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Rechtsmordfall Lübcke?

Im Tötungsfall am früheren Regierungspräsidenten Lübcke hat sich am Wochenende 15., 16. wieder etwas bewegt. Und zwar hat die Polizei am 16. verkündet, dass sie einen per DNA-Spur ermittelten Verdächtigen verhaftet hätte, der nicht der Verdächtige von einer Woche davor sei. Ein DNA-Spuren-Treffer legt auch die Vermutung nahe, dass der Verdächtige bereits entweder mit einer hinreichend schweren Straftet aufgefallen ist, oder einen schlechten Anwalt hatte, denn sonst sollte es keine Speicherung seiner DNA-Daten gegeben haben.

Spannend wurde es danach, als Medien Hintergründe zum nicht offiziell benannten Verdächtigen in Erfahrung gebracht haben. Und zwarkam recht früh raus, dass der Mann etwas mit der rechtsextremen Szene zu tun hätte (was bis dahin schon die stehende Vermutung war, dass da der/die Täter*innen herkommen würden). Und nach etwas mehr Zeit, stand ein abgekürzter Name in der Landschaft, und Hintergründe zu dem. Der Mann hätte schon im Jahr 93 einen rechten Terroranschlag verübt. Fast schon lustig auch die Reaktion derjenigen, die die letzten Jahre unter irgendwelchen Steinen gelebt haben müssen: Das wäre der erste politisch motivierte Anschlag seit der RAF (klar, NSU war ja ganz unpolitisch), und *jetzt* müsse man aber mal etwas tun (komisch, die rechte Terrororganisation rund um den KSK-Soldaten Hanibal, zu der ja immer noch Mitglieder damit auffallen, dass sie Kriegswaffen zusammenklauen, Todeslisten schreiben, und ansonsten vom Staat finanziert werden, die fallen irgendwie schon wieder nicht auf).

Sollte sich der Verdacht verfestigen, gäb e es schon wieder einen rechtsterroristischen Mordfall in Deutschland, was zu meinem im Podcast oft wiederholten Hinweis passt, dass wir ein rechtes Terrorproblem im Land haben. Warum die Staatsmacht da nichts tut, wäre mal eine spannende Frage.

Immerhin hat sich am Montag (17.) die Generalbundesanwaltschaft den Fall geschnappt und als Verdacht auf Rechtsterror eingestuft.

ComPod #710: Rechtsmordacht, Teil 3

Tech. Mit Macregist, 5Kuo, tropfender Decke und mehr.

Im dritten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit den Meldungen aus der Technik-Ecke. Mit dabei:

  • Fanboi
    • Dashweg
    • Macregist
    • Shopfari
    • iOS 13.0b2
    • watchOS 6.0b2
    • 5Kuo
    • 15Probattausch
  • Vodapass
  • Mafia
    • DAB-
  • Am Ende

Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'Ending'.

Länge: 39:32 36,2 MB.

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ComPod #710: Rechtsmordacht, Teil 2

Politik. Teil zwei von zwei. Mit Regierung, Wirtschaft und mehr.

Im zweiten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei:

  • Regierung
    • 219ateile
    • Rechtsident
    • Maaßeinmisch
    • Rüstjem
    • Grundeinig
    • Schulzeckruf
    • EuGH-Mauteil
    • Regratung
    • CSÜberraschung
    • Kündimaut
    • Pflegesetz
    • Justizfolgerin
    • Maulust
    • CDFD
    • Merzo
    • Scheuerlenkung
  • Wirtschaft
    • Nitraheul
    • Bankstopp
    • Deutsche Bad
    • Siemwurf
    • Markidas
    • Portok

Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'Bang'.

Länge: 45:47, 42,0 MB.

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ComPod #710: Rechtsmordacht, Teil 1

Politik. Teil eins von zwei. Mit Terror, Schnüffel und mehr.

Im ersten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei:

  • Terror
    • Hutforderung
    • Lübckaftung
    • Lübckechts
    • LübckGBA
    • Rechtsterrorist
    • Mehrrücht
    • VDAkten
    • Mordroh
    • NZWaffrück
  • Schnüffel
    • BKA-DS
    • Stromack
    • Schlüssebot
    • CIüffel
  • Trampel
    • Kriegsinister
    • Drohran
  • Stromerika
  • Görlitz
  • Strachicht
  • Iranreicherung
  • Klimehr

Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'Mercy'.

