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Teletrag

Am Montag habe ich einen unerwarteten Brief im Briefkasten gefunden. Und zwar schrieb die Telekom mir, dass mein uralter Mobilvertrag "demnĂ€chst" abgeschafft wĂŒrde, und 'empfahl' mir, mir doch mal einen neuen Vertrag zuzulegen. Ich hab mich dann mal online durch die Angebote geklickt (so viele gibt es da gerade nicht), und festgestellt, dass "MagentaMobil S" und M mich nicht extrem ansprechen, liefern die mir doch weniger (2GB beim S) oder nur knapp mehr (4GB beim M) Datenvolumen, wenn auch zu einem deutlich geringeren Preis (ich Blöd hab dann wohl die ganzen Jahre fĂŒr HĂ€ndys gezahlt, die ich mir ohnehin separat gekauft habe). Ich hab mir dann den L-Tarif mit 6GB als Ziel genommen, nachdem beim nĂ€chstgrĂ¶ĂŸeren, dem XL (ohne Volumenbegrenzung) die beiden MultiSIMs mit je 30 Euro jeden Monat aufgetragen hĂ€tten. Ein Anruf bei der Hotline bot mir an, entweder 8 Minuten warten, oder einen RĂŒckruf. Hab ich mal den RĂŒckruf gewĂ€hlt. Als der auf den iPhones ankam, habe ich nur so gar nichts gehört. Blöd. Also nochmal angerufen, und dieses Mal die Warteschleife (langweilig, wie ĂŒblich) abgewartet. Der freundliche Hotliner aus Hannover hat sich dann gleich nachdem er meinen Vertrag aufgemacht hat laut gewundert, wie wenig Leistung ich fĂŒr das Geld bekomme. Naja, ist eben aus der Zeit, als iPhone noch ganz frisch war, nur erweitert um Tethering. Sein Angebot war auch der L-Vertrag, wobei da die beiden SIMs mit je knapp 5 Euro zu Buche schlagen. Es sei denn... Es gibt da noch einen L Plus, da sind 10 GB drin, und die Multi-SIMs kosten nicht extra. DafĂŒr kostet der dann 79 Euro. Was ich ja bisher auch schon gezahlt habe. Nur dass ich da eben kein HĂ€ndy bekommen wĂŒrde. Was ich ohnehin nach dem iPhone 4 nie mehr gemacht habe.

Er hat das dann eingebucht, wir haben uns noch ĂŒber das teure Mobilvolumen unterhalten, in Polen, wo er herkommt, ist das alles viel billiger, und LTE hatten die auch schon Jahre frĂŒher. So, ich sollte dann mal alle Telefone auf dem Vertrag ausschalten, damit die Änderung bei denen sauber ankĂ€me (und ich dachte, den Vertrag machen die GerĂ€te auf der anderen Seite der Sendemasten, naja, ich hinterfrag das lieber nicht zu sehr). Gesagt, getan. Es gab dann noch eine SMS, dass ich in den ersten 31 Tagen mal ohne Volumenbegrenzung online sein dĂŒrfte. Was pass.telekom.de auch anzeigt, insofern scheint da was dran zu sein. Und dann hab ich knusprige 10GB pro Monat. Das dĂŒrfte (bis auf fĂŒr OP, DSL-Langzeitausfall oder Ă€hnliche Unerfreuichkeiten) reichen.

XPhone

Ich hatte schon seit eienr Weile die Idee, dass ich mir "irgendwann" ein iPhone X kaufen wollte, weil die Gesichtserkennung inklusive Aufmerksamkeitserkennung im Laden zwar oberflĂ€chlich getestet werden kann, aber nicht so, wie man das im Alltag brĂ€uchte. In den letzten Wochen wurden die GerĂ€te dann auch immer einfacher verfĂŒgbar, so dass ich mich damit rausgeredet habe, dass in der Woche ja die Zeit fĂŒr so eine mehrstĂŒndige Einrichtung (Apps kommen ja aus dem Netz, nicht von Platte) fehlt. Heute frĂŒh vermeldete die Apple-Webseite dann fieserweise, dass es in beiden GeschĂ€ften in Hamburg mein Modell (schwarz, 256 GB) gĂ€be. Und dazu kam noch, dass vor sechs Jahren heute auch noch die zweite große Augen-OP stattfand, was ich auch mal begehen dĂŒrfte. 

Und so bin ich nach den Aufnahmen im Alstertal ins GeschĂ€ft gewandert und habe die AusstellungsgerĂ€te befingert. Aus dem nicht-öffentlichen Bereich kam irgendwann der eine Angestellte, der mich immer wieder persönlich angesprochen hat, und zuletzt leider kein schwarzes 265, sondern nur ein weißes 64er da gehabt hatte. Heute war das aber anders. Ich hatte vorher schon nachgesehen, dass mein Geldbestand hinreichend wĂ€re, und so war es eine eher kurze Aktion, bis ich mit iPhone, HĂŒlle und 1600 Euro leichter den Laden wieder verließ.

Ich hatte mir dieses Mal nicht lange vorher ĂŒberlegt, wie sich das neue iOhone in die Reihe einsortieren sollte. Nachdem ich nur drei Multisims habe, gibt es auch nur drei PlĂ€tze fĂŒr aktive iPhones: PrimĂ€res GerĂ€t mit Watch(es), ZweitgerĂ€t, was ich imemr aus der Tasche hole, wenn es um Fotos oder Tweets geht, und das Podcast-NotizgerĂ€t, was momentan fest in der Hand des AkkuumhĂŒllten iPhone 7 ist, weil die Plus-GerĂ€te mir dafĂŒr alle zu groß waren.

Vor der Einrichtung war aber ohnehin noch der Schritt zu ĂŒberwinden, dass das iPhone unmöglich mit dem neuesten betriebssystem kommen könnte, also habe ich dem einmal die WLAN-Zugangsdaten spendiert (geht ja jetzt ganz einfach), und das als neues GerĂ€t aufgesetzt, um sofort nach dem Update zu suchen und das zu installieren. In der Zeit habe ich mich am Podcast beschĂ€ftigt, und als das Update fertig war, das iPhone auch alle Daten wieder löschen lassen. Denn es sollte ja wenigstens einmal von einem Backup aufgesetzt werden. Das war dann das ĂŒbliche iTunes-Backup, wonach ich eigentlich geplant hatte, dass das iPhone zuhause bleiben dĂŒrfte, wĂ€hrend ich rausgehen wollte. Immerhin sind sĂ€mtliche Apps und Podcast-Downloads ja doch ein zweistellig GB großer Happen. Alleine der Podcatcher kam schon auf 5GB.

Einen Haken gab es an dem Plan: Das iPhone wollte aus dem backup auch die Verbindungen zu den Uhren ĂŒbernehmen, und so pingte mich die Tages-Uhr an, ob sie denn jetzt umziehen dĂŒrfte. Na gut, dann wird das X eben das neue primĂ€re iPhone, und bekommt die Uhren mit. Dann kam die lange und langweilige Phase der Downloads im Podcatcher und bei den Apps. Immerhin ist eine Series3-Uhr schnell genug, dass die alle Apps kurz nach dem Download auf das iPhone auch einsetzbar hat. Nach bummelig 90 Minuten (und diversen grĂ¶ĂŸeren Downloads, die ich ĂŒbersprungen habe) war der Podcatcher fertig, und ich wollte immer noch nach draußen, immerhin fehlt mir die Bewegung dann doch. Also habe ich die Apps ungeladen gelassen und bin in die Stadt gedĂŒst. Unterwegs konnte ich dem 8+ gleich abgewöhnen, dass sich das an Telekom-Hotspots anmelden will, weil das ja jetzt nicht mehr seine Aufgabe ist.

Wieder zuhause fiel mir ein, dass die zweite Uhr noch nicht gefragt haben kann nach dem Umzug. Hab ich die angelegt, entsperrt (die besteht inzwischen darauf, dass sie die Pin eingegeben bekommt, warum auch immer). Uhr hat gefragt, ich hab ihr den Umzug erlaubt und per PIN bestĂ€tigt, und dachte, damit wĂ€re dann alels durch. Dummerweise hat dabei irgendwas nicht geklappt, so dass die Uhr noch am 8+ hing. Die selben Schritte auf dem iPhone wiederholen (irgendwas von Pairing fertigstellen) fĂŒhrten nur nicht dazu, dass die Uhr nochmal nachgefragt hĂ€tte. Ich hab die dann mal klassisch umgezogen: Erase All, und dann am neuen iPhone komplett neu pairen. Das hatte komischerweise ein frisches Backup vom ersten Versuch.

Erster Eindruck nach extrem kurzer Benutzung: Die Gesichtserkennung ist die Zukunft. Selbst, wenn die nicht schon auf dem Sperrbildschirm das Schloss öffnet, erkennst sie meistens beim Hochschieben des Home-Balkens mein Gesicht. Und mit dem schief guckenden Auge hat sie auch kein Problem. Mit den Animoji konnte ich noch nicht rumspielen, weil sich herausstellt, dass meine aktuellen Kopfhörer (QC20 von Bose) wohl kein nutzbares Mikrofonsignal liefern. Nachdem ich das mit zwei Paaren an allen iPhones nachstellen kann, sogar an denen, die noch Kopfhörer-Buchse hatten, liegt das wohl eher nicht am Lightning-zu-Kopfhörer-Adapter. Wmit dann auch geklÀrt wÀre, warum neulich Herr Vater Schwierigkeiten hatte, als er mich anrief.

