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WWDNote

Letzten Montag war mal wieder Eröffnungsveranstaltung der jährlichen Apple-Entwicklerkonferenz. Dank Corona war das dieses Mal eine aufgezeichnete Vorführung, wo es etwas schneller voran ging als sonst. 

Zuerst hat Tim Cook mal die größten Themen der Gesellschaft angesprochen: Black Lives Matter und Corona. Dann ging es aber auch schon in die Technik, wo zuerst iOS (ja, es wird doch nicht wieder zu iPhoneOS umbenannt) dran war, mit ein paar Verbesserungen wie Today-Widgets, die unter iOS 14 auch auf Homescreens angezeigt werden können, und App-Organisation, die über mehrere Homescreens und Folder hinausgeht. Außerdem gibt es dann App Clips, wo bestimmte Funktionen von Apps separat verfügbar gemacht werden. Weniger spannend in der Präsentation: es gibt nen Bild-in-Bild-Videoplayer, der auch außerhalb seiner App spielt; an iMessage wird irgendwas geändert. Für die Präsentation nur nebenbei erwähnt: mit iOS 14 werden Standard-Apps änderbar für Mails und Browser.

Weiter ging es mit iPadOS, was zusätzlich zu iOS noch Sidebars, kleinere Meldung bei eingehenden Anrufen (auch iOS), eine universelle Suche, und Verbesserungen für den Stift bekommt. Inklusive Form- und Texterkennung.

Überraschend war danach die AirPods-Software, die bei AirPods Pro Raumklang bekommen soll, inklusive räumlicher Orientierung, wobei die Kopfhörer Bewegungen erfassen müssen.

Nächster Bereich war watchOS. Da kommt die Weitergabe von Watchfaces, mehrere Complications für einzelne Apps, Verbesserungen bei Karten, Schlafverfolgung (wie im März 2019 gerichtet), und die Uhren können Handwäschen messen und auf deren Dauer bestehen.

Als nächste Blöcke kamen Privacy, tvOS, HomeKit, die mich nicht interessiert haben, so dass ich erst bei macOS wieder mitgeschrieben habe. Es heißt Bug, äh, Big Sur. Innen ist es macOS 11.0, hat ein flaches Design (iOS 7 lässt grüßen), ist funktional unspannend, läuft aber zukünftig auch auf ARM ("Apple Silicon"). Da wechseln die Macs nämlich hin. 

Die Umstellung wird mit Universal binary ("Universal 2") und einer Übersetzung von Code vor deren Ausführung ("Rosetta 2") unterstützt. Irgendwas wird für Virtualisierung noch gemacht, und Entwickler können ein Developer Transition Kit bekommen, was ein Mac Mini mit A12Z-Chip ist. Erste ARM-Macs sollen zum Jahresende verfügbar werden, die Umstellung soll für neue Macs binnen zwei Jahren fertig werden, wobei Intel nicht schnell entfernt werden soll aus der Unterstützung. 

ARMac-hauptung

Eigentlich vermerke ich hier ja keine Gerüchte über die Obstfirma, aber dieses Gerücht will ich in Zukunft nochmal gegen die bis dahin eingetretene Realität prüfen: Bloomberg behauptet, Apple würde bei der (noch nicht begonnenen) Entwicklerkonferenz dieses Jahr den Umstieg der Macs zu ARM-CPUs ankündigen, die dann ab 2021 in Geräten erscheinen würden. Nun sind Gerüchte über einen Umstieg auf ARM-CPUs nicht neu und kursieren schon seit mehreren Jahren, aber einen Termin, zu dem so etwas angekündigt werden würde, hatte bisher noch niemand gerüchtet. Auf der anderen Seite sollte man bei Bloomberg nicht vergessen, dass die das Lügenmärchen vom Big Hack gelogen haben, und bis heute die Geschichte nicht zurückgerobbt haben.

Coronupdate

Am vergangen Mittwoch, dem 20. Mai haben Apple und Google zeitgleich ihre Updates für iPhone und Android-Geräte freigeschaltet, mit denen die Systemfunktionen für Kontaktnachverfolgung sich einfinden auf den Geräten. Jetzt ist der größte Haken noch, dass die Funktion, zumindest auf dem iPhone, nicht aktiv ist, solange es keine App dafür gibt. Aber die Regierung hat ja die Superexperten von SAP und Telekom damit beauftragt, da kann es sich nur noch um Jahrzehnte handeln, bis eine erste App den Weg in die Öffentlichkeit findet...

