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Tensio in langweilig ist gut

Es gibt so Termine, bei denen langweilig besser ist als jede Alternative. Die Druckmessungen am Auge alle drei Monate sind da ein gutes Beispiel. Heute hatte ich wieder einen, wobei auf dem Weg dahin die S- und U-Bahn weniger kooperativ waren. Statt der geplanten 30 Minuten Fahrtzeit war ich eher 45 unterwegs. Dank Plan mit Puffer war das aber nicht so schlimm. In der Praxis war es eigentlich leer, aber es waren doch noch andere Leute da. Druck ist mit 14 rechts und 18 links nicht außerhalb der erlaubten Bereiche gelandet. Ein Rezept und einen Termin für den Fundus September (mit dem Urlaub geht das auch ein paar Tage früher) später ist der Termin wieder fertig. Langweilig, aber okay. 

UnlimiT

Am 28. gab es mal eine positive Überraschung von der Telekom: Und zwar mailt mir die Firma, dass mein Vertrag ab dem Monatswechsel zum selben Preis unbegrenztes Datenvolumen bekäme. Ein Blick in die 'MeinMagenta'-App verriet, dass das einfach schon gilt. Warum auch nicht, so viel Volumen kann ich in den verbleibenden Stunden des Februar ohnehin kaum nutzen. Mir ist so unbegrenztes Datenvolumen ja mehr als Recht, wo ich doch manchmal unterwegs ein bisschen was an Daten verbraten will, und die OP-Checkliste grinst ganz verschmitzt in ihrer Ecke. Ja, für so etwas wäre das auch gut.
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Tensiomin

Mein Wartungsintervall vom Auge ist mal wieder abgelaufen und so war ich wieder mal in der Arztpraxis. Die Voruntersuchung im alten Wartezimmer war unspektakulär: Visus rechts kommt auf 1,0 links versucht man eh nicht. NCT hat Druck 20 und 21 behautet. Bei der Ärztin kam rechts auf 16, links auf 18. Das Öl tut mir den Gefallen, nicht aufzufallen, obwohl es mit 10 Jahren deutlich länger hält als die Anleitungen erwarten lassen. Ergo: passt. Neues Rezept, Termin für in 3 Monaten. 

Zehn Jahre OP-frei

Wenn dieser Text veröffentlicht wird, liegt meine letzte OP schon zehn Jahre zurück. Das Auge hat dabei im Wesentlichen kaum Verbesserungen erlebt, dafür eine Reihe von Verschlechterungen. Gut, in der ersten Zeit gab es so spannende Erlebnisse wie Fäden ziehen (nicht schön, aber ich hatte Schlimemres befürchtet), der Nachstar-Laser (war nicht so spektakulär). Dass das Auge innerhalb eines Wartungszyklus von drei Monaten ziemlich stark in Richtung Kurzsichtigkeit (wenn's das denn ist) abgerutscht ist, hatte ich ja direkt bei der Ärztin angesprochen, das war kein akutes Problem. Bis auf die Sehfähigkeit von eben dem Auge. Und dann war da noch 2018 die fiese Druckexkursion, mit der das Auge von einem DuoTrav pro Tag auf den DuoTrav plus drei Dorzolamid gesetzt wurde. Immerhin ist der Druck seitdem nicht wieder auffällig gewesen. Zu niedrig gibt es ja nicht. Hatte das Auge auch mal ausprobiert, wo es nur hieß, dass da ja nicht mehr viel weniger möglich wäre. Passte. So langsam habe ich ja die Hoffnung, dass die wenigen Überraschungen vielleicht bedeuten könnten, dass das Auge sich jetzt nicht mehr verschlechtern will, aber dann könnte sich das Auge herausgefordert fühlen, und mit irgend etwas Unerwarteten aufwarten. Und das muss auch nciht sein. Von daher ist das dann auch nur ein Jahrestag, der nur deswegen auffällt, weil die Jahreszahl eben so rund ist.