Acht Plus

Ich hab mir mal wieder was gekauft. Und das kam so: Am Montag hatte ich mal wieder einen OP-Monatstag, womit sich eine Gelegenheit ergab, dass ich mir irgendwas kaufen könnte. Am Donnerstag erschien zwar Pullmans neuestes Werk in Form des ersten Book of Dust (freundlicherweise im iBookstore zu knapp 15 Euro und 8 MB Download zu haben), aber ich hatte mir in vorgenommen, ich wollte das Buch auch in Papier besitzen. Weil sicherer, und ĂŒberhaupt ist wohl auf dem BuchrĂŒcken (unter dem Dust-Cover *hĂŒstel*) noch ein Text versteckt. Aber nach dem digitalen Kauf war das nicht dringend. Trotzdem hab ich gestern erst im AEZ, spĂ€ter in der Innenstadt je eine Thalia-Filiale aufgesucht, und nach dem Buch gesucht. Hatten sie nicht da, mĂŒssten sie bestellen. Und das dauert mal eben nen Tag, was fĂŒr Instant-Gratification blöd ist. Mal davon abgesehen, dass ich nicht tĂ€glich da vorbeikomme.

NĂ€chste Idee: Am Samstag in Eppendorf in den dortigen Buchladen reinschneien, vielleicht haben die das Buch ja da. Stellt sich raus: Nö, mĂŒssten sie bestellen. Zu der Zeit hatte sich in meinem Hinterkopf schon die Idee formiert, dass ich in der nĂ€heren Zukunft mal das vermutlich letzte iPhone mit Fingerabdruck-Sensor kaufen könnte, ein 8 Plus. Weil damit wĂ€re dann bestimmt alles besser, was mir beim 7 Plus mit iOS 11 missfĂ€llt. Und drahtlos laden hieße, dass ich laden und direkt Audio hören könnte, ohne Adapter. Und nachdem es das Buch nicht gab, bin ich dann einfach mal zum Jungfernstieg gefahren, habe den Store fĂŒr nicht-ĂŒberfĂŒllt eingeschĂ€tzt und nach einem Ausflug an einen Bankautomaten den Store wieder betreten mit meinem Kaufwunsch.

Das ging dann auch alles ganz entspannt, und nach zwanzig Minuten war ich fĂŒr iPhone, Apple Care, eine HĂŒlle und eine Basis fĂŒr drahtloses Laden knapp 1400 Euro los und konnte die noch fehlenden 30 Minuten Exercise auf der Uhr fĂŒllen, bevor ich ohnehin nach Hause wollte.

Da hatte ich mir vorher ĂŒberlegt, wie ich vorgehen wollte: Erst vom iPhone Watch 2 und 3 unpairen (fĂŒr's jeweilige Backup), dann iPhone an iTunes sein komplettes Backup machen lassen, und dann das neue iPhone anstöpseln und vom Backup aus aufsetzen lassen. Haken daran: das 8+ weigerte sich. Das Backup wĂ€re kaputt oder inkompatibel. Vermutlich, weil das von einem iOS 11.0.3 stammte und auf dem iPhone eine der frĂŒheren iOS 11-Builds drauf war. Also habe ich das ĂŒbliche Spiel gemacht: Setup as new. Upgrade. Erase all. Und nochmal an den Rechner. Da kam dann auch der Restore durch, und das iPhone ließ sich ernsthaft einrichten. GrĂ¶ĂŸter Haken: Seit iTunes sich nicht mehr um Apps kĂŒmmert, können die nur noch aus dem Internet kommen, was in meinem Fall heißt, dass die bis zu 9 GB, die die Apps groß waren aus dem netz kommen mussten. Dazu kommt, dass der Podcatcher mit 4.4 GB auch noch eine Reihe Downloads machen musste. Immerhin ließ die Series 3-Watch sich recht schnell einrichten, wollte nur anfangs nicht realisieren, dass ich mich hingestellt hatte, und das als Stand-Stunde zĂ€hlen sollte. Ein Reboot half da.

Die Downloads haben mich insgesamt 2,5 Stunden gekostet, und da lief dann nicht viel an Netznutzung nebenbei. Nein, ich verstehe nicht, warum Apps ausgerechnet die erste Funktion waren, die Apple aus iTunes geworfen hat. So ganz nebenbei hat der MAc sich an seinem Backup auch verletzt, und rödelt schon seit Stunden daran, ein neues TimeMachine-Backup als Vollbackup aufzusetzen. Mit 491 GB ist das noch etwas unhandlicher als die Backups von iPhone oder Watch.

Ach ja: Von wegen, mit neuem iPhone wĂŒrde alles besser: Als ich das iPhone nach den Downloads neu gestartet habe, begrĂŒĂŸte mich wieder der blöde Update Completed-Dialog, der seit iOS 11 jeden Reboot eines meiner aktiv genutzten iPhones begleitet. Und ich hoffe, dass Apple da mit 11.1 in ner runden Woche mal etwas gegen unternimmt.

WatchS3

Am Freitag hat Apple ja die vor 1,5 Wochen vorgestellten neuen Produkte angefangen zu verkaufen. Wie im letzten Jahr habe ich es wieder nicht zuerst auf ein neues iPhone abgesehen (das 8 ist fĂŒr mich nicht massiv anders als das 7, wobei drahtlose Ladefunktion schon praktisch sein dĂŒrfte, wenn man so ein Qi-kompatibles Pad hat.), sondern wieder auf die Uhr. Die Frage war dieses Mal weniger, ob ich wieder ein Edelstahl-Modell haben wollte, sondern zuerst ob ich mit oder ohne Mobilfunk kaufen will. Denn ohne Mobilfunkchip gibt es ohnehin nur Sport- und Nike-Uhren, also solche mit Alu-GehĂ€use. Ich hatte mich vor einer Woche dazu gebracht, so einen Mobilchip hinzunehmen, man muss den ja wohl nicht aktivieren, aber als die Bestellungen verfĂŒgbar wurden, war schnell klar, dass Edelstahl-Modelle nicht in StĂŒckzahlen am Starttag verfĂŒgbar wĂ€ren.

So bin ich gestern nach den Aufnahmen fĂŒr den Podcast ins AEZ gefahren, und habe den Concierge am Eingang mit der Frage belĂ€stigt, wie es denn mit Edelstahl aussĂ€he. Ergebnis: Es gab wohl noch eine 38mm-Uhr, ansonsten nur noch Alu. Da war die Auswahl nicht riesig, aber vier verschiedene Kombinationen aus GehĂ€use- und Band-Farbe hatte er dann doch (da war es so gegen 9:30, nur um mal die zeitliche Einordnung hinzubekommen). Ich habe mich dann fĂŒr das silberne Modell entschieden, ohne LTE. Das reservierte er auf seinem iPad fĂŒr mich, gab noch Name und Handynummer ein, und in der SMS, die mich dann kurz danach erreicht hat, stand ein Link, der zu einem Eintrag ins iOS-Wallet fĂŒhrte, mit dem ich mich dann in einen Bereich stellen durfte, wo der nĂ€chste freie VerkĂ€ufer sich dann meiner annehmen wĂŒrde.

Da gab es dann nur die Schwierigkeit, dass die tragbaren VerkaufsgerĂ€te irgend einen Fehler meldeten, wenn sie den QR-Code von meinem Bildschirm abgescannt hatten. Vielleicht wĂ€re die Bestellung noch nicht ganz im System angekommen. Ob ich mal kurz ein paar Minuten rumlaufen wollte? Gesagt, getan, aber danach ließ der Code sich immer noch nicht sauber scannen. Dann hat eienr der VerkĂ€ufer die Reservierung storniert, und das gleiche GerĂ€t mit seinem tragbaren System neu reserviert, und konnte dann auch den Verkauf abschließen. Manchmal funktioniert die manuelle Lösung eben doch besser.

Ich bin dann mit der lĂ€nglichen Watch-Box (anders als die eher wĂŒrfelförmigen Boxen der Edelstahl-Modelle) mit dem nĂ€chsten Bus nach Hause gefahren, wo ich dann gleich mal die neue Uhr an den Strom gehĂ€ngt habe. Eigentlich hatte ich die Absicht, mit der Einrichtung der Uhr zu warten, bis ich nach der Innenstadt-Runde wieder da wĂ€re, konnte mich dann aber doch nicht zurĂŒckhalten und habe die neue Uhr schon mal eingerichtet.