Länge: 44:41, 41,0 MB.

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5G-Frequenz-Versteigerung

Eine Meldung, die ich bewusst nicht als Technik tagge: Letzte Woche ist die Versteigerung für Nutzungsrechte von Funkfrequenzen beendet worden. In Summe verpflichten sich die vier Firmen (Telekom, Vodafone, Telefonica und Drillisch-1&1) zur Zahlung von rund 6,5 Milliarden Euro, die der Staat von der einen Tasche in die andere packt, womit dann irgendwas an Breitbandausbau finanziert werden soll. Die Summe ist im Vergleich zu anderen Ländern mal wieder gewohnt absurd, so dass auch bei 5G nicht damit gerechnet werden darf, dass Mobilfunk-Nutzung realistische Preise und Leistungen bringt, sondern auch weiter absurd niedrige Datenvolumen zu absurd hohen Preisen aufgerufen werden. Mal davon abgesehen, dass dann vier Firmen alle die gleiche infrastruktur parallel aufbauen müssen, anstatt, dass der Staat das zentralisiert, und die Betreiber dann nur Funkspektren auf Antennen nutzen. Aber das wäre ja auch funktional sinnvoll, so etwas könenn wir ja nicht machen.

PrepSEK

Eine Meldung vom 12. ist mir zu schnell im rauschen versackt: Und zwar hat in MV es Durchsuchungen bei Sondereinsatzpolizisten gegeben, weil denen vorgeworfen wurde, sie hätten sich Waffen und Munition als 'Prepper' beiseitegeklaut. Ähnlich wie die Reichsburger wird der Prepper-Bewegung eine größere Rechts-Neigung als der sonstigen Bevölkerung nachgesagt.

Aufgefallen sind die Sondereinsatz-(Wort für männliche Kuh) wohl, weil die Generalbundesanwaltschaft Terrorermittlungen in Richtung der Prepper getätigt hat, und dabei über diese Personen gestolpert ist. Oh, und die haben auch wieder Verbindungen zum KSK-Nazi Hanibal. Wenn ich mir ansehe, wie viele Rechte da in letzter Zeit aufgefallen sind, drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass das eine ziemlich große, rechtsextreme bis rechtsterroristische Organisation ist. Worüber zu wenig berichtet wird. Und wenn man sich mal vorstellt, es gäbe eine Gruppe aus hunderten Islamisten, die sich organisieren würde, dann wäre das Geschrei aber groß. 

Grenzdatenloch

Die politisch gewollten Datenhalden zur Bevölkerungsüberwachung werden ja immer gerne mit 'Sicherheit' begründet. Und während es früher immer mal Fragen gab, was denn passieren würde, wenn da Daten entkommen würden, habe ich da schon länger nichts mehr von gehört.

Und nun wurde bekannt, dass dem VS (hihi) Grenzschutz eine Reihe Bilder von Einreisewilligen und Nummernschildern entglitscht ist. Das ist reichlich unpraktisch. Die Nummernschilder kann man ja noch einfach ändern, aber bei Gesichtsbildern wird das schnell schwierig und teuer. Und warum schwirrt mir schon wieder ein Zitat aus dem inzwischen reichlich alten Film Wargames durch den Kopf? "The only winning move is not to play" gilt eben auch bei Überwachung.

NamKK

Meldung aus der 'berät die keiner?'-Ecke: Die Vorkrampfende der Union hat sich mal wieder mit einer Forderung zum Internet in die Öffentlichkeit gepöbelt. Und zwar blubbert sie im Zusammenhang mit dem getöteten CDU-Politiker Lübcke davon, dass Drohungen gegen den ja bitte nur mit Namen gepostet werden dürften.

Da gibt es eine ganz einfache Reaktion: Frau Krampfbauer, lassen Sie sich mal Facebook erklären. Da hat jeder Nutzer einen Namen, der wie ein realistischer Name aussieht, und trotzdem posten Menschen da Beleidungen und ähnliche, unangenehme Dinge. Ergo: Nein, Anonymität verbieten (im Zweifelsfall verfassungswidrig, wie das Geblubber, mit dem AKK schon gegen die Meinungsfreiheit geblubbert hat) sorgt nicht für besseres Verhalten.