UMTende

Meldungen aus der Ecke 'angedeutet war das schon': Nach Vodafone haben nun auch Telekom und Telefonica angekündigt, wann sie ihre UMTS-Versorgung beenden wollen. Die Reihenfolge, die sich damit abzeichnet ist die, dass zuerst Vodafone das UMTS-Netz abschaltet bis 30. Juni 2021, dann Telekom bis irgendwann "Ende 2021" und Telefonica will "bis spätestens 2022" auf Nachfolge-Technologien setzen. Was ich da ja erwarte: Dass die Netzbetreiber spätestens mit der Abschaltung von UMTS den Zugang zu LTE nicht mehr auf Vertragsebene ausschließen, sondern allen zahlenden Kunden ermöglichen. Und es macht dann auch keinen Sinn, wenn für Telefonate auf das GSM-Netz runtergefallen werden muss, also VoiceOverLTE (beziehungsweise -5G, sofern das was eigenes sein soll) auch in allen Zugängen aktiviert wird. Aber wie ich die Netzbetreiber einschätze, werden die genau solche Schritte nicht von selbst gehen. Das wäre ja sonst sinnvoll.

Big MacBook Pro

Dann hat mich mal wieder eine Idee zu einer größeren Anschaffung motiviert. Und zwar sieht es nicht akut so aus, als wären die neuen 13-Zoll-MacBook Pro in ihrer größeren Ausbaustufe (4 Ports, 512GB SSD) in der näheren Zukunft irgendwo erhältlich. Mal ganz davon abgesehen, dass die 13-Zoll-Geräte ja nicht das Redesign haben, was Apple vor einem halben Jahr beim Schritt vom 15 zum 16-Zoll-Modell vollzogen hat. Da schlich also die Idee in meinem Schädel rum, doch mal über so ein 16er zu meditieren. Ergebnis: Ein 16er mit 1TB SSD, 16 GB RAM und dicker i9-CPU steckte als verfügbar im Gravis in der Liste. Und da lustigerweise sogar ein paar zig Euro unter dem Preis, den Apple für das Modell in einem seiner Läden nehmen würde.

Ich habe mich dann mit meinem Etat beraten, und der ließ wissen, dass das ginge. Dann war noch die Frage nach der Logistik, wozu sich die Idee materialisierte, dass ich dank Urlaub doch hinreichend Zeit hätte, und so war ich also heute schon wieder beim Gravis, habe nicht ganz 3200 Euro für den Rechner und ein zusätzliches Netzteil (für OP-Checkliste) dagelassen.

Für die Einrichtung von dem Rechner habe ich aus dem letzten Rechner gelernt, und ihn zuerst mal direkt an den Strom gehängt, damit er nicht mit fast leerem Akku kämpfen muss, während ich noch eine Weile draußen war. Dann bei der Einrichtung hat der Wizard nicht behauptet, in meinem WLAN sei kein Internet erreichbar, aber als es darum ging, vor der Migration der TimeMachine-Daten erst ein Update zu installieren, hat er das nur runtergeladen und sich einen Reboot gewünscht, bei dem er nichts installiert hat. Kopiert hatte er aber auch nichts. Und so durfte ich mir nach Einrichtung eines Users (den ich nicht brauchte) erst das Update installiert, weil der Migrationsassistent nämlich auch dann noch darauf bestand, das runtergeladene Update nicht zu installieren, bevor er die Daten kopieren würde. Und danach ließ sich der Migrationsassistent überreden, doch die Daten zu kopieren.

Einziger Haken bisher: Für das TimeMachine-Backup wollte er mal wieder rund 500 GB kopieren, die aber nicht auf der externen TB-SSD Platz hätten. Ich habe dann die einfachste Lösung gewählt, und das Volume einmal neu angelegt, wobei ich den Verlust älterer backups hingenommen habe.

Dafür ist das Display riiiiiiieeeeeeesig. Ich kann dann auch verstehen, warum man HD-Videos sehen wollen kann. Und jetzt hoffe ich, dass ich mit dem Rechner eine Weile leben kann, wenn die CPU-Transition irgendwann kommt, und vermutlich erstmal schmerzhaft wird.

WWDmin

Meldung aus der 'da fehlte nur noch ein Datum'-Ecke: Apple wird dieses Jahr die jährliche Entwicklerkonferenz ab dem 22. Juni abhalten. Nachdem die nur online stattfindet, wird es keine Eintrittskarten, Reisepläne oder sonst irgendwas davor benötigen. Wenn sich die Veranstaltung grundsätzlich an das bekannte Format halten sollte, dürfte am ersten Tag auch eine Präsentation für die gesamte Öffentlichkeit stattfinden, bei der die größten Features der neuen Software-Versionen angekündigt werden.