Hier gab es die erste positive Überraschung: Die Einrichtung der neuen Uhr hat die Verbindung zur bisherigen Series 2 nicht unterbrochen, und hat auch nicht verlangt, dass ich eine der inzwischen drei eingetragenen Uhren löschen sollte. Das backup einspielen dauerte vielleicht 15 Minuten, dann waren aber noch gar keine Apps auf der neuen Uhr. Ich hab der erstmal das Link Bracelet verpasst, was bisher an der Series 0-Uhr hing, mir die neue Uhr dann angelegt (iPhone hat das auch sehr schnell bemerkt). Dann war es in den letzten Jahren ja so, dass bei der Einrichtung einer neuen Watch die keine Stand-Stunden mehr zĂ€hlen konnte. Das konnte ich schnell ausprobieren: Die neue Uhr hat mir um 11 die Stunde gegeben, als ich ganz bewusst mit ihr rumgelaufen bin.

In der Zwischenzeit habe ich das iPhone am Strom (der Pinguin-Rechner) gehÀngt, zeitgleich den Podcast fertig produziert, und in der Watch-App zugesehen, wie dort die Apps auf die Watch geschoben wurden. Als der Podcast fertig war, war die Uhr auch voll betankt, und ich konnte wieder raus.

Erste EinschĂ€tzung nach einem Tag Benutzung: Die Series 3 startet jetzt endlich Apps auch angemessen schnell, wenn sie nicht schon im Speicher rumlagen (Und Caching kann es nicht sein, dafĂŒr habe ich gerade die Uhr mal neu gestartet, ist wirklich deutlich schneller), kann jetzt dank Barometer auch abschĂ€tzen, wie viele Stockwerke man erklimmt hĂ€tte (und kommt dabei auf die selbe zahl wie das iPhone). Zur Akkulaufzeit halte ich mich mit EinschĂ€tzungen zurĂŒck, dafĂŒr sind die Betriebssystem-Versionen zu instabil, und das Bluetooth besonders auffĂ€llig.

Heute wĂ€re ja sogar ein 8+-iPhone (schwarz, die große Speicherausstattung) im Jungfernstore verfĂŒgbar gewesen, aber ich bin doch noch nicht dazu bereit, das 7+ zu verlassen. Mal davon abgesehen, dass dank fehlendem App-Sync von iTunes so ein Setup mal eben sĂ€mtliche Apps aus dem Internet neu runterladen muss. Wo kriegt man noch gleich richtig gut angebundene InternetzugĂ€nge hier?

MidiPad Pro

Es hat sich vor einiger Zeit schon gejĂ€hrt, dass die Shunt-OP neun Jahre her war (am 29.6., um genau zu sein), und in dem Zusammenhang stand mal wieder Budget fĂŒr eine unnötig große Anschaffung an. Außerdem verdichten sich die Anzeichen, dass Apple wirklich keine iPad mini mehr neu auf den Markt bringen will. Deswegen hatte ich schon lĂ€nger mit der Idee gespielt, dass ich mir mal ein grĂ¶ĂŸeres iPad (Pro) zulegen könnte. Dabei war klar, dass es das werden wĂŒrde, was ich als MidiPad bezeichne, um es vom 12-Zoll-GerĂ€t abzugrenzen. Ein paar Tage vor dem OP-Jahrestag gab es im Jungfernstore schon mal eine Gelegenheit, die ich aber dann doch verstreichen lassen habe. Das war relativ kurz nachdem ich das iPhone 7 gekauft hatte, und außerdem eben noch vor dem Jahrestag.

Am Montag ergab eine rein informative Auskunft auf der Webseite, dass mein Wunschmodell (10,5-Zoll mit kleinster SpeicherkapazitĂ€t, Space gray, mit Mobilfunk) gerade verfĂŒgbar wĂ€re. Das hat sich auch im Lauf des Tages nicht mehr geĂ€ndert, so dass ich irgendwann einfach beschloss, meinen Feierabend etwas frĂŒher zu beginnen, indem ich mir ein iPad kaufe. Gesagt, getan. Das iPad inklusive Cover und AppleCare kam dann auf einen guten Tausender, und passte inklusive Verpackung gerade noch in den nicht ganz leeren Rucksack (ist damit also in etwa so groß wie eine FritzBox-Packung). 

Zuhause habe ich dann erst die EinkĂ€ufe erledigt, das Mini4 noch ein sauberes Backup machen lassen, bevor ich mich an Unboxing und Einrichtung des neuen RechengerĂ€tes gemacht habe. Anders als beim iPhone brauchte das auch keine neue Software, war es doch zur WWDC erst gestartet, und enthielt gleich die aktuelle Version mit anderer Buildnummer (14F8089 anstatt 14F91). Außerdem ist das iPad-Backup kleiner als das des iPhone, was vermutlich daran liegt, dass ich auf dem iPad mit weniger Apps rumspiele. Einen Restore-Reboot spĂ€ter legte iTunes gleich mit der Installation los, und wĂ€hrend ich gerade die Buldnummer ermitteln wollte, muss irgend etwas schief gelaufen sein, jedenfalls entfernte das iPad ziemlich viele App-Icons von Apps, die es bis dahin noch aus iTunes erwartet hat. Aus iTunes habe ich dann noch einen Sync angestoßen, nachdem ich nachgesehen hatte, dass da die Apps zur Installation vorgesehen waren. Dumemrweise hatten die dann installierten Apps (also eine Mehrheit an Apps) keine gespeicherten Einstellungen mehr. Entsprechend lĂ€nger dauerte danach dann die genaue Einrichtung. Mit betroffen war auch mein (immernoch) bevorzugter Feedreader, der Mister Reader. Die App ist zwar nicht mehr im Appstore, aber meine lokale Kopie hatte iTunes noch. Da gab es nur das Problem, dass die Feedly-Anmeldung per Googlekonto mit obskurer Fehlermeldung von Google verweigert wurde. Ich hab dann schon mal den Reeder ausgepackt, und dann erstmal mit anderen Apps weitergemacht. Irgendwann kam ich auf die Idee, mal nachzusehen, wie man in Feedly einen weiteren Login hinzufĂŒgt, was fĂŒr den Feedly-eigenen Login bei dessen EinfĂŒhrung beschrieben wurde. nachdem ich das erledigt hatte, konnte sich der Reader dann doch anmelden.

Was mir ziemlich schnell auffiel: Das 10,5-Zoll-iPad Pro ist ziemlich schnell, dafĂŒr im Vergleich zum Mini-Formfaktor, den ich seit inzwischen fast 5 Jahren genutzt habe gigantisch. Als mir dann bei der Suche nach einer Ablage in einer iPad-Tasche mein erstes iPad in die HĂ€nde fiel, wurde aber deutlich, dass GrĂ¶ĂŸe relativ ist. Ja, das 10,5-Zoll-GerĂ€t ist etwas grĂ¶ĂŸer von Höhe und Breite, dafĂŒr aber deutlich dĂŒnner und beim Gewicht in etwa gleichauf. Nun ist das erste iPad auch nicht gerade der beste Vergleich, aber ein neueres großes iPad ist mir so spontan nicht begenet.

Dann hab ich noch den Pencil ausgepackt, den ich mir neulich schon mal gekauft hatte, als gerade keine iPads in meiner Konfiguration verfĂŒgbar waren. Wie erwartet, kann man damit einfach so auf dem Display malen, wenn man denn malen kann. Ich habe mich lieber erstmal auf handschrift beschrĂ€nkt. FĂŒr ein mobiles Notizbuch ist mir das iPad doch etwas zu unhandlich (das mini wĂ€re da als portable GrĂ¶ĂŸe schon nicht schlecht gewesen), aber die besten Features kommen ohnehin erst mit iOS 11 irgendwann im September. Bis dahin habe ich mich auf Arbeit bei einem Kollegen erkundigt, mit welcher Notiz-App er auf seinem Pro neulich per Stift notiert hatte, und die GoodNotes 4 empfohlen bekommen. Mal sehen, wann ich aufhöre, Papierzettel zu nutzen...

PodPhone

Ich habe am Freitag mal wieder etwas mehr Geld in Technik-Spielzeug investiert, und das kam so: In den letzten Wochen und Monaten bin ich zunehmend weniger glĂŒcklich mit der Performance des iPhone 6, was ich beim Podcasten als GerĂ€t einsetze, von dem ich die Themen ablese, und wo die sprechende Uhr sich regelmĂ€ĂŸig meldet. Im Winter sehe ich ja ein, dass ich morgens Strom in das GerĂ€t leite, weil dem sonst zu kalt wird, aber bei zweistelligen Temperaturen hĂ€lt sich mein Einsehen in Grenzen. Davon abgesehen sieht die HĂŒlle auch nicht mehr sonderlich hĂŒbsch aus. Ich könnte also eine HĂŒlle mit Akku kaufen. Nach der WWDC und den AnkĂŒndigungen fĂŒr September war mir aber klar, dass da ein neueres iPhone schon cooler wĂ€re. Dann habe ich kurz ĂŒberlegt, ob ich wieder den ĂŒblichen GerĂ€tewechsel mache (neues primĂ€res GerĂ€t kaufen, die bisherigen GerĂ€te rutschen alle eine Stufe runter. Das hĂ€tte das 6S Plus zum Podcast-GerĂ€t prĂ€destiniert. Nun habe ich fĂŒr kleinere Aufnahmen in letzter Zeit schon ein paar Mal mit dem 6S Plus in der Hand aufgenommen, das ist unangenehm groß dafĂŒr. Also war die nĂ€chste Idee, nur das 6 zu ersetzen, durch ein Ă€hnlich großes GerĂ€t. Und dann kam ohnehin nur noch ein 7er in Frage, weil es ja nichts bringt, wenn ich jetzt noch ein 1,5 Jahre altes Telefon neu kaufe.

