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Rückblicke

Die Nachrichten geben mal wieder keine akuten Aufreger-Themen her, und so stehe ich (fast) ohne Themen da. Dabei blicke ich gerade öfter in die jüngere und nicht ganz so junge Vergangenheit zurück. Vor einem Jahr stand die Festnetz-Umstellung bevor, nachdem ich am 15. den Brief mit Kündigung des bis dahin einigermaßen stabilen Anschlusses bekommen hatte. Davon abgesehen stand auch das letzte MPS in Öjendorf noch an, wobei mir der Faktor, dass es das vermutlich letzte seiner Art sein würde, erst relativ spät klar wurde. Inzwischen kündigt die offizielle Webseite für 2020 am ersten September-Wochenende eine Veranstaltung in Luhmühlen an. Das ist mit dem Auto vielleicht erreichbar, ohne aber ziemlich deutlich nicht. Und nach einer Wiederbelebung von Öjendorf sieht es so gar nicht aus.

Gleichzeitig habe ich dank dem extensiven Speicherplatz hier auf dem Server auch immer wieder die zehn jahre alten Podcasts in der Hand. Da standen noch die Eröffnung des Alstertaler Apfel-Ladens irgendwann Ende August, und eine Woche später der eher zufällige Besuch in Öjendorf an. Mal ganz davon abgesehen, dass ich da auch in Sachen OPs noch drei weniger hatte, weil das Auge noch gar nicht angefangen hatte auszufallen (das fing ja erst irgendwo im Januar 2010 an, als es komisch neblig gesehen hat).

Einen Blick in die Zukunft brauche ich gar nicht erst versuchen, weil die Vergangenheit ziemlich gut zeigt, wie wenig von dem, was kommt, sich vorher schon erkennen lässt.

Anschlussverwendung

Die Nachrichten geben gerade keinen kurzen Aufreger her. Da passt es, dass ich vor einer Woche offiziell ein Nachfolgeprojekt auf Arbeit gefunden habe.

Bisher war ich seit Jahren im Support einer Anwendung (Auskunftssystem inklusive Anbindungen an diverse Umsysteme, konkret oin der Eierlegenden Wollmilchsau-Fassung für die Firma, bei der ich früher angestellt war, bis sie die IT komplett loswerden wollte), wo über Jahre immer weitere Verästelungen drangebaut wurden. Vor einiger Zeit hat der Großkunde, für den wir das entwickelt haben, aber sich überlegt, dass er sparen will, um jeden Preis. Und Die Software gibt es mit deutlich weniger angepassten Funktionen ja auch von einer Softwarefirma, mit der mein jetziger Arbeitgeber in einer Unternehmensgruppe steckt. Entsprechend ist seit rund einem Jahr klar, dass die gesammelten Zusatzfunktionen (Anbindung einer bestimmten Dokumentenverwaltung, Integration einer Telefonieschnittstelle, und so weiter) entweder in das Rahmenprodukt übernommen werden, von der jeweiligen anderen Software übernommen oder nochmal komplett separat angebunden werden muss. Was dabei nicht klar war: Der Extra-Support, den lange Zeit ein paar Kollegen und ich geliefert haben (wo so Dinge drin enthalten sind wie die Feststellung, dass eine Fehlermeldung in unserer Anwendung daher kommt, dass ein anderes Stück Programm sich beschwert, dass es selbst sich nicht an seine Schnittstelle hält, und einen Timestamp in einem Datumsfeld parken will). Da war nicht absehbar, ob der Support als Nebenbei-Kosten irgendwo in der Gesamtrechnung verschwinden würde, oder gar nicht mehr geleistet würde, weil wenn der Kunde das Produkt von der Stange kaufen will, dann gehört da auch der Support mit Lieferzeiten in Größenordnungen von Monaten (beim Timestamp-Bug) dazu.