Macfolger

Eine Meldung aus der 'da hab ich mit gerechnet, wenn auch nicht so früh'-Ecke: Apple hat per Pressemitteilung das MacBook Pro 13 aktualisiert. Da ist dann auch die neue Tastatur drinnen, die weniger schlimm sein soll als deren Vorgängerin, ansonsten soll mehr Rumms oro Preis dabei sein, wobei mich jetzt nicht akut anspringt, wo da die konkreten Verbesserungen sind, aber ich habe auch nur oberflächlich verglichen.

Die Ankündigung kommt nur zehn Tage, nachdem ich mir gerade das zu dem Zeitpunkt noch nicht veraltete MacBook Pro als Ersatz für das gleoiche Modell mit dem Anzeige-Ausfall zugelegt habe. Ich packe den neuen Rechner aber trotzdem auf meine Wunschliste für einen der OP'schen Jahrestage, weil wenn es doch noch einen Intel-Mac mit guter Tastatur gibt, erfüllt der wirklich alle Kriterien, die ich an ihn gestellt habe. Und im Juni wird der ganze Ärger mit dem Auge ja zehn, da kann ich auch ruhig etwas Größeres nehmen für.

Mac-Lösung

Es ist an der Zeit zu vermelden: Habemus computem.

Und zwar fiel mir gestern Abend noch ein, dass doch angeblich Gravis wieder Läden geöffnet habe, und ich doch ganz früher mal da auch Macs gekauft habe. Die Idee, dass ich das MacBook Pro mit ohne funktionierendem Display dadurch lösen könnte, dass ich mir noch so eins kaufe, hatte ich schon vorher. Also habe ich die Modellnummer mal in das Suchfeld bei Gravis eingegeben, und festgestellt, dass die dieses Gerät haben, und sogar in der Niederlassung in hamburg, bei der Uni.

Mit der Idee sollte sich dann nachts das Unterbewusstsein rumschlagen, was es irgendwie nicht gemacht hat. Also hatte ich die Frage den Tag über im Kopf, und mich letztlich dafür entschieden, zur Ladenöffnung am Nachmittag (Gravis hat jetzt nur zwei Stunden 10-12 und 15-17 Uhr offen) zu nutzen. Gedacht, getan. Wenn man von einem bockigen iPhone 11 Pro Max absieht, was hart abgestürzt ist, und nur noch gekringelt hat unterwegs, bin ich mit bummelig 2150 Euro weniger raus als reingegangen, aber hatte ein neues Rechengerät.

Die Einrichtung war an einigen Stellen unnötig schwer, weil so ein Mac mit leerem Akku nicht startet, der Setup-Assistent kein Internet gefunden haben wollte, mir aber auch keine Optionen zum rumfummeln geben wollte, und ich dann blind das Backup von der SSD reingespült habe. Das 10.5.1 auf 10.15.4 aufzurüsten war dann eine eher kleine Übung. Und jetzt habe ich immerhin wieder einen Mac mit funktionierendem Display.

Zoom zoomt weiter

Meldung aus der 'die haben wirklich nichts gelernt'-Ecke: Zoom meldet, dass zahlende Kunden sich aussuchen können, wo deren Daten so langgeschickt werden. Wer nicht zahlt, dem kann passieren, dass schattige Gestalten aus (wo kommt die Firma her?) ein bisschen mehr sehen, als unbedingt sinnig wäre. Apropos: Im Dunkelnetz sind wohl mal eben ein paar Anmeldedaten von Zoom aufgetaucht. Sind bestimmt entlaufen. Kann ja mal passieren.

Sidecar hilft

Neues vom grafisch unterversorgten Rechner: Gestern Abend fiel mir Sidecar ein, also die Funktion, die Apple mit dem neuesten Mac-Betriebssystem eingebaut hat, wo ein Mac ein iPad als (zusätzliches) Display nutzen kann. Ich hatte ohnehin ein iPad Pro 12, was keine akute Aufgabe hatte. Die Einrichtung davon ist nicht extrem schwer, und anfangs hatte ich erstmal eine ziemlich niedrige (großpixelige) Auflösung. Eben gerade habe ich die Geräte mal sorum aktiviert, dass das iPad zuerst aktiv war, da hat der Mac das nach wenigen Sekunden (reichte noch für Display-Ausfall) als Display geschnappt hat.

Ergo: Ich bin vom Fehler zwar immer noch entgeistert, aber habe zumindest eine Kombination aus Geräten, die man einsetzen kann.