Freitag bin ich also nach den Aufnahmen in den Alsterstore gefahren, wo um kurz nach Ladenöffnung zwar schon ein paar Kunden betreut wurden, es aber lĂ€ngst nicht voll war. Die erste Angestellte, die mich fragte, ob sich schon jemand um mich kĂŒmmern wĂŒrde, konnte ich gleich mit meinem Kaufwunsch konfrontieren: iPhone 7 in schwarz ("We're calling it black") mit 128 GB (weil das inzwischen alle meine iPhones haben dĂŒrfen) und ne Akku-HĂŒlle dazu. Hat sie im Lager bestellt, die Akku-HĂŒllen sind direkt an einer Wand ausgestellt und können dort auch entnommen werden. Dann gab es noch die Frage, ob ich ein AppleCare (Plus) wĂŒnsche, und ich habe mich spontan dafĂŒr entschieden, weil ich vorhabe, das iPhone dann noch eine Weile zu nutzen. Gute tausend Euro spĂ€ter waren iPhone und HĂŒlle meins, und ich konnte nach Hause weiterfahren.

Da hab ich erst das 6 entkleidet, dem per SIM-Removal-Tool die SIM entfernt, bevor sie im frisch entpackten 7 landete, was auch gleich in die Akku-HĂŒlle passte. Da war auch schon Strom drin, so dass das iPhone gleich startete. iTunes durfte sich per Kabel verbinden, und sollte das morgendliche Backup vom 7 Plus da einspielen, was aber nicht ging, weil das iOS auf dem neuen GerĂ€t dafĂŒr zu alt wĂ€re (10.2.1 war da noch drauf). Also habe ich es am GerĂ€t als neues GerĂ€t eingerichtet, die minimalen Schritte getĂ€tigt, um bis zum OS-Updater zu gelangen, der sich dann erst das Update runtergeladen hat, vorbereitet und dann installiert. Ich hab in der Zwischenzeit entspannt weiter den Podcast gebastelt. Als das iPhone nach dem Update wieder da war, hab ich dem gleich mal die Einstellungen alle gelöscht, damit iTunes danach wieder ein GerĂ€t vorfindet, in dem so ein Backup eingespielt werden kann. Das klappte auch bis auf einen kleinen Haken fehlerfrei. Der Haken: Ich hatte nicht bedacht, dass der Restore-Dialog modal ist, und ich in der Zeit nichts mit iTunes anfangen kann. Zum Beispiel kann ich dann keine MP3-Tags in die fertigen Dateien basteln. Angebliche 6 Minuten spĂ€ter war der Restore aber durch, das iPhone hat mal wieder einen Neustart hingelegt, und ich konnte mit iTunes wieder interagieren. Im Hintergrung hat iTunes dann das hungrige iPhone mit allen Apps beworfen, die es selbst kennt (179 war die Anzahl laut Fortschrittsbalken), wĂ€hrend das iPhone sich um Apps bemĂŒht, die nicht von der iTunes-Bibliothek ausgeliefert werden, aber online verfĂŒgbar sind. Haken dabei: Das lastet meine Internetanbindung dann doch recht nachhaltig aus, so dass die beiden verbliebenen MP3-Dateien nur in relativ langsamer Geschwindigkeit ins Netz gelangten. Der Podcatcher war mal wieder ziemlich spĂ€t in der Liste (Nummer 174, wenn ich das richtig gesehen habe), und hatte selbst dann auch noch ein paar GB an Downloads nötig.

So habe ich dann mal knapp 2 Stunden des Tages verbracht damit, meinem neuen Podcast-Begleit-Phone seine Daten aufzuspielen. Danach ist mir dann aufgefallen, dass die Akku-HĂŒlle noch eine Weile Strom in das neue iPhone geleitet hat, wĂ€hrend das 7 Plus allerdings in die gefĂ€hrlichen Regionen von 20% runtergerutscht ist. Ich vermute mal, dass das dem 7 auch noch Daten spenden durfte, hoffentlich nicht nur ĂŒber das Mobilnetz.

Und dann habe ich mal wieder einen Punkt erreicht, wo sich zwei fast gleiche iPhones in meinem Setup befinden, das war zuletzt bei den 5S der Fall, wo ich einen Akkufresser dadurch gesucht habe, dass ich ein zweites iPhone mit identischem Setup eingerichtet habe, und nur einen der zwei Schuldigen gefunden hatte. Was macht man nicht alles, um kleine Monats- und große Jahrestage von großen OPs angemessen zu feiern?

AirPods

Ich hab mir mal wieder was Kleines zugelegt, und zwar Apples AirPods. Und das kam so: Als ich am Freitag nach den Podcast-Aufnahmen im Alstertal-Obstladen war, gab es zwar keine AirPods im Verkaufsraum, aber im Lager, wo der eine Angestellte, der mich angesprochen hatte, sie auch gleich abgeholt hat. Ich hatte bei deren Vorstellung eigentlich kein Interesse an den Apple-Kopfhörern, die zwar völlig drahtlos, aber eben auch ohne Fernbedien-Funktion daherkommen. Da fand ich die Idee der Beats-Kopfhörer BeatsX und PowerBeats3 interessanter, die ich mir in der Zwischenzeit auch schon zugelegt habe. Die haben zwar auch kein Kabel, ĂŒber das das Audio-Signal vom GerĂ€t zu ihnen gelangt, sind untereinander aber mit einem Draht verbunden. Da dran befindet sich auch die Fernbedienung mit den LautstĂ€rke-Tasten und dem Knopf in der Mitte (Play/Pause, bei Doppelklick Next Track oder im Podcatcher vorwĂ€rts springen). FĂŒr die Stromversorgung, die drahtlose Kopfhörer nicht per Kabel vom GerĂ€t erledigen können, aus dem sie Ton empfangen, haben die PowerBeats an einem Kopfhörer eine mini-USB-Buchse, die BeatsX haben an einer grĂ¶ĂŸeren Verdickung am Draht eine Lightning-Buchse.

Nun aber zu den AirPods. Die sind Ă€ußerlich geformt wie die EarPods. Im direkten Vergleich mit deren neuester Inkarnation (mit Lightning-Stecker) haben die AirPods aber doch ein paar zusĂ€tzliche Öffnungen an jedem der Ohrstöpsel. Wo sie wirklich auffallen ist aber beim gesamten Design. Das fĂ€ngt schon bei der ziemlich winzigen Schachtel an, in der die Stöpsel wohnen, wenn sie nicht im Ohr stecken, geht weiter beim auffallend simplen Pairing-Prozess (iPhone entsperrt haben, Schachtel aufklappen, auf iPhone Verbindung bestĂ€tigen. Fertig.), der bei den Beats-Kopfhörern nicht aufwĂ€ndiger ist, aber dadurch weniger elegant, dass man dort jeweis den Power-Knopf lĂ€nger gedrĂŒckt halten muss. Die Bedienung der AirPods ist Ă€hnlich minimalistisch angelegt. Man entnimmt einen Ohrstöpsel und steckt ihn sich in das entsprechende Ohr. Praktischerweise steht auf den Stöpseln an dem Ende, wo sonst das Kabel rauskĂ€me ob er L oder R wĂ€re. Eine Art Fernbedinung gibt es doch, die aber nur eine Funktion ausĂŒben kann, das ist entweder Siri aufrufen oder Play/Pause. Einstellen kann man das ĂŒber die BlueTooth-Einstellungen, wenn die AirPods verbunden sind.

Bei der Akustik fallen die AirPods nicht besonders auf, heben sich im Vergleich von den kabelgebundenen EarPods aber auch nicht wesentlich ab. FĂŒr mich war bei den diversen drahtlosen Kopfhörern gerade anfangs komisch, wenn ich durch die Wohnung laufe, wĂ€hrend das iPhone gerade am iTunes ein Backup seiner Daten anfertigt. Bei den AirPods kommt noch dazu, dass die auch untereinander nicht verbunden sind. Einerseits ziehen sie so nicht aneinander, aber andererseits hatte ich das GefĂŒhl, dass ich nicht bemerken wĂŒrde, wenn einer der Stöpsel plötzlich rausfallen wĂŒrde. Tun sie nicht von alleine, der Halt der Kopfhörer im Ohr reicht bei mir dann doch, aber so ganz will das GefĂŒhl doch nicht verschwinden.

Ob die AirPods den stolzen Preis von 179 Euro Wert sind, kann ich nach der sehr ĂŒberschaubaren Benutzung bisher (im Wesentlichen nur dann, wenn das iPhone gerade ein iTunes-Backup gemacht hat, und ich nicht gerade mit dem Rechner abgelenkt war) nicht einschĂ€tzen. Zumindest sollte man sich das Design aber mal angesehen haben. Dagegen wirken die Beats-Kopfhörer geradezu billig.