Ich finde, die AKK kann weg, es ist deutlich geworden, dass sie keine moralischen oder gesetzlichen Regeln einhält, und ihre absurden Vorstellungen anderen Menschen aufdrängen will. Erinnert sich eigentlich noch jemand an deren Reaktion auf die Ehe für Alle (das wäre so, als dürfte man mit Tieren Sex haben, hat sie da glaube ich gefaselt. Als sie noch unwichtige Politikerin in einem vernachlässigbar kleinen Bundesland war)? Und hat je jemand eine konsistente Reaktion auf kritische Anmerkungen erhalten? Oder kann Frau Krampf etwa nur Meinungsmache?

ComPod #709: Probook, Teil 3

Tech. Mit Semtempro, MacBook Pro, Fritzbox 7590 und mehr.

Im dritten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit den Meldungen aus der Technik-Ecke. Mit dabei:

  • Fanboi
    • Septempro
    • iOS 12.3.2
    • CatalSIP
    • AR12
    • NichtRZ
    • iOS 12.4b4
    • watchOS 5.3b3
    • NFC
    • Inteu
    • Beaschiebung
    • BYOD
  • Gootails
  • Makende
  • HIbP
  • RAMbleed
  • CernMS
  • Space
    • ISÖffnung
  • Mafia
    • Mafsur
  • Am Ende

Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'This is me'.

Länge: 48:30 44,5 MB.

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ComPod #709: Probook, Teil 2

Politik. Teil zwei von zwei. Mit Regierung, Wirtschaft und mehr.

Im zweiten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei:

  • Regierung
    • VDStiz
    • ForderKK
    • 175träge
    • AKKrump
    • Seehomenti
    • Klimald
  • Wirtschaft
    • Bahnrater
    • Tüdi
    • 5Gertig
    • Kükteil

Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'Bad Blood'.

Länge: 41:37, 38,2 MB.

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ComPod #709: Probook, Teil 1

Politik. Teil eins von zwei. Mit Terror, Schnüffel und mehr.

Im ersten Teil des Podcasts für diese Woche befasse ich mich mal wieder mit der Politik. Mit dabei:

  • Terror
    • Lübckaftung
    • Unteiligung
    • Helihattan
    • PrepSEK
    • Polistraf18
    • Innenttäusch
    • OVGSamicht
  • Schnüffel
    • CBP
    • BugTLS
    • Gmailteil
    • Assanstimmung
  • Trampel
    • Feindfos
    • Sanders
  • Golftanker

Für Musik sorgt dabei PS22-Chorus mit dem Titel 'Counting Stars'.

Länge: 44:26, 40,7 MB.

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Heisemotet

Meldung aus der 'das muss wehgetan haben'-Ecke: Der Heise-Verlag hatte ne Infektion mit Emotet. Das ist so eine besonders fiese Malware, die sich als wichtiges Schreiben tarnt, und dann aus Word ausbricht, und über einige Sicherheitslöcher im lokalen Netz verbreitet. Eine der einfacheren Gegenmaßnahmen ist, dass einfache Nutzer nicht lokale Admin-Rechte haben unter Windows, schon hat das Vieh es hinreichend schwer. Offenbar war das bei den Heise-Leuten nicht hinreichend gegeben. Immerhin schreiben die da auch, dass die Lösung bei ihnen so aussieht, dass alle Rechner, die verdächtigt sind, infiziert worden zu sein, komplett aus dem Netz genommen wurden, und deren Daten nur nach sorgfältiger Untersuchung überhaupt angefasst werden dürfen. Oh, und die gesamte Windows-Administration haben sie dann auch besser nochmal neu aufgesetzt.

Wenn ich solche Berichte lese, frage ich mich, wie viele technisch weniger versierte Firmen von ähnlicher Schadware schon lahmgelegt wurden. zu hohe Berechtigungen gibt es ja garantiert nicht nur bei einem Tech-Verlag, sondern auch an anderen Stellen in der IT oder bei Firmen, die mit Software laufen, die aus $Grund eben als Admin laufen will. Und dann platzt da mal so eine digitale Briefbombe, und das Netz kannste nur noch abreißen. Und hoffen, dass die Backups funktionieren.