Schon vor einigen Monaten fragte ein früherer Projektkollege nach meiner Hilfe bei der Einrichtung eines Support-Prozesses in seinem neuen Projekt (da geht es um Software, die bei der Vermakrtung helfen soll). Er wollte schlicht so eine einfache Tabelle zur Verwaltung der Service-Incidents, wie wir sie beim alten Projekt schon hatten. Dabei deutete sich schon an, dass in dem Projekt zur Zeit Leute am Support arbeiten, die lieber was anderes machen wollten. Die gemeinsame Idee war dann, ob man mich nicht als zusätzlichen Support engagieren könnte, um einerseits die Arbeit von Leuten zu nehmen, die die nicht gerne erledigen, und andererseits mir eine Chance für Arbeit zu liefern, die ich ja bisher schon freiwillig gemacht habe. Mehrere Monate später hat das nun funktioniert, und sobald die Berechtigungen mal alle korrekt gesetzt sind, kann ich bei einem für mich neuen Projekt in den Support einsteigen, während ich beim alten Projekt noch die Reste zusammenfege. Mal sehen, wie das langfristig ausgeht.

Unwahrrichten

Das hatte ich hier schon länger nicht mehr, aber heute ist es mal Zeit, auf Medien zu schimpfen, die mal wieder dabei erwischt wurden, wie sie ihre Arbeit nicht sauber getan haben. Heute am Beispiel einer Meldung, dass es eine Sicherheitslücke im Videoplayer VLC gäbe. Die basiert letztlich auf einem Eintrag im öffentlichen Bugtracker, den ein 'Sicherheitsforscher' da eingeworfen hat, und der sich am Ende als falsch herausgestellt hat. Aus völlig unklaren Gründen wurde eine CVE-Nummer vergeben (was eigentlich nur Sicherheitslöcher verdient haben, und nach deren eigenen Regeln in Absprache mit den Entwicklern der Software geschehen sollte), und diverse Sicherheitswarnungen gingen raus, inklusive beim BSI. Irgendwo in dem Prozess sind diverse Medien auf den Bericht draufgesprungen und haben von bösem, aus der Ferne ausnutzbarem, gefährlichen Sicherheitsloch fabuliert, während die Entwickler immer noch versucht haben, den Fehler überhaupt mal nachzustellen. Das ging so lange, bis der Melder verraten hat, dass er den Fehler auf einem 1,5 Jahre alten Ubuntu sehen würde, wo dann schnell die Ursache gefunden wurde: Da ist eine Bibliothek drin, die VLC einbindet, und die den Fehler enthalten hat. So weit so 'kann ja mal passieren.

Als mir am Mittwoch früh der Twitter-Thread aus dem VLC-Entwickler-Account begegnet ist, habe ich mich mal umgesehen, wer die Behauptung vom Sicherheitsloch denn alles verbreitet hat. Leider auch der heise-Ticker, wo im Heise-Forum(!) Leser auch über den Twiiter-Thread gestolpert sind und auf den fehlerhaften Artikel hingewiesen haben, was allerdings auch 6 Stunden nach den Tweets noch nicht zu eienr Änderung der Meldung geführt hat.

Für mich der größte Brüller: Bei BoingBoing erschien noch nach den Tweets ein ziemlich reißerischer Artikel, der als Quellen lauter offenbar nicht-journalistische Veröffentlichungen herangezogen hat. Den Autor habe ich bei Twitter mit Link zum Twitter-Thread kontaktiert, aber eine Änderung am Artikel hat das auch nicht ausgelöst. So, und wo findet jetzt noch richtiger Journalismus statt?

Nichtpumpmaschine

Ich hab ausnahmsweise mal was zu berichten, was ich nicht vorher geschrieben habe: und zwar geht es um meine Waschmaschine. Die hat in den letzten Monaten schon angefangen, beim Abpumpen der Lauge immer mal stehen zu bleiben und nach Aufmerksamkeit zu verlangen. Gestern hat sie das ausgeweitet: bisher ließ sich das Abpumpen einfach nochmal starten, aber gestern hat die Pumpe keine erkennbare Leistung mehr gezeigt, und ich musste Wasser über den Notauslass entfernen, was ewig dauert, und dabei meine Aufmerksamkeit benötigt hat. Nun ist die Waschmaschine von 2006, also nicht gerade frisch. 