Strafgeld

Die Geschichte ist dann auch mal weitergegangen. Und zwar durch einen Brief vom örtlichen Amtsgericht, wo mir ein Strafbefehl über 40 Tagessätze je 30 Euro strafbefohlen wird, weil mein Tweet jetzt doch eine Verleumdung gewesen wäre. Immerhin hätte sich durch meine geschilderte Wahrnehmung der Gewalt durch (allem Anschein nach) Polizeibedienstete der Eindruck ergeben, das wäre rechtswidrig gewesen, was es aber auf gar keinen Fall gewesen wäre. Aha. Immerhin: In dem Brief stand dann auch, wo ich das Geld hin überweisen dürfe, womit die Geschichte sich dann hoffentlich ihrem Ende zuführt. Für mich bleibt die Erkenntnis, dass Gewalt durch die Polizei Immer Richtig ist (selbst, wenn sie es nicht sein sollte, siehe Stuttgart, wo Gerichte festgestellt haben, dass die Wasserwerfer, die einem Mann die Augen rausgeschossen haben, nicht legal waren, gibt es keine Konsequenzen für irgendwen) und wenn die Polizei fragt, ob man irgendwas gesehen hätte, ist es besser, wenn man nichts gesehen hat. Denn eine Wahrnehmung öffentlich darstellen, kostet mal eben 40 Tagessätze. Nichts wahrnehmen ist günstiger.

Ich überlege jetzt noch, ob ich morgen noch bei dem Gericht anrufe, ob die mir den Eingang der Zahlung noch bestätigen, sonst kommt schlimmstenfalls noch jemand auf die Idee, mit Gerichtsvollzieher anzutreten, oder mit anderen Maßnahmen zu drohen.

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Boostimpf

Heute gibt es mal eine Überraschung: Ich habe schon eine dritte Impfung bekommen. Und das kam so: Die Politik verschleppt ja gerade die Impfkampagne, und vor allem hier in der Stadt sind zwar städtische Angebote jeden Tag verfügbar, aber da gibt es Drittimpfungen frühestens sechs Monate nach der zweiten Impfung. Für eine Omikron-Welle, mit der seriöse Virologen in den nächsten paar Wochen rechnen (und die sich mit etwas Pech gerade in den täglich wieder steigenden Zahlen an Infektionen schon versteckt), wäre das mir viel zu spät. Vor allem, wo Moderna bei Omikron nicht so gut zu wirken scheint wie Biontech. Da schwappte mir auf Twitter ein Link vorbei, dass bei einem Jugendzentrum in Landungsbrücken eine Impfgelegenheit offen hätte, die bereits nach vier Monaten boostern würde, jeden Tag geöffnet hätte, und nur Krankenkassenkarte, Ausweis, und Impfbuch braucht (letzteres habe ich ja immer noch nicht, aber okay). Hab ich mir das vorgemerkt, und für heute nach Podcast und Wäsche auf den Plan gepackt. Und so bin ich nach Landungsbrücken gefahren, habe erst eine Weile gebraucht, bis ich einen Weg gefunden habe, wie ich zu der Adresse gelange (nein, Apple Maps, an dem relativ steilen Stück Wand komme ich nicht hoch). Da hingen auch Zettel, 'Eingang Impfen, da lang' und es standen einige Leute auf der Treppe an.