Fritzbox-Wechsel

Auf dem Mac spiele ich seit ein paar Tagen schon mit der zsh-Shell rum, und weil mir die Änderungen da keine Angst machen, war eine Idee, ich könnte doch auch mal ohne externen Anstoß die Fritzbox 7590, die ich vor ner ganzen Weile schon gekauft hatte, einsetzen. Heute früh hat die Idee mich am Schlaf gehindert, ich habe am Ende aber doch nichts gemacht. Heute nachmittag überkam es mich dann aber doch, und ich habe erst das Backup der 7490 gesichert, das System-Image für das aktuellste System der 7590 runtergeladen, und dann die Hardware vorbereitet. Neue Stromversorgung, DSL-Kabel ohne Telefon-Abzweigung, und Fritzbox waren nicht schwer. An die Fritzbox selbst kam ich dank der TimeCapsule, die inzwischen vor allem als WLAN-Zugang dient. Die größten Probleme bei der Einrichtung waren, dass das Update per Datei eine Experteneinstellung ist, die ich erst freischalten musste, und die Wiederherstellung des Backups eine Eingabe von einem Telefon verlangt hat. Und nach dem Update und dem Restore weigerte O2 sich auch noch, mich online zu lassen (Access Denied 44, gab es nach dem letzten FritzOS-Update schon), was nach einer Minute zum Glück von selbst verschwand.

Danach waren noch extra-Aufwände nötig für die diversen iOS-Geräte und deren Apps. Und offenbar hat die neue Fritzbox eine neue myFritz-Adresse, über die sie vom Internet aus angesprochen werden kann. Oh, und mein DECT-Telefon will bei Gelegenheit auch mal durch ein aktuelleres Modell ersetzt werden.

ein paar Schnipsel

Nachrichtenschnippsel, die einzeln keinen Text wert wären, die in den letzten Tagen dezent rumgetröpfelt sind: Die Minister für Einbruchslegalisierung und Spionage, offiziell als Justizminister bezeichnet,  haben sich zu 5G ins Benehmen gesetzt. Aber nicht, weil sie Angst vor unsicherer Huawei-Technik hätten, sondern um sicherzugehen, dass das Netz auf gar keinen Fall sicherer als das verwanzte bisherige Netz wird. Übrigens, vom Einbruchsrecht, was die Justizdödel vor rund einem Jahr gefordert haben, hab ich nur mitbekommen, dass das in einem Gesetzentwurf aufgetaucht wäre. Kann sein, dass das praktisch unbeobachtet Gesetz wird, während die Medien das Personalgehampel bestaunen, was so Spezialexperten wie Frau Bätschi vorführen.

Die Minister für Innerstes lassen verlauten, dass sie es voll töfte finden, wenn Heimgeräte wie die Assistenten von Amazon und Google auch von den Bedarfsträgern abgeschnorchelt werden können sollen.

Dann gibt es ja die absurden Vorstellungen aus dem Drinnenministerium zu 'Hackbacks' wo bei irgendwelchen Angriffen der Angreifende zerstört werden können soll (die hätten wohl auch mal besser auf Leute gehört, die sich mit sowas auskennen, das geht nämlich gar nicht.).

Und weniger Schnüffel, aber absurd: Die Ministerin für Ernährung, LAndwirtschaft und Weinkönigin hat Werbung gemacht. Die bösen Meinungsmacher müssten ein solches Video übrigens als Werbung kennzeichnen. Wie war das noch gleich mit den Regeln im analogen, die im digitalen gelten sollen, ja oder nein, Frau Karrenbauer?

WWDproooooooooooo

Letzten Montag war wieder die jährliche Entwicklerkonferenz der Obstfirma. Mit der gewohnten Keynote am Anfang.

Die ging auch gewohnt los mit einem Video, was in den letzten Jahren nichts mit den eigentlichen Inhalten zu tun hatte.

Dann kam der Firmenchef Tim Cook auf die Bühne und hat nochmal auf die Märzveranstaltung referenziert, wo es ja nur um Services ging. Dazu gehörte auch ein Trailer für eine Serie, die irgendwann nach dem Start des TV-Abo-Dienstes zu sehen sein soll. Ich fühlte mich da wieder schmerzhaft an die Mehsic-Veranstaltung erinnert, die imemrhin am Ende einer solchen Keynote rumblubberte, aber ähnlich unpassend zur Zuschauerschaft aus Entwicklern und interessierter Presse passte.

