten packen wollte: Am Donenrstag hat die russische Raumfahrtorganisation ihre Unterschungsergebnisse des gerade mal drei Wochen vorher fehlgeschlagenen Starts der Sojus-Rakete mit Sojus-Kapsel veröffentlicht. Da gab es ein Video aus der Rakete, wo man links im Bild den Booster sehen kann, der bei der Abtrennung nicht wegschwenkt, sondern nochmal gegen die Rakete schlägt, was letztlich zum Startabbruch geführt hat. In dem Text ist zur Ursache, warum der Booster sich so verhalten hat, nur von einem verbogenen Sensor die Rede. Die Meldung bei Heise gibt den Roskosmos-Chef noch mit der Aussage wieder, dass der Schaden an einem falschen Werkzeug gelegen hätte. Und dann ist auf Twitter noch die Aussage an mir vorbeigeflogen, dass Roskosmos alle Booster nochmal auseinandernehmen will, um zu kontrollieren, dass sich nicht irgendwo schon der selbe Fehler eingeschlichen hat.

Und dann gibt es auch eine Zeitplanung, wann wieder Sojus-Rakete mit Sojus-Kapsel zur ISS fliegen soll: In einem Monat, Anfang Dezember. Damit kommt dann die nächste Besatzungshälfte an der ISS an, bevor die bisherige Besatzung die Station verlassen muss.

Spacedate

Es ist mal wieder Zeit für ein Update zur menschlichen Raumfahrt. Erstmal die positive Meldung: Hubble geht es wieder besser. Da haben wohl ein warmer Neustart (Gyroskop aus, und während das noch rotierte wieder einschalten, zusammen mit ein paar Verrenkungen des Satelliten dazu geführt, dass der gerade erst verstorbene Gyro wieder brauchbare Daten liefert.

Und dann die erwartete, aber trotzdem negative Meldung vom letzten Dienstag: Kepler ist der Treibstoff ausgegangen. Das hatte sich schon abgezeichnet, weshalb einer der Messläufe kürzlich schon mal abgekürzt worden war, um wenigstens die bis dahin gemessenen Daten noch nach Hause schicken zu können, aber es war klar, dass irgendwann die Tanks so leer wären, dass einem Steuerkommando keine Reaktion mehr folgen würde. Auf der positiven Seite befindet sich der Satellit nicht irgendwo, wo er stören würde, und so bestanten die letzten Missionsaktivitäten noch darin, die Computer anzuweisen, doch keinen Funkkontakt mehr zu halten und sich abzuschalten.

Das heißt nun nicht, dass nicht noch weitere Auswertungen der bereits erhaltenen Daten stattfänden, so dass auch auf absehbare Zeit immer noch neue Planeten aus den Kepler-Messdaten gefunden werden können. Da kommen eben nur keine neuen Messungen hinzu. Und irgendwann (ich weiß nur nicht, wann) wird NASA eine Nachfolgemission starten, wobei die Allwissende Müllhalde allwissend mitteilt, TESS wäre schon gestartet.

Space der Woche

Die vergangene Woche war nicht mit vielen positiven Meldungen aus dem Weltall versehen. Einerseits hat zwar Hayabusa2 die Landesonde Mascot erfolgreich abgesetzt, aber am Dienstag wurde bekannt, dass das Hubble-Teleskop im Safe Mode wäre, nachdem ein Gyroskop ausgefallen war. An sich wäre ein einzelnes Gyroskop kein riesiges Problem, aber so unheimlich viele funktionierende Gyros hat Hubble wohl nicht mehr und läuft schon länger in einem Modus mit nur noch zwei aktiven Gyros. Dass da einer ausfällt, ist nicht toll. Wobei die Betreiber von Hubble wohl ohnehin schon einen 1-Gyro-Modus entwickelt hatten. Der muss dann aber noch aktiviert werden.

Und dann war die größere Meldung am Donnerstag Vormittag, wo eigentlich eine Sojus-Rakete mit Sojus-Kapsel zur ISS starten und die zwei Herren des nächsten Besatzungsincrement befördern sollte. Da ist kurz nach der Trennung von der zweiten Stufe ein Problem aufgefallen, (irgendwas mit Boostern, hieß es), was einen Weiterflug in den Orbit verhindert hat, und die Sojus-Kapsel wurde daraufhin wieder zur Erde gelenkt. Auf der positiven Seite sind die beiden Passagiere zwar etwas ruppig gelandet, aber ohne auffällige Probleme angekommen. Weniger gut ist, dass jetzt erstmal geklärt werden muss, was Fehlerursache war, bevor ein Versuch gestartet werden kann, weitere Personen ins All zu befördern. Und auf der ISS waren die beiden Passagiere der Kapsel eigentlich erwartet worden. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie sehr die US-Berichterstatter jetzt in Panik sind, weil das ja hieße, dass auf JAhre keine Besatzung mehr zur ISS fliegen würde, und die Station wäre dann sofort dem Untergang geweiht. Wenn ich meinen russischsprachigen Kollegen richtig verstanden habe, gibt es bereits einen ersten Verdacht, was das Problem ausgelöst haben könte, und der würde auf einen Teil der Startrampe deuten. Wenn sich das bestätigen würde, dürfte ziemlich schnell ein Flug einer besatzungslosen Rakete (Plan ist da ohnehin der 31. Oktober) stattfinden können, und wenn da keine Anomalien passieren, könnte man noch schauen, wie sich das einplanen lässt, dass die jetzige ISS-Besatzung und die nächste Besatzungshälfte sich auf der ISS treffen können.