Okay, Impf-Eingang gefunden. Stell ich mich hin. Kurz danach ging es auch gleich ein ganzes Stück weiter, weil wohl immer eine größere Gruppe ins Gebäude gelassen wurde. Nochmal gewartet, dann durfte ich mit anderen rein. Im Gebäude wurde schnell klar, dass das keine kleine Aktion ist. Zwei Helferinnen haben Anamnese-Bögen erst verteilt (Alter, und wie vielte Impfung, entschied darüber, welchen Impfstoff man bekommt), dann Bögen ausfüllen (nein, ich hab keine Probleme mit den Impfungen gehabt, Datümer kann ich aus dem Kopf), und dann durfte ich in der nächsten Warteschlange anstehen. Die endet in einem Wartezimmer, von wo man einzeln aufgerufen wird, in einem eher überfüllt wirkenden Raum gab es dann nen Mediziner (Arzt, Pfleger, hab ich nicht gefragt, ist auch nicht wichtig), der mir die Spritze gesetzt hat, Pflaster drauf, und dann noch die 15 Minuten wieder im großen Saal warten, wo jemand Musik angemacht hatte. fancy. Und dann war ich nach ner knappen Stunde fertig. Inzwischen hat die Stelle an der Schulter wieder die bekannten Schmerzen rund um die Injektionsstelle entwickelt. Ach ja: Nach der Impfung fragte der Mediziner mich nach Impfbuch, was ich ja nicht habe. Gab mir also ein neues, hat da den Aufkleber mit der Chargennummer reingeklebt. Das digitale Zertifikat durfte ich mir dann noch in der Apotheke generieren lassen, wo ich dann erst informiert wurde, dass die beiden Impfungen davor aber noch nachgetragen werden müssten.

So, jetzt darf sich mein Immunsystem wieder auf die Spike-Proteine stürzen, und sich mal wundern, wie die schon wieder in den Körper gelangt sind. Vielleicht sollte man sich doch etwas breitbandiger aufstellen bei der Abwehr? Und wenn dann Omikron vorbei kommt, ist das Immunsystem zumindest so gut vorbereitet, wie ich es jetzt hinbekomme.

Augenwart

Alle drei Monate ist das Auge ja zur Kontrolle gemeldet. So auch heute. Ich war dann etwas früher in der Praxis, weil es ja besser ist als zu spät zu sein, habe die Empfehlung von FFP2-Maske eingehalten und durfte dann noch schnell zur Voruntersuchung, wo aber nur Visus rechts lief (1,0. Wie erwartet.). Und dann hat es lange gedauert, bis ich erst im Wartebereich Platz nehmen durfte, und dachte, dann wenigstens als Nächstes dran zu kommen. Aber die Ärztin hat dann doch die ältere Patientin vorgezogen, deren Augen noch getropft wurden. Als ich dann doch dran kam, ging es schnell: Kommentarlos hat sie beide Augen beguckt, und dann Druck gemessen: rechts 16, links 15. Ich hab noch auf dem Rezept bestanden, und dann einen Termin für 3.3. zusätzlich bekommen. Jetzt habe ich einen verspäteten Bus, während es dunkel wird. Immerhin besser als vor zehn Jahren, wo ich am 1.12. mit Überweisung zur Ambulanz da stand, aus der eine OP wurde. 

Beleihäh?

Und dann war da gerade in meinem Briefkasten ein Brief der Polizei. Ziemlich dick, ich habe erstmal nachgesehen, ob der nicht versehentlich jemand anders meint, aber, ja, der ist an mich gerichtet. Ich hätte da einen Polizisten aus Wuppertal beleidigt, steht da. Wuppertal? Da war ich nie. Ach, in diesem Internetz. Weil ich hätte da einen ehrverletzenden Tweet abgesetzt. Der dann auch zitiert wird. Hmm, doch, da war mal was. Okay. Und das soll eine Beleidigung gewesen sein? Die der namentlich benannte Polizist auch wahrgenommen hätte? Ich bin mir da nicht so ganz sicher. Aber, okay. Ja, der Tweet ist von mir. Wenn's dafür Strafe geben soll, dann ist das wohl so. Wollte ich eben schon telefonisch erklären, aber unter der Nummer auf dem Briefkopf ging niemand mehr ran. Dann also nicht heute. Ich bin dann mal mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Update: Ich hab den Tweet dann doch gefunden. Das Datum war in dem Schreiben völlig falsch. Und der Tweet ging nicht nur an den UnionWatch-Account, sondern auch einen der NRW-Polizei. Damit ist dann auch eher möglich, dass sich da jemand beleidigt fühlen könnte. Ich hab den dann mal gelöscht. Damit sich niemand weiter beleidigt fühlen muss.