Immerhin kam er danach zum TV-Abspiel-Gerät und dem darauf enthaltenen Stück Software. Allerdings hat mich das so wenig interessiert, dass ich mir nichts notiert habe, außer das die Geräte jetzt irgendwie mehrere Nutzer unterscheiden können sollen.

Als nächstes System ging es um die Uhr. Die Number 1 Watch (in welcher Vergleichsgruppe? Ach so, nicht hinterfragen. Okay.) bekommt mit dem nächsten Update neue Ziffernblätter, von denen ein paar gezeigt wurden, Apps wie Audiobooks, Voice Memos, ein Taschenrechner (gibt's scon als Apps von anderen Entwicklern). Außerdem sollen Apps unabhängiger werden, weshalb es auch einen Appstore geben soll, Extended runtime, irgendwas mit Audio-Streaming, einen Nebensatz zu einem Neuen, nativen UI Framework, oh, und den Appstore. Schaut mal, Appstore. Dann gibt es in Sachen Gesundheit neue Aktivitäten-Trends, Lautstärkenmessung, Funktionen, um den weiblichen Zyklus zu erfassen, und ne neue Health-App insgesamt. Und dann noch eine der berühmten Folien voller Stichworte wie automatische Updates (kann sich ne Uhr da auch ohne akute Verbindung zum iPhone nachts aktualisieren?).

Weiter ging es mit iOS. Da war als erstes die Performance erwähnenswert. Kleinere Downloads und kleinere Updates würden jetzt möglich durch Sagensienicht. Außerdem gibt es mit iOS 13 den erwarteten Dark Mode, und in dessen Demo nebenbei erwähnt Tippen per Wischgesten, ein neues Share-Sheet, was Leute, denen man oft was teilt, gleich selbst anbietet. Außerdem neue Funktionen in Safari, Mail, Notes und Reminder, was komplett neu gemacht wurde (das alte war ja auch seit seiner Einführung vor einigen Jahren nicht ernsthaft aktualisiert worden). Die Karten sind (nur in USA) jetzt so toll, und es gibt (nur in USA) eine Art Streetview, andere Länder werden irgendwann später angepasst. Außerdem ganz wichtig: Privatsphäre. Ortungsdienste bekommen jetzt eine neue Freigabe, die nur ein Mal gilt, es gibt irgendwo Reports, und bei Anmeldeoptionen für irgendwelche Dienste soll es neben Anmeldung per Facebook oder Google auch einen Appledienst geben. Der kann auch verpflichtende Mailangaben anonymisieren, indem er jeder Seite eine eigene zufällige Mailadresse generiert, die sich danach auch einzeln abklemmen lässt, wenn der Dienst einen Datenreichtum hatte. Außerdem gibt es irgendwas für Homekit, und Router (die Apple ja nicht mehr selbst macht), Funktionen für AirPods, HomePod, und Erweiterungen an Shortcuts.

Bis da waren die Funktionen alle nicht für das iPad angepasst. Das bekommt nämlich jetzt iPadOS (was mich sofort daran erinnert hat, wie vor Jahren mal das iPhoneOS und das iPhoneOS für iPad zu iOS umbenannt wurden. Aber das iPad hatte ohnehin schon lange Funktionen, die auf iPhone nicht sinnig gewesen wären, weil da der Bildschrim schlicht zu klein ist. So wie SlideOver, SplitScreen. Dann wird Files erweitert, und kann auf SMB-Freigaben per Netz zugreifen, oder angesteckte Speichermedien. Bei externem Speicher, kann auch direkt in Apps importiert werden. Safari soll jetzt (diesmal aber wirklich) Desktop-Class sein. Komisch, ich bilde mir ein, das wäre in den letzten Jahren schon öfter erwähnt worden. Außerdem mit dabei: Fonts aus dem AppStore (wenn das nur für iPad erwähnt wird, heißt das dann, dass iPhone keine ladbaren Fonts kann?), neue Gesten für Scroll (Scrollbalken greifen), Cut, Copy und Paste (wie es bei deren Einführung in der Keynote damals hieß), der Pencil hat jetzt nicht mehr 20 ms Latenz, sondern 9. Und die Gesten waren für den Demo-Menschen zu schwer vorzuführen, wobei Hairforce da bestimmt Verständnis hatte, der hat bei seiner ersten Demo auch nicht sehr souverään gewirkt.