Ungrafik-Mac

Das hatte ich so auch noch nicht: mein MacBook Pro hat einen Fehler entwickelt: und zwar zeigt das nur noch eine Reihe Pixel an. Es sei denn, es wurde gerade aufgeklappt, oder es spielt ein Video ab. Wobei entweder die Fenstergröße oder die App, die das tut relevant zu sein scheint. VLC hinter Firefox hilft nicht, iina ging auch schon im Hintergrund. 

so ganz neu ist der Fehler nicht, vor ein paar Wochen fiel an einem Sonntag auch schon mal größeres Geflackert von unten im Bild auf. Mehrere harte Reboots haben da nicht geholfen, dann war der Fehler aber doch wieder weg. 

 Ich hab dann mal testweise mein älteres MacBook Air reaktiviert, und das fühlt sich mit dem MbP als Ausgangslage extrem lahm an. Hoffe ich noch, dass der schnellere Rechner sich wieder fangen möge. Screensaver hat gerade nichts gebracht

Zoomzoom

Und dann fiel schon wieder die Firma Zoom negativ auf, die zuletzt mit einem versteckten lokalen Webserver bei der Mac-Software eine Angriffsfläche aufgemacht hatte. Die erste Meldung zu Zoom aus dieser Nachrichtenrunde, war die, dass deren iOS-App irgendwas an Facebook geschickt hat, weil...? Dann kam ein Bericht dazu raus, wie der Installer die Installation ohne extra Berechtigungsabfragen die Installation macht. Dabei ist dann ein Stück Programm aufgefallen, was die Software irgendwo abgeworfen hat, und was mit Root-Rechten lief, und dann per Parameter andere Aktionen aufgerufen hat. Das sah dann alles schon ziemlich wie Malware aus. Aber im Moment sind Videokonferenzen in bestimmten Kreisen total beliebt. Dann hat der Ex-Nasi- Schnüffler Wardle noch nachgesehen und gleich mehrere fiese Sicherheitslöcher ausgegraben. Neuster Brüller: Ein Schrieb vom Zoom-CEO, in dem der versucht zu begründen, warum deren Software so ranzig ist: Die hätten sich halt an Firmen gerichtet, nicht an Privatpersonen. Und jetzt würden sie mal Features nicht weiter bauen, sondern ihre Spezialexperten Sicherheit basteln lassen. Ich hab da so ungefähr null Vertrauen, dass die Software auch nur ansatzweise sicher werden könnte. Von daher: Nein, danke.

Applodukte

Vor einer Woche hat Apple etwas getan, was die Firma auch ein Jahr früher schonmal gezeigt hatte: neue Hardware per Pressemitteilungen rausbringen. Konkret sind das ein aktualisiertes MacBook Air und neue iPad Pro in beiden Größen (11 und 12,9) die jetzt nicht nur Kameras (erinnern so ein bisschen an die iPhones 11 Pro) haben, sondern gleich noch LIDAR-Sensoren dazu bekommen. Bestellbar wären die sofort, in den Läden wären sie vermutlich auch gleich zu haben, was nur niemand nachsehen kann, weil die Läden außerhalb Festlandchinas alle geschlossen sind. Immerhin versteckt sich in der Pressemeldung auch eine Fußnote, dass das Betriebssystem-Update iPadOS (und vermutlich ebenfalls iOS und watchOS am 24. rauskommen soll. Was bisher nicht klar erkennbar war. Auch neu kommt dann (irgendwann im Mai) noch ein Tastaturcase mit Trackpad raus, was auf den bisherigen iPad Pro auch funktionieren soll.

MS Ginpm

Mir ist mal nach einer nicht-Corona-Meldung, also muss ich bei den Nachrichten in die IT-Ecke gehen. Da verkündet MS Github (ein Unternehmen von Microsoft) sich den node packet manager als Firma gekauft zu haben. Eine fundierte Begründung dafür ist mir nicht begegnet. Kann also sein, dass es 'Firmen kaufen andere Firmen, weil man das halt soch macht' ist.

SMBloch

Während der Corona-Virus weiter Verbreitung findet, meldete sich vor einer Woche Microsoft mit einer Sicherheitswarnung. Und zwar sei der Firma ein Sicherheitsloch in SMBv3 bekannt, über das Code aus der Ferne ausgeführt werden könne. Einen Patch dafür gab es nicht, lediglich eine Registry-Einstellung, die helfen können soll. Mir sind zwar nicht sofort Berichte über Würmer begegnet, die das Loch nutzen würden, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.
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