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Fundus September 2021

Heute stand mein jährlicher Kontroll-Termin mit dem beidseitigen Augenhintergrund an. Dafür durfte ich noch vor der offiziellen Öffnungszeit in der Augenarzt-Praxis einschlagen. Im Urlaub geht das. Voruntersuchung war nicht, weil die Druck nur kontaktlos messen könnte, was bei mir nicht klappt. Also einmal kurz bei der Ärztin Druck messen (15 und 15), dann Augen großtropfen. Fundus ist auch okay. Rezept, und nächster Termin. Und jetzt sehe ich nicht viel. Und finde es zu sonnig. 

Onlyfails

Und dann war da noch die Geschichte einer Firma Onlyfans, die als Plattform für Nutzergenerierte Inhalte mir vor allem im Bereich 'Menschen zeigen viel von ihrem Körper, wofür andere Menschen bereit sind, Geld dazulassen' aufgefallen ist. Oder kurz: pronöses Material, wobei die, die da etwas zeigen, erwachsen sind, von niemandem dazu gezwungen werden, aber mit dem Geld schon was anfangen können. Also eigentlich genau die Art einvernehmlicher Bilder/Videos/live geströmter Videos, die kein juristisches Problem für die Beteiligten darstellen sollte. Mit einer Ausnahme: Die Plattform wollte sich irgendwo anders auch noch Geld reinholen, und kündigte an, dass dann aber jegliche Nacktheit verschwinden müsse. Was jetzt für eine Plattform, die gerade dafür bekannt ist, eher nicht so schlau ist. Eine Woche später hat Onlyfails dann angekündigt, diejenigen Pubilierenden doch nicht verscheuchen zu wollen, die Nacktheit zeigen. Weil, äh, ist denen aufgefallen, dass sie schließen können, wenn sie die größte Gruppe der Veröffentlichenden aussperren? Oder ist eine Geldquelle abgesprungen? Jedenfalls hat sich im Netz bereits das ereignet, was vor Schließungen von Plattformen immer irgendwann passiert: Es haben sich Alternativen entwickelt. Vielelicht waren die schon vorher da, nur eben nicht so bekannt, aber jedenfalls dürften einige früher bei Onlyfails veröffentlichende Personen schon weg sein, und auch eher keinen akuten Anreiz haben, doch nicht zu Alternativen zu wechseln. Mit Leuten, di sich das ansehen (und dafür bezahlen) wollen, dürfte es sich ähnlich verhalten. Oder anders ausgedrückt: Das war dumm.
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Darmsthäh?

Letzten Montag Abend gab es Meldungen, dass irgendwas in Darmstadt los war, und die Polizei Leute gesucht hat, die in einer bestimmten Zeit in der TU Darmstadt unterwegs gewesen wären, weil die vergiftet worden sein könnten. Da hat wohl irgendwer irgendwas mit irgend einem Gift gemacht, wobei die Nachrichtenlage da auch am Dienstag Nachmittag noch sehr undeutlich ist. Nach der im Nawalny-Dunstkreis vorgelegten Spreche der Bundesregier erwarte ich, dass Regentin Angela sämtliche Fragen in dem Umfeld gefälligst sofort zu beantworten habe, weil ja völlig klar ist, dass sie ohnehin an allem Schuld sein muss.
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Zweitimpfung

Die sechs Wochen nach meiner ersten Impfung sind endlich abgelaufen, und so durfte ich heute wieder ins Impfzentrum. Ein paar Änderungen gab es: erstmal hatte ich keinen Rucksack dabei (hätte ich eh nicht gebraucht), dafür eine große Umhängetasche (die aber bei der Taschenkontrolle nicht lange brauchte), dann gab es am Eingang gleich eine Cola mit der Aussage, die leere Flasche einfach in einen der zahlreichen Kästen zu deponieren. Im Zentrum selbst war der Weg insofern einfacher, als ich das Verfahren schon kannte. Anmeldung am Schalter (dieses Mal kam ein Arzt gleich dort an), Impfung dahinter, und dann die 15 Minuten warten, falls das Immunsystem doch irgendwie überreagieren würde. Der Weg zur Abmeldung war da noch relativ lange, weil in meinem Bereich (Cluster A) einer der Kopierer streikte und so nur zwei Impflinge ihre Unterlagen kopiert bekommen konnten zur Zeit. Auch den Ausgang finden war einfacher, weil ich ja wusste, dass ich die Halle praktisch ganz umrunden musste. Und dann war da noch der GDL-Streik, der dafür gesorgt hat, dass ich noch zehn Minuten mehr auf einen Zug warten musste als normal. Und jetzt darf ich mich langsam darauf einstellen, dem Virus keine ernsthafte Angriffsfläche mehr zu bieten. Fück Côrøn?. 
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Leverkuxplosion