Sieben plus

Als Apple im September die neuen iPhones vorgestellt hat, bin ich ja nicht gleich losgelaufen, um mir eins davon zu reservieren, weil ich mir die Situation mit den Kopfhörern erstmal in Ruhe anschauen wollte. Stattdessen habe ich mir dann eine neue Watch geleistet, und fĂŒr iPhone nur einen niedlichen Adapter, der aus einem Lightning-Port eine Kopfhörer-Buchse ausleitet. Mit dem konnte ich dann ausprobieren, ob das logistisch ĂŒberhaupt funktioniert, dass ich ein großes iPhone und den Adapter in meiner UmhĂ€ngetasche habe. Ergebnis war dann ziemlich schnell: Ja, das geht.

Dann gab es noch ein Problem zu klĂ€ren, und zwar die Frage, wie der Ton aus dem iPhone kommt, wenn das gerade am Rechner hĂ€ngt. DafĂŒr ergaben sich zwei Lösungswege: Entweder der drahtlose Weg, den Apple wohl bevorzugt, oder die Möglichkeit, die Stromversorgung per Lightning von der Audioausgabe zu trennen, indem man zum Beispiel zwei Lightning-Buchsen hat. FĂŒr beide Wege haben sich in den letzten Wochen Produkte eingefunden: Apple hat zwar immer noch keine AirPods im Verkauf, aber die Hauseigenen Beats-Kopfhörer um Modelle mit W1-Chip erweitert. Ich habe davon die PowerBeats3 gewĂ€hlt, nicht weil ich so auf Power stehe, aber weil sie keine dicken ĂŒber dem Ohr klebenden GerĂ€te sind, und weil sie verfĂŒgbar waren. In Sachen Lightnin-Trennung hat Belkin ein Produkt in die LĂ€den gebracht, wo aus einer Buchse schlicht zwei werden, die entweder Strom rein, oder Töne rausleiten können, nur nicht beide das selbe gleichzeitig. Was auf der Packung nicht steht: Die iTunes-Synchronisation geht damit aber nicht.

Nachdem kĂŒrzlich wieder ein OP-Monatstag war, und mein Podcast auch schon zehn Jahre alt ist, hatte ich eigentlich letzte Woche geplant, mir so ein iPhone 7 plus in schwarz zu leisten, aber da kam dann was dazwischen. Diese Woche waren dann laut Store-App die schwarzen 7 Plus in den GrĂ¶ĂŸen 32GB (viel zu wenig) und 128GB verfĂŒgbar, und ich habe dann noch mit der Frage zu kĂ€mpfen gehabt, ob mit einem anstehenden Arztbesuch so ein Kauf vereinbar wĂ€re (gerade, wo 2011 ja aus dem Arzttermin eine ganze OP wurde). LĂ€ngeres Nachdenken ĂŒber Nacht brachte dann das Ergebnis, dass das schon passt. Knapp zwei Wochen sollten ausreichen, um ein iPhone nicht nur einzurichten, sondern auch durchzutesten.

Und so war ich heute frĂŒh bei Ladenöffnung im Alstertal und habe nicht nur ein 7 plus mit 128GB gekauft, sondern gleich noch zwei Adapterpaare aus Lightning-Splitter und Kopfhörer-Adapter. Das war nicht gerade mein gĂŒnstigster Einkauf, aber was tut man nicht alles, um in jedem Rucksack auf NotfĂ€lle vorbereitet zu sein?

Bei der Einrichtung des neuen GerĂ€ts hatte ich mir vorher schon mal Gedanken gemacht, was ich in welcher Reihenfolge machen sollte. So kamen die Ideen zusammen, welche Uhr wie ihr Backup ins neue GerĂ€t umziehen könnte: Die Uhr zur Nacht sollte einen Unpair durchfĂŒhren, wĂ€hrend die Tagesuhr einfach beim iTunes-Backup mitmachen durfte. FĂŒr das neue iPhone hatte ich gleich eingeplant, dass das erstmal ein Update aus dem Netz beschaffen sollte, um ĂŒberhaupt mit dem Backup etwas anfangen zu können. Da gab es dann aber die große Überraschung, dass das iPhone bereits mit dem ersten iOS 10.1.1 versorgt war (Buildnummer 14B100), so dass gar kein Update angeboten wurde. Dann hat der Restore und der darauf folgende lĂ€ngliche App-Install noch eine Weile gebraucht, wobei anfangs das iPhone wohl keine Netzverbindung reinlassen wollte. Mit einem kurzen Ausflug ins LTE-Land ließ sich das aber beheben. Als dann endlich mein Podcatcher gelandet war, hatte der noch bummelig 1,5GB an Downloads zu erledigen, fĂŒr die er gemeinerweise keinen Fortschritt angezeigt hat, da wurden einfach plötzlich Downloads fertig. Dagegen half dann wirklich nur ein Reboot.

In sachen Watch-Einrichtung bin ich dieses Mal zweigleisig gefahren und habe relativ frĂŒh beide Uhren angemeldet, wobei die Nachtuhr dann aber so lange am Arm bleiben durfte, bis die ihre Apps installiert hatte. danach durfte die neuere Tagesuhr wieder an den Arm. Beide haben allerdings wieder keine neuen Stand-Stunden gezĂ€hlt. Das kenne ich inzwischen ja schon vom iPhone-Wechsel, insofern hĂ€lt sich die Überraschung in Grenzen. 

Übrigens habe ich, anders als ursprĂŒnglich geplant, nicht das 6S plus abgeschaltet, sondern dessen kleinen Bruder, das 6S. Das hat nĂ€mlich im Lauf des Tages mehrfach auf ausgeschaltet gespielt, vermutlich, weil sich da drin genau der Akkufehler der ersten Charge 6S-GerĂ€te findet. Ich muss nur schauen, wie ich damit umgehe, dass ich jetzt zwei Plus-GerĂ€te rumtragen will, eigentlich war das so ja nicht gedacht.

Watch 2

Heute war ja wieder der große Tag, an dem die Firma Apple neue Produkte in den Verkauf gebracht hat. Die neuen iPhones 7 und 7 Plus haben es mir da aber nicht so angetan, vor allem, weil sie ohne eingebauten Kopfhöreranschluss nicht einfach eine der Hauptfunktionen meines akutellen Haupt-iPhone ĂŒbernehmen können: Podcasts in meine in-Ear-Ohrstöpsel beamen. Bis ich da eine Lösung finde (ich stelle mir sowas wie einen Bluetooth-nach-Kopfhörer-Adapter vor), kann ich die iPhones nicht als primĂ€res GerĂ€t nutzen, und damit muss ich so ein GerĂ€t auch nicht kaufen.

Anders sieht es bei der neuen Generation der Uhr aus. Da gab es letzte Woche nur den Haken, dass mir nirgendwo eine Reservierungsfunktion angeboten wurde, so dass ich mir da nur eine Uhr fĂŒr den Versand hĂ€tte bestellen können. Das Angebot habe ich ja schon bei der ersten Generation Uhr nicht wahrgenommen. In den letzten Tagen hatte ich immer mal wieder in den hiesigen LadengeschĂ€ften nachgefragt, wie es denn mit der Möglichkeit aussĂ€he, einfach ohne Reservierung eine Uhr zu erwerben. Da hieß es gestern im Alstertal, dass man das ausprobieren könne, weil der Store ja regelmĂ€ĂŸig neue Uhren erhalte. Entsprechend bin ich heute Vormittag nach den Podcast-Aufnahmen in den Alstertal-Store gewandert, wo keine Schlange vor der TĂŒr zu sehen war, dafĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Anzahl Kunden offenbar dabei waren, neue iPhones zu kaufen. Mit dem Wunsch, eine neue Uhr zu kaufen sprach ich dann einen der Angestellten dort an, der mich an einen Koordinator an der Seite verwies. Der vermittelte mir dann eine andere Angestellte, die in ihrem tragbaren Kassen- und Bestandsverwaltungssystem nicht mal nachsehen brauchte, weil der Sore gar keine Uhren der neuen Generation mit Stahl-HĂŒlle bekommen hĂ€tten. Allerdings gĂ€be es das schwarze Stahl-Modell mit Milanese-Band. Inklusive dem AppleCare durfte ich dafĂŒr 914 Euro zahlen, aber dafĂŒr konnte ich es direkt mitnehmen. Und die Anmerkung, dass das silberne Link-Bracelet stilistisch nicht ganz zur schwarzen Watch passen wĂŒrde.

Zuhause habe ich dann erstmal die neue Uhr aus ihrer Umverpackung geholt, eine spezielle Tragetasche außenrum gab es dieses Mal ĂŒbrigens nicht. Dann habe ich die Uhr an den Strom gelassen, wo sie sich kurz mit 85% Akkustand meldete, bevor sie darauf beharrte, dass sie erst eine Sprache fĂŒr die Installationsauswahl abfragen wĂŒrde.