Nächtes Thema: Der Mac. Da gab es die einzige Hardware-Ankündigung der Veranstaltung in Form des Mac Pro. Der ist wieder ein Quader mit Käsereibe-Optik, und Innereien aus der Kategorie 'so viel und so schnell wie möglich'. Die CPUs können bis 28 Xeon-Kernen gehen (was vermutlich einige Jahre nicht durch ARM-Rechner erreichbar sein dürfte), RAM reicht bis 1,5 TB, und es gibt bis 8 PCIe-Slots. Dazu ein Display, was mich nicht interessiert hat, aber ganz doll extra toll sein soll. Preispunkt liegt bei ab 6000 Dollar für den Rechner und 5000 Dollar fürs Display. Dessen Standfuß fällt mit 1000 Dollar auch nochmal herzhaft ins Budget. Ergo: Nichts für mich.

Das Betriebssystem für die Rechner fehlte noch. macOS 10.15 heißt Catalina, udn das Gerücht vom Verschwinden von iTunes war insofern zutreffend, als iTunes nicht mehr als Zentrale für Musik existiert, sondern die Musik-, die Podcast- und die TV-App ersetzt wird. Wer auf die abweige Idee kommt, ein iPhone, iPad oder ähnliches an den Mac anschließen zu wollen, findet die entsprechenden Funktionen im Finder. iTunes ist also nicht abgeschafft, sondern Teil des Systems geworden (was es bei 10.14 auch schon war, nur nicht ganz so offensichtlich). Laut einem Screenshot soll da auch wieder die gewohnte Option zum verschlüsselten Backup wohnen, was mich dann beruhigt. Außerdem kommt mit dem OS eine Funktion Sidecar, wo ein iPad als zusätzliches Display mit Stifteingabe-Option erscheint, Voice Control, wo man das System komplett per Sprache steuern kann (gibt's auch für iOS, von iPadOS war da nicht die Rede, aber vermutlich auch), Find My, eine System-App, die zum Finden von Geräten helfen soll. Die soll auch Geräte finden können, die nicht ans Netz kommen, wenn die eine BlueTooth-ID aussenden, und zufällig in der Nähe befindliche andere Geräte die hören und an Apple melden. Die Funktion wäre von anderen Firmen sehr gruselig. Was gut, dass Apple so für Privacy steht... FindMy soll auch für iOS kommen. Dann neu bei Geräten mit T2-Chip: Activation Lock. Gibt'S beim iPhone schon länger. Wenn das System gelöscht wird, verlangt es die Anmeldedaten seines letzten Besitzers, sonst redet es nicht. Dann kam as, was seit über einem Jahr erwartet wurde: Marzipan heißt jetzt Catalyst und bringt iOS-Apps "mit einer Checkbox" auf den Mac. Gut ausgeführt könenn iOS-Entwickler mit geringem Aufwand Mac-Apps basteln. Schlecht gemacht kann das ein großer haufen Schmerz werden. Dann gab es Verbesserungen an Ar, und als um 21 Uhr noch ne Demo angekündigt wurde, hab ich abgeschaltet und damit das Declarative UI Framework namens SwiftUI verpasst. Das war ähnlich lange wie marzipan gerüchtet worden, aber weniger öffentlich im vergangenen Jahr.

Die Kompatibilität der neuen Systeme wurde nicht auf der Bühne erwähnt, aber bei den Uhren ist jedes Modell wieder dabei, was auch das bisherige OS bekommen hat, also alle außer der allerersten Generation (Series 0). Bei iOS ist das untere Ende das iPhone 6S und SE, der gerade aktualisiert iPod Touch ist dabei, sein Vorgänger nicht. Die iPads reichen bei den Pros durch alle Generationen, Mini bis zur 4. (da war das Update weniger dringend) und Air 2. Macs ab dem Baujahr 2012 könenn das neue OS bekommen, und ich trage mich vermehrt mit der Idee, doch alsbald einen neuen Mac kaufen zu wollen, weil irgendwann mein 2012er Rechner aus den Updates fallen wird.

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