Letzten Dienstag, so gegen 09:40 ist in Leverkusen auf dem Gelände eienr Chemiefirma irgendwas ziemllich deutlich explodiert. Aufgefallen ist das vor allem durch eine dichte, schwarze Rauchwolke, die sich über dem Gebiet ausgebreitet hat. Auf die Schnelle wurde nicht bekannt, was da überhaupt explodiert ist, wie es dazu gekommen wäre (der Russe ist aber bestimmt Schuld, oder?), wie es mit Schäden an Personen (einige Stunden später wurde ein Toter und vier weitere vermisste Personen gemeldet, wobei die Vermissten dann wohl doch nicht mehr lebend aus der Gegend gekommen sind) oder an Gegenständen (mindestens das Ding, was da explodiert ist, ist hin) aussähe, hielten sich die Medien erstmal zurück.
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Kaufstronauten

Nicht-wirklich-Meldungen der vergangenen Wochen: zwei reiche, weiße, alte Männer haben sich einen Wettkampf geliefert, wer am meisten zu kompensieren hat, und "Artronaut" werden könnte. Konkret hat erst Richard Sohn-von-Bran, äh, Branson mit seiner Firma Virgin Spaceflight einen superteuren Flug auf rund 80 km Höhe hingelegt, und sich danach als Raumfahrer tituliert. Und ein paar Tage später hat Jeff 'Ausbeuter' Bezos eine penisförmige Rakete genutzt, um einen minimalen Ausflug auf irgendwas über 100 km zu absolvieren, aber sofort wieder zu landen. Mit praktischer Raumfahrt hat beides aber nicht viel zu tun. Erstens sind schon in den frühen 60ern Menschen in einem Orbit um die Erde geflogen (Gargarin, wissenschon). Zweitens ist bei beiden Flügen mehr Propaganda gewesen als irgendwas, wovon der Rest der Menschheit auch etwas hat. Und drittens ist es mir völlig egal, wer von den Sackpfeifen wann in welcher Höhe war. Im Vergleich der Raumflugfähigkeiten muss man auch immer den Musk erwähnen, dessen Firma SpaceX immerhin inzwischen so oft Satelliten in einen erdnahen Orbit bringt (und die Unterstufe reproduzierbar landet), dass es auffällt, wenn da mal irgendwas schief geht. Nein, als Person ist der Musk wohl nicht die sympathischste Gestalt, aber wahrscheinlich sind auch Branson und Bezos ziemlich gewöhnungsbedürftige Figuren.