Nachdem ich mit dem Podcast komplett fertig war, wollte ich ohnehin noch in die Stadt, denn im Alsterstore hatte ich es glatt geschafft, keins der neuen iPhones aus der NĂ€he zu bestaunen, oder gar zu befingern. So ganz nebenbei ĂŒberlegte ich noch, dass zu meiner bisherigen silbrigen Stahl-Uhr mit Link Bracelet eigentlich eine schwarze Uhr mit schwarzem Link Bracelet passen wĂŒrde. DafĂŒr ruft Apple nur auch schon den Preis von 609 Euro auf. Entsprechend wollte ich da noch drĂŒber meditieren.

Ich kĂŒrz mal ein bisschen ab: Ich hab dann beschlossen, dass es mir das Wert ist, und im Jungfernstore erst kurz ein matt-schwarzes iPhone 7 befingert, mit dem nicht mehr mechanisch funktionierenden Home-Button rumprobiert, dann erfragt, wer mir so ein Link-Bracelet verkaufen kann (am Eingang den Wunsch Ă€ußern, dann wird man weitervermittelt), und letztlich nochmal 609 Euro investiert.

Wieder zuhause hab ich das alles zusammengesetzt, festgestellt, dass das iPhone noch die bisherige Nacht-Uhr kannte (hat das 'Erase All Settings' vom Vormittag also nicht gereicht), und so ein Initial-Sync mit der neuen Uhr doch schneller geht als mit der alten (siehe Dienstag, wo das restaurierte iPhone sich ja als erstes von der Uhr getrennt hat, und ich den Pairing-Prozess fĂŒr beide Uhren durchlaufen musste). Dann war die neue Uhr noch etwas zickig, wollte die fertig aufgespielten Apps nicht starten, aber einen Reboot spĂ€ter war auch das gelöst. Der Reboot ist ĂŒbrigens nicht spĂŒrbar schneller. Dass der Akkustand ziemlich direkt auf 88% gesunken ist, verbuche ich erstmal auf die Ersteinrichtung.

6S Plus: Mehr als nur groß

Am Freitag habe ich mal relativ spontan einen Plan umgesetzt, der schon eine Weile in der Überlegung rumsaß. Und zwar habe ich mir ein iPhone 6S in der Plus-GrĂ¶ĂŸe geleistet (schwarz, 128GB, wie das 6S, was ich ja auch schon habe). Warum? Naja, im Februar jĂ€hrt die Augen-OP, und zu Jahrestagen 'darf' ich mir auch mal verrĂŒckte Dinge leisten. Nun ist in zwei Wochen, wenn der Jahrestag liegt, nur noch zwei Wochen Luft bis zum Augendoc-Termin, zu dem ich wieder komplett OP-tauglich sein will, was so große Änderungen eher nicht garantieren. Und deswegen habe ich schon in der letzten Woche eine HĂŒlle (irgendwas von OtterBox, was im Obstladen zu haben war) gekauft, dem iPhone 6 als neuem Ă€ltesten Modell den App-Ordner vom 5S nachgebaut, die sprechende Uhr da umkonfiguriert, fĂŒr ausreichend Bargeld gesorgt und so weiter.

Das Setup wollte ich Ă€hnlich wie im September machen, also erst fertig einkaufen, dann Uhr unpairen fĂŒrs Backup davon, dann Backup vom 6S machen (seit ich die Bilder gelöscht habe, ist das Backup auch deutlich handlicher), dann SIM aus dem 5S umziehen, neues iPhone ranhĂ€ngen, und feststellen, dass da ein Ă€lteres OS drauf ist als das 9.2.1 vom 6S. Also erstmal als neues GerĂ€t einrichten, WLAN-Passwort abtippen, Update laden, installieren, alle Einstellungen und Daten wieder löschen, und nochmal an den Rechner hĂ€ngen. Dann den Restore, die diversen Apps installieren, und sobald der Podcatcher gelandet ist, den mal mit seinen Downloads belĂ€stigen. Die Uhr hab ich diesmal schon relativ frĂŒh im Setup wieder gepairt, weil das ja nicht auf Apps warten musste. Bei den Apps fehlten spannenderweise ein paar, vermutlich, weil iTunes die sich ja nicht geholt hatte, als ich die auf dem 6S geladen hab. Ein paar Apps haben das mit den Pushmeldungen auch wieder nicht geschafft, wobei viele nur einmal gestartet werden wollten. Die Apps, denen das nicht gereicht hat, hab ich einmal gelöscht und wieder neu geladen, dann ging das auch.

Soweit das Setup, kommen wir mal zur Nutzung. Das große iPhone ist, relativ offensichtlich, ein ziemlich großer Brummer. So groß, dass der schon nicht mehr einfach in der Hand zu halten ist. Auf der anderen Seite hat der Brumemr aber auch nen ziemlich großen Akku. So groß, dass ich das iPhone in den drei vollen Tagen an Nutzung noch nie mit weniger als 60 Prozent Akku gesehen habe. DafĂŒr ist das 6S allerdings ziemlich schwach geworden, schwĂ€cher als ich das in Erinnerung hatte, als es nachts nicht mit am Strom hing. In Sachen Leistung unterscheiden sich das 6S und das 6S Plus nicht spĂŒrbar, da ist weder mehr Rumms dank schnellerer CPU oder weniger Rumms dank mehr Grafik zu bemerken. Auch von der Skalierung der Grafik (interne Auflösung wird nicht pixelgenau angezeigt) merke ich nichts. Das Display sieht aber trotzdem ungewohnt groß aus aus der NĂ€he. Aber das war ja zu erwarten.

Watch-Monat

(Den Eintrag wollte ich eigentlich schon am Wochenende geschrieben haben, hab ihn dann aber glatt verpennt)

Nun habe ich die Watch also schon ĂŒber nen Monat. Da kann ich ja mal meine EindrĂŒcke festhalten.

Das erste, was mir mit der Watch aufgefallen ist: Das iPhone macht bei Notifications keine Töne, solange die Watch verbunden und entsperrt ist. Umgekehrt tauchen bei entsperrtem iPhone Notifications auch nicht auf der Watch auf. Das war besonders anfangs sehr ungewohnt. Dadurch geht mir einerseits der Notification-Typ (ist es meine sprechende Uhr zur vollen Stunde, irgendwas bei Twitter oder was?) verloren, andererseits bleibt die Wiedergabe-LautstĂ€rke vom iPhone gleich laut. Weil hörbare notifications immer die LautstĂ€rke reduziert haben, habe ich einigen Notifications verboten, ĂŒberhaupt GerĂ€usche zu machen (Notifications der Twitter-App, zum Beispiel. Die haben eh nur den Standard-Ton und sind im Regelfall nicht dringend) Mit der Watch hat sich das nun aber geĂ€ndert. Denn die tippt mich nur dann an, wenn iPhone einen Ton erzeugen wĂŒrde bei einer Notification. Aber ich gleite zu sehr in Details ab.

Notifications tippen mich also an, und pingen auf der Uhr, wenn ich die denn mal aus dem lautlosen Modus hole. Das habe ich aber so selten bisher gemacht, weil es sonst doch wieder nerven wĂŒrde, dass ich die Uhr eher als stummen Begleiter nutze.

Dann ist da noch der Fitness-Teil der Watch. Ich habe schon seit Jahren verschiedene Fitness-ArmbĂ€nder (im Wesentlichen SchrittzĂ€hler mit Zusatzfunktionen), bei denen der neueste Neuzugang ein Up3 ist (als der dann endlich beim planetennamigen Elektronik-Discounter aufschlug). Da setzt sich die Watch insofern von ab, als sie zwar auch Schritte zĂ€hlt, Ziele aber ganz anders setzt: Einmal eine ZĂ€hlung aktiv verbrannter Kalorien, wie das auch immer funktioniert (das Move-Goal); dann gibt es noch das Exercise-Goal, was Minuten zĂ€hlt, in denen man sich ernsthaft bewegt (fest auf 30 Minuten pro Tag gesetzt), und das dritte Ziel dauert immer zwölf Stunden zu erreichen: Das Stand-Goal. Da zĂ€hlt es, wenn man pro voller Stunde sich fĂŒr ungefĂ€hr eine Minute bewegt. Die letzten beiden Ziele habe ich noch nie schwer erreicht, aber beim ersten Ziel war mir anfangs unklar, wie viel ich realistisch erreichen kann, und ab wo es zu hoch ist. Also habe ich mit lockeren 450 Kalorien angefangen, die ich jeden Tag erreicht habe. Eine Woche spĂ€ter empfahl Watch mir, doch mal mehr zu nehmen. Da habe ich 600 genommen und wieder jeden Tag erreicht. Dann wurde Watch mutig und hat mir 930 empfohlen, die ich nur noch am Wochenende erreicht habe. Also ging es wieder runter. Mein aktueller Stand sind 700 Kalorien, die ich letzte Woche Montag und am Wochenende erreicht habe. Außer im Urlaub dĂŒrfte das auch kaum mehr werden. Denn am Montag Abend habe ich zwar laut Watch knapp 11 tausend Schritte, aber nur 650 Kalorien geschafft. Anders als Schritte erreiche ich da aber auch im Sitzen noch Fortschritte. Da ist das Ziel noch erreichbar.