Insgesamt ist die ituation blöd, aber immerhin war das letzte ernsthafte Problem eienr Sojus auch schon im Jahr 1983, und davor 1975. Die Teile sind eben doch extrem robust. Und wenn jetzt schnell eine Fehlerursache ermittelt werden kann, kann es auch bald wieder weitergehen. Dass die Amis wegen der diversen Kriege, die George W finanzieren wollte, ihre eigenen Raumfähren beendet hat, stellt sich immer mal wieder als blöde Idee heraus. Übrigens hätten Shuttles aus Hubble nochmal helfen können, aber das erwähne ich hier nur nebenbei.

ISloch

Und dann gab es da noch die Geschichte neulich, wo der ISS Luft entwichen ist. Die Kontrollzentren am Boden haben das an einem Abend (ISS-Zeit) entdeckt, wobei der Luftabgang gering genug war, um die Crew da nicht sofort drauf anzusetzen. Am nächsten Tag hat die Besatzung dann rausgefunden, dass das Leck in der Sojus MS-09M war, und es auch gefunden. Das Foto, was ich davon gesehen habe, sah nicht nach einem Einschlag irgend eines Teilchens aus dem All aus, sondern schon eher wie ein Bohrloch, was genau da nicht hätte sein sollen. Immerhin hat das die Luft von innen nach außen entweichen lassen, was in luftarmer Umgebung keine geniale Idee ist. So ein Loch zu schließen ist im All dafür ziemlich einfach: Irgend eine luftdicht abschließende Fläche drauflegen, den Rest macht der Luftdruck.

Nun ist noch die Frage offen, wie und warum das Bohrloch da reingebohrt wurde. Und besonders, warum es nicht komplett wieder geschlossen wurde.

Weltraumeintritt

Schon länger war klar, dass eine chinesische Raumstation mit dem poetischen Namen Himmelspalast 1 irgendwann unkontrolliert in der Atmosphäre verglühen würde. In den letzten Wochen verdichtete sich die Vorhersage so weit, dass der Zeitpunkt auf das Osterwochenende eingegrenzt werden konnte. Und in der Nacht zu Montag war es soweit. Die Raumstation, die im Wesentlichen aus zwei bewohnbaren Modulen bestand, ist über dem Südpazifik zerstört worden. Wie bei anderen unkontrollierten Wiedereintritten, konnte vorher niemand sicherstellen, dass keine Personen gefährdet würden, aber nachdem in dem Gebiet, woe die Station weitgehend verglüht ist, ohnehin kaum Menschen leben hielt sich die Gefahr für die ohnehin in Grenzen. Dafür dürften jetzt besonders dichte Teile der früheren Raumstation auf dem Boden des Ozeans liegen.

Schwerer Falke

Gestern Abend (21:45 MEZ) ist eine lange ersehnte Rakete das erste Mal gestartet, und zwar der Falcon Heavy von SpaceX. Die 'Nutzlast' an Bord war weniger beeindruckend, weil das abgelegte Tesla-Auto des Firmenchefs hätte vermutlich auch eine Falcon 9 noch ohne große Probleme ins All befördern können. Darum ging es aber auch gar nicht.

Was SpaceX gemacht hat, ist im Prinzip drei Falcon 9 zusammen verbinden, alle drei ziemlich gleichzeitig starten (die äußeren mit 2 Sekunden Vorsprung vor dem Core) und abheben lassen. Oh, und natürlich nach erfolgreicher Abschaltung auch wieder landen. Was im Fall der äußeren Booster hieß, dass die beide völlig synchron gelandet sind, was zu diesem ikonischen Foto geführt hat. Ja, das ist ein Foto. Nein, es ist immer noch schwer zu glauben. Der Core-Booster sollte eigentlich auf einem Droneship landen, aber dabei ist relativ offensichtlich irgendwas schief gelaufen, wobei sich die Details während der Liveübertragung extrem in Grenzen gehalten haben. Aber von der Statistik her sind drei Raketenstarts und zwei erfolgreiche Landungen bei einem so noch nie geflogenen System schon mal keine schlechte Ausbeute.

Die Oberstufe und ihre 'Nutzlast' sind den Verlautbarungen nach erfolgreich im geplanten Erdorbit angelangt, aus dem die Nutzlast dann noch auf eine Bahn geschickt werden soll, die irgendwo in Richtung Mars zeigen würde. Ich gehe da naiv von aus, dass das auch schon klappen wird.

Aufgabe für SpaceX und deren Leute: Rausfinden, was mit dem Core-Booster und dessen Landung los war, und daraus lernen für die Zukunft. Und ich warte dann fasziniert auf den nächsten Start von drei Raketen, von denen zwei zeitgleich wieder landen. Dafür opfere ich dann auch freiwillig Schlaf.

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