Erstimpfung

Und dann war heute ja der Impftermin, den ich am Montag reservieren konnte. 11:45 bis 12:00 stand in Mail und Kalendereintrag. Ich kannte den Weg vom Büro zum Impfzentrum nicht, von daher hab ich da lieber mehr Zeitpuffer mitgenommen, als ich raus bin, mit S3 zum Hauptbahnhof gefahren (wo der Fahrer eine Ansage gemacht hat, dass wegen Baustellen keine Züge auch nur in Richtung Sternschanze fahren würden (das Display im Hauptbahnhof meldetete, dass die S21 sehr wohl genau bis Sternschanze fahren würde, ansonsten aber keine Züge. Bin ich in den Zug also rein, zwei Haltestellen gefahren, und sSternschanze ausgestiegen. Das erste, was mir da auffiehl: Keine dicken Wegweiser in Richtung Impfzentrum. Hätte ich nicht vorher mehrere Karten befragt, wäre ich da leicht aufgeschmissen gewesen. Immerhin stand vor der Haltestelle eine Person, die eigentlich zum S-Bahn-Ersatzbus hinweisen sollte, meine Frage nach dem Weg zum Impfzentrum aber beantworten konnte: Die ominöse <unterführung gäbe es wirklich, die unter den Gleisen langführe. Da gab es dann auch ein erstes Schild, was den Weg zum Impfzentrum angedeutet hat. Da war es dann nicht ganz trivial den eigentlichen Eingang zu finden. Eine Kontrolle der Einladung (andere Leute hatten da Papier, ich hatte die Mail und den Kalendereintrag auf dem handy), eine Taschenkontrolle, ob man Messer oder so dabei hätte (das eine Taschenmesser in einer der Taschen hat sich aber gut versteckt), ging es in die eigentliche Halle, wo am Eingang sortiert wurde: Entweder stand in der Einladung ein Impfstoff, oder man bekäme BionTech. Ich konnte in der Mail auf modeRNA verweisen, und durfte in die Reihe B1 (später als Cluster bezeichnet), wo so lästige Besucherumleitungsbänder den Weg noch verlängert haben, bis es an einen Punkt kam, wo danach mehrere Anmelde-kabinen standen. Imemr, wenn eine frei wurde, durfte sich jemand hinbegeben. Da wurden dann kurz die Personalien aus dem Ausweis abgetippt, der Drucker hat eine Reihe Seiten Papier rausgelassen, und dann hätte sich ein Arzt einfinden sollen (kam aber keiner, ich durfte dann an der Seite vorbei in einen Wartebereich, wo ich auf Tür Numemr 7 warten sollte. Die anderen Warteplätze leerten sich langsam, dann schaute aus Tür 7 eine Ärztin und bat mich herein. Es folge eine Anamnese, wo ich mit Antworten auf zwei Fragen verwirrt habe: Ob ich chroniesche Erkrankungen hätte (hust, Shunt. Husthust, das Auge), und ob ich Allergien hätte (ja, gegen alles, was fliegt, aber keine Medikamentenallergien, die da eigentlich interessieren). Noch eien Reihe Unterschriften, dann durfte ich einen Arm frei machen, und bekam da eine Spritze in den Muskel (hat weniger akut wehgetan als so manche andere Injektion). Dann musste ich meine Sachen (3 Taschen, jacke, Hemd und Rucksack (das ist beim nächsten Mal noch besser zu lösen)) mitnehmen, und kam in den 15 Minuten rumsitzen-Bereich. Da wurde mir ein Wasserbecher angeboten, für den ich sogar kurz die Maske lüften durfte. In einem benachbarten Bereich muss jemand da umgekippt sein, jedenfalls war durch eine Tür zu sehen, wie der erst am Boden lag, sich reichlich Personal um ihn bemühte, und er dann auf einer Liege saß. Mir ist da nichts passiert, und ich durfte nach den 15 Minuten zur Abmeldung, wo mir der Stapel Papiere noch kopiert und zusammengeheftet wurde, nachdem mein name mit meinem Ausweis nochmal abgeglichen wurde. Danach musste ich noch etwas suchen, bis der Weg mich an der Hallenwand zum Ausgang geführt hat, wo ich dann wieder den Weg zur S-Bahn suchen durfte.

Alles zusammen hat das Zentrum mich bummelig ne Stunde beschäftigt, mit Hin- und Rückweg rund 90 Minuten. Eine Impfwirkung hat sich auch ziemlich schnell eingestellt, die linke Schulter fühlt sich an wie Muskelkater. Nicht besonders schlimm, hält mich aber von Anstrengungen erstmal ab.

Dinge, die ich beim nächsten Termin besser machen kann: Jacke hilft in der Halle gar nichts, Rucksack bringt überhaupt nur auf dem Rückweg was. Handy und Ausweis sind da absolut notwendig, ohne dürfte ungefähr gar nichts gehen.

Und bis dahin: Seize the Forks!

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