Und dann gibt es noch Apps auf der Watch. Vor dem Verkaufsstart haben sich da eine grĂ¶ĂŸere Anzahl Entwickler drauf gestĂŒrzt, aber so richtig viele ĂŒberzeugende Apps sind mir noch nicht begegnet. Konkret nutze ich die Fernbedienung meines Podcatchers iCatcher manchmal, wenn ich nichts kompliziertes von ihm will, und die Fernbedienung auf der Watch ausreicht. Auch ganz nett finde ich die Workflow-App, die ebenfalls eine Art Fernbedienung liefert. So kann ich gerade Samstags beim Rumlaufen in Pausen meinen 'wo bin ich, und wie sieht das Streetview da aus'-Workflow einfacher starten als per iPhone. Ob sich im Herbst mit der nĂ€chsten Software viel auf Seite der Apps verbessern wird, warte ich jedenfalls lieber ab.

Komme ich mal zu einem Fazit. FĂŒr mich ist die Watch ein praktisches Spielzeug, was zwar nicht unerlĂ€sslich sein mag, mir aber doch fehlen wĂŒrde, wenn ich es nicht hĂ€tte. Die ultimative Killer-Anwendung habe ich bisher nicht gefunden, aber ich glaube nicht, dass ich die brauche. Anders als das iPhone hat die Watch mein Leben nicht grundsĂ€tzlich verĂ€ndert (beim iPhone gab es erstmals das ĂŒberall hin mitnehmbare Internet). Es ist aber schon ganz praktisch, bei Pusch-Nachrichten einfach auf der Watch nachsehen zu können, was da meine Aufmerksamkeit erwĂŒnscht. Und wenn es nur eine Celebrity-Eilmeldung ist, kann ich die schneller ignorieren als auf dem iPhone. Wichtige Nachrichten kommen auch schneller an, nur der Reaktionstweet darauf ist auf der Watch nicht so einfach.

Watchkauf

In den letzten Tagen hatte es sich abgezeichnet, dass die ersten Apple-Uhren wohl diese Woche schon in den LadengeschĂ€ften landen könnten. Nun gibt es das kleine Problem der GerĂŒchterstatter, dass die ziemlich US-zentriert sind, und so war der Stand gestern frĂŒh der, dass in UK und in Australien ein Reservierungssystem verfĂŒgbar wĂ€re, in USA erst ab dem 18., und niemand etwas zu Deutschland gesagt hatte. Dazu hatte ich mich auf Twitter ausgelassen und bekam einen Tweet, dass doch eine Reservierung möglich sei. Entsprechend habe ich mir das mal aus der NĂ€he angesehen. Der Link, den ich bekam, war der zur Reservierung einer Sport-Uhr mit weißem Band. Nichts auffallendes. Und das neue Reservierungssystem ist etwas verwirrend: Erst sucht man sich fĂŒr das GerĂ€t einen Laden, der es vorrĂ€tig hat (alle anderen sind nicht auswĂ€hlbar), muss sich dann mit Apple-ID und Captcha anmelden, und bekommt dann einen Reservierungscode als Bild angezeigt, den man per SMS an die Nummer 41000 schicken soll. Ich bin bei den ersten Versuchen an dem Schritt gescheitert, weil offenbar bei meinen mehreren SIMs nur das GerĂ€t senden darf, was auch SMS empfĂ€ngt, also in meinem Fall das iPhone 6. 

Irgendwann las ich dann, dass man in der Store-App neben der Online-Bestellung den Reservierungslink finden wĂŒrde. Das habe ich mit meiner Lieblings-Uhr (42cm, Stahl, Milanese) ausprobiert, als Laden nicht den Jungfernstieg, aber den Alstertal-Laden ausgewĂ€hlt, und dann auch den Code erfolgreich verschickt. Darauf kam eine SMS mit einem anderen Code zurĂŒck, den ich auf der Webseite mit Telefonnummer eingeben durfte, bis dann endlich die Reservierung bestĂ€tigt wurde. Alles komplizierter als die letzten Reservierungen. Aber, ok, wenn ich ne Watch bekommen sollte, habe ich mich nicht beschwert. 

Mittags habe ich meinen Bargeld-Bestand auf Uhren-Kauf-Niveau gebracht, und dann bis zum Feierabend gesteigerte Hibbeligkeit gehabt.

Dann ging es zum Hbf, und von da mit S1 nach PoppenbĂŒttel. Da habe ich mir gleich den ersten Apple-Angestellten geschnappt und mein Anliegen verkĂŒndet: Ich habe eine Reservierung fĂŒr eine Apple-Watch. Der Mann hat dann glatt so gejubelt, wie ich bei der Reservierung. Weiter ging's mit der gewohnten Kauf-Abwicklung. Ich hab neben Watch und AppleCare gleich noch zwei zusĂ€tzliche Stromkabel genommen, weil ich mir die ohnehin gekauft hĂ€tte. Die Watch kam in einem ModegeschĂ€ft-Ă€hnlichen Transport-Beutel, der korrekt gerĂŒchtet worden war. Nach Bezahlung und Rechnung bin ich zum Bus gedĂŒst, und dann nach Hause gefahren. Da hab ich mich erst um nen Einkauf gekĂŒmmert, bevor die Watch dran war. Auspack-Videos gibt es schon einige, deswegen lasse ich die Details weg. Watch habe ich gleich mal ans LadegerĂ€t gehĂ€ngt (sollte der Knubbel nicht fester halten?), und am anderen Ende einen meiner Linux-Rechner. Da ist sie angegangen, und fragte als nĂ€chstes nach Sprache, und ob man sie pairen wollte. Wollte ich. In der Watch-App einfach das Sternenhaufen-Bild per Kamera einfangen, dann geht es weiter. Die ĂŒblichen Einrichtungs-Fragen spĂ€ter durfte die Watch ihren ersten Sync absolvieren, wĂ€hrend dessen ich in anderen Apps unterwegs war. Irgendwann sprang die App zurĂŒck zum Eingangsbild, als hĂ€tte sie keine Watch im Sync. Da auf Pair gehen, war ne blöde Idee, weil sie dann erstmal die Watch entfernt, bevor sie wieder bereit fĂŒr das nĂ€chste Pairing ist. Blöd.

Also nochmal gepairt, und dann auch nichts abgebrochen. Das hat einen Moment (irgendwas unter 30 Minuten, schĂ€tze ich), und dann war die Uhr nutzbar. Die Apps kamen da aber noch nachtrĂ€glich reingetropft. Ich hab mir erstmal die Anzeige eingerichtet (Modular, mit ein paar Complications zum AufwĂ€rmen), und danach mal bisschen in Apps gespielt. WĂ€hrend ich das hier tippe (Mittwoch, 19:23) hĂ€ngt Watch am Strom, und ich hoffe, dass die bisher nicht eingetroffenen Notifications an den fehlenden Apps lagen. Wenn man die Hinweise in der Watch-App liest, steht da, dass die Watch nur dann Notifications bekommt, wenn iPhone nicht genutzt (lies: Entsperrt, und in leuchtend) wird. iPhone sperren hilft da. Das leuchtet dann ĂŒbrigens auch nicht, weil sich ja Watch um die Anzeige kĂŒmmert. Ist logisch, wenn man erstmal das Konzept versteht.


Up-date

Dann kann ich ja mal nach zehn Tagen einen ersten halbwegs fundierten Eindruck vom UP24 aufschreiben.

Das offensichtliche zuerst: Ich bin nicht zum Kabel-Up zurĂŒckgekehrt, auch wenn ich den immer noch die meiste Zeit dabei habe. DafĂŒr habe ich gelernt, wie es kommt, dass die App gerne um kurz nach 20 Uhr die bis dahin bemerkten Schritte als Tagesanzahl bei ifttt gemeldet hat (was besonders dann blöd war, wenn die Schritte nur aus nem Ausflug zum Klo in der Nacht bestanden hatten): Zu der Zeit meldet die App oder deren Server einfach den Tag als erledigt. 

Dann kann man mit UP24 und ifttt auch zusĂ€tzliche Spielchen spielen, wie 'wenn ich 10.000 Schritte an dem Tag voll habe, twitter das mit genauer Uhrzeit' (da habe ich festgestellt, dass Nike Fuelband (3000 Nike-Punkte) und UP24 ziemlich genau die gleiche Vorstellung haben, wann ich den Punkt erreicht habe. DafĂŒr macht mit den live-Updates es weniger Sinn, am Tagesende vermerken zu wollen, wenn ich ĂŒber 10k Schritte hatte, weil der Trigger ebenfalls live auslöst. Allerdings habe ich mir dann kĂŒrzlich noch einen 20k-Trigger zugelegt, fĂŒr 30k sehe ich noch nicht so den Bedarf.

Davon mal abgesehen fĂ€llt die drahtlose Verbindung schon auf Akku-Seite auf, wenn die App alle zehn Minuten den neuesten Stand abfragt und ins Netz laden will. Besonders unpraktisch ist es, weil ich im BĂŒro praktisch keinen Netzempfang habe, aber die App lĂ€sst sich ja einfach abschießen, dann bleiben Bluetooth und Netzverbindung ungenutzt. In Sachen Akku habe ich den UP24 jetzt nicht herausgefordert und jeweils nach spĂ€testens drei Tagen wieder aufgeladen.

Mit ifttt und dem UP24 hab ich mindestens das GefĂŒhl, dass ich gut informiert bin ĂŒber meine tĂ€gliche Bewegung. Inwiefern das auch im Gewicht sich auswirkt kann ich ohne Waage nicht feststellen, aber nachdem ich inzwischen ĂŒber ein Jahr auch Sonntags immer draußen bin, habe ich zumindest schon festgestellt, dass das der durchschnittlichen Laune eher zu- als abtrĂ€glich ist.

UP-Grade

Als ich heute vormittag gelesen habe, dass das UP24 jetzt auch hierzulande erhĂ€ltlich sein sollte, habe ich spontan entschieden, meine Mittagspause nicht mit Essen zu verbringen. Stattdessen bin ich zum Jungfernstieg-AppleStore gefahren, hab mir da ein UP24 geschnappt, und nach kurzer Drohung mit Bargeld das GerĂ€t mitgenommen. Und weil mir direkt vor der Nase meine RĂŒckfahrt abgehauen ist, habe ich die Packung dann gleich geöffnet, das neue Band ausgepackt, und dann erst das bisherige Band ans iPhone gehĂ€ngt, um danach festzustellen, dass das UP24 zwar einen Kopfhöreranschluss unter der gewohnten Kappe versteckt, da aber ein zu dĂŒnnes Format spielt, als dass es in einem iPhone eingesteckt werden könnte. Also hab ich nochmal die Kurzanleitung rausgeholt und festgestellt, dass das UP24 gar nicht per Direktverbindung eingerichtet werden will, sondern sich die Up-Software das neue Band schon per BlueTooth sucht. Zum Pairing muss man nur an der passenden Stelle mal kurz den Knopf am Band drĂŒcken. Der einzige negative Teil ist, dass die Up-App (in ausgesprochen dĂŒrfte das komischer klingen) bei der Neueinrichtung davor warnt, dass es damit das bisherige Band vergisst. Wie gut, dass ich das gerade noch eingestöpselt hatte.

Jetzt habe ich gerade mal ein paar Stunden mit dem neuen Band und der App-Integration gehabt, viel habe ich dabei nicht erlebt. Immerhin kann ich jetzt aber auch in ifttt die Up-Trigger ausprobieren, die nur mit dem UP24 Sinn machen (sowas wie: Wenn ich aufwache, oder wenn ich meine Ziel-Schrittzahl fĂŒr den Tag erreiche). Wie sehr die dauerhafte Bluetooth-Verbindung auf den Akku vom iPhone wirkt, werde ich auch erst beobachten mĂŒssen, aber wenn mir das zu viel wird, kann ich die Up-App wie die App vom Fuelband einfach hart beenden, und dann nur zum Sync abends starten. Anders als das Fuelband kann Up ohne iPhone nur keine Aussagen machen, wie viele Schritte er bereits gezĂ€hlt hat.

UmhĂŒllerei

Nicht ganz freiwillig habe ich mich mal wieder mit der Frage befassen mĂŒssen, wie ich meine iPhones verpacke. Vor einigen Tagen hatte sich erst die GĂŒrtelhalterung fĂŒr meine Otterbox Defender zerlegt, in der sich erst das iPhone 5, und zuletzt das 5S vor der Umgebung geschĂŒtzt fĂŒhlen durfte. Die zu den langen iPhones passenden Crumpler-Taschen gibt es ja auch erst seit diesem Jahr, da musste ich mir ohnehin etwas einfallen lassen (GĂŒrtelhalterung, die nicht am GĂŒrtel, sondern einer UmhĂ€ngetasche befestigt war, war meine Lösung). Das zweite, was ausgefallen ist, war die erste Crumpler-Tasche, deren Reisverschluss offen war, obwohl der Schließ-Schlitten das eigentlich nicht bestellt hatte. Die zweite Crumpler-Tasche, die ich mir passend zum 5S zugelegt hatte, war ohnehin nicht ganz so begeistert von dem Griffin Survivor, in den das 5 umgezogen ist, als ich das 5S eingerichtet hatte.

Und so habe ich am Wochenende erst neue Crumpler-Taschen (The P.P. in der GrĂ¶ĂŸe 80) gekauft, und mich dann bei Saturn Mönckebergstraße mit Lifeproof-HĂŒllen fĂŒr 4S und 5 eingedeckt. Die Teile werben ja damit, dass sie so gut vor Staub, StĂ¶ĂŸen und Wasser/Schnee schĂŒtzen wĂŒrden, dass ich denen nach Otterbox und Survivor mal eine Chance geben wollte. Als ich dann wieder zuhause war, musste ich erstmal die Bediensungsanleitung lesen, die ernsthaft vor der ersten Benutzung empfiehlt, dass man die neue HĂŒlle verschlossen eine Stunde unter Wasser lagert, um zu prĂŒfen, ob sie wirklich wasserfest wĂ€re. Darauf habe ich dann doch verzichtet, und erst ausprobiert, ob die HĂŒlle fĂŒrs 5 besser in der Crumpler-Tasche platz findet als der klobige Survivor. Passt. Entsprechend hab ich das 5 aus dem Survivor gepellt und in ein Lifeproof Fre (mit Strich ĂŒber dem e) gepackt. Beim 4S war die Entscheidung weniger leicht, weil dort die Lifeproof-HĂŒlle keine Aussparung fĂŒr das Apfel-Logo hat (von mir gerne als Spiegel fĂŒr's Auge genutzt), und mit der Otterbox da gibt es ja keine Probleme. Aber eine wasserfeste HĂŒlle wĂ€re an Podcast-Tagen vielleicht doch mal ganz praktisch, und so habe ich auch das 4S umgezogen. Dann wollte noch das 5S eine solche HĂŒlle, die ich dann glatt noch kaufen gefahren bin.

Was mir an den Lifeproof-Teilen gefĂ€llt: Sie tragen weniger dick auf als Griffin Survivor (dicke, fette Gummipolster), sind (angeblich, ich hab's ja nicht getestet) wasserfest. Das erkaufen sie sich damit, dass es keine Öffnungen in der HĂŒlle gibt, die nicht mindestens verschließbar sind. Bei den Knöpfen (Power, lauter und leiser) ist das ja noch triviak, beim Lautlos-Schalter ist das so gelöst, dass eine Art Hebel in der HĂŒlle ist, die den eigentlichen Schalter betĂ€tigt. Den kann man dann zwar nicht sehen, aber iPhones zeigen praktischerweise auch an, ob sie gerade lautlos sind oder nicht. Nochmal schwieriger sind die Lautsprecher, wo die Lösung wohl darim besteht, dass relativ dĂŒnne Folien vor den Lautsprechern sind, durch die Töne zwar etwas verzerrt, aber immer noch erkennbar, geleitet werden, Wasser aber vermutlich nicht. Der grĂ¶ĂŸte Haken ist dann aber die Kopfhörer-Buchse. Schließlich soll da ein Kabel von außen bis in das iGerĂ€t gefĂŒhrt werden, so dass sowas wie eine Folie nicht in Frage kommt. Wenn der Anschluss nicht benutzt wird, findet sich da ein verschaubter Pfopfen, der mit wasserfestem Abschluss das Eindringen von Wasser verhindern soll. Wenn man den Pfopf entfernt, ist die Öffnung aber (wie beim allerersten iPhone) zu eng, um da mit allen Kopfhörern reinzukommen, weshalb es dafĂŒr in der Packung eine Art VerlĂ€ngerung gibt. Und analog dem Pfopfen ist auch die mit der HĂŒlle verschraubt, so dass Wasser dann nur noch in deren Kopfhörer-Öffnung dringen könnte. Der Kopfhörer-Anschluss ist fĂŒr meinen Geschmack zu schwergĂ€ngig, aber ansonsten ist das als Lösung schon in Ordnung. Bei der HĂŒlle fĂŒr iPhone 4/4S ist der Pfopfen dann nicht extra gesichert, dĂŒrfte also relativ schnell verschwinden, wenn man den nicht im VerlĂ€ngerungskabel an der dafĂŒr vorgesehenen Stelle befestigt. Beim Modell fĂŒr iPhone 5 ist das Problem eleganter gelöst, indem der Pfopfen einfach an der GehĂ€useseite angebunden ist.

 FĂŒr mich lösen die HĂŒllen vor allem die Frage, wie ich die langen iPhones am besten geschĂŒtzt unterbringen kann, und wenn die versprochene Wasserfestigkeit stimmt, brauche ich auch vor Regen keine Angst haben. Selbst wenn dann die iPhone-Displays BerĂŒhrung nicht mehr richtig erkennen, sind die Displays auch noch ganz gut abwischbar, weil der Rahmen nicht so ĂŒbersteht, wie bei den Otterbox oder Griffin-HĂŒllen, die ich bisher im Einsatz hatte.

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