Ich hab mir schon überlegt, dass der Waschsalon in Farmsen mal wieder einen Besuch wert sein könnte, wo ich heute ohnehin frei habe (als Ausgleich für Samstag, als ich zuhause sitzen durfte, falls einer der Anwender am Samstag dringend Support benötigt hätte)

Update: Der Waschsalon in Farmsen liegt zwar ziemlich leicht erreichbar (aus der U-Bahn raus, zwei Minuten laufen, schon ist man da), aber der Weg dahin ist mit hinreichend schwerem Transportbehälter dann doch nicht so schnell. Dafür ist die Wäsche da mit einer guten halben Stunde angenehm schnell gewaschen. Die 4 Euro Preis waren früher mal 3,50 aber sind erträglich.

Wochenend-Geschichten

Am letzten Wochenende (dem vor dem gerade gewesenen, aber ich schreibe ja bummelig eine Woche vor Veröffentlichung) gab es ein paar Geschichten, die ich hier mal erwähnen will.

So fiel am Samstag (4.5.) Firefox damit auf, dass der Addons nicht mehr ausgeführt haben soll. Grund dafür: Ein Intermediate Zertifikat in der Signierungskette, auf die sich der  Browser inzwischen offenbar verlässt, war abgelaufen. Da haben mehrere Stunden Leute dran rumgebastelt, über eine 'Studie' ein neues Zertifikat verteilt, und am Montag eine neue Browserversion veröffentlicht. Was ich nicht gesehen habe: Warum das Zertifikat unbemerkt ablaufen konnte, wenn das doch so wichtig war.

Dann gab es da noch die Geschichte mit Twitter. Die haben ein paar Leuten den Zugriff auf ihre Profile gesperrt, unter anderem dem Anwalt Stadler, und der sPD-Politikerin Chebli. Zu der hat sich auch der frühere Justizminister Maas geäußert, weil es doch nicht sein könne, dass. Wobei ich mich da vor allem gefragt habe, ob der Maas nicht begreift, dass so Sperrungen genau das sind, was ein gewisses Netzwergdurchsetzungsgesetz aus dem Justizministerium eines gewissen Herrn Maas verlangt hat. Ja, dann agieren Firmen als zensurinstanz. Ja, das ist nicht gerecht. Aber das haben doch ganz viele Leute gewarnt. Wo bleibt denn der Vorschlag, das Gesetz zu entschrfen?

O2-Kundenverwaltung

Ich hatte hier schon länger keine Erlebnisse mit Firmen mehr verbloggt. Dabei habe ich gerade eines mit O2, wo ich mir den Festnetz-Anschluss halte, seit die Firma Hansenet übernommen hat. Seit September (eigentlich 5., real aber 7.) läuft das auch nicht mehr über Technik von Hansenet, sondern über Technik von Wilhelm-Tel irgendwo im Keller (oder im Nachbarhaus).

O2 hat mir jedenfalls am 16. März nen Brief geschickt, dass sie in den nächsten Wochen ihre Kundenverwaltung umstellen würden, was mit "Beeinträchtigungen bei Telefonie und Internet" zwischen 0 und 6 Uhr einhergehen könnte. Oh, und es wäre eine gute Idee, den Router (Fritzbox) mal zu sichern. Könnte sein, dass der danach nämlich leer wäre. Den Termin würden sie noch per SMS oder E-Mail kommunizieren. Sowas macht mich ja unentspannt.

Nach diesem Artikel hatte ich eine Idee, was der Brief meinen könnte mit leerer Fritzbox, wobei man die Fernlöschung zusammen mit der gesammten automatischen Einrichtung abschalten kann, was ich dann auch getan habe. Die SMS gab es dann Mittwoch früh, und da stand der Termin Donnerstag 0 bis 6 Uhr drin. Im O2-Portal gab es auch einen Hinweis, dass ich da nichts mehr ändern könnte, weil Umstellung (in diversen Texten reden sie da immer von Optimierung). Also habe ich die Nacht eher schlecht geschlafen, und immer wieder nachgesehen, ob das Netz noch funktioniert. Im Ergebnis habe ich nichts von einer Störung bemerkt, und die Probe von RIPE Atlas auch nicht. Am Donnerstag nachmittag wollte ich dann mal das neue Kundenportal bewundern, aber das hat mich nur mit Fehlermeldung abgewiesen. So, als wäre ich da gar nicht angemeldet, was aber auch die Meldung bei falschem Passwort sein könnte. Ich hab das dann zurückgesetzt per SMS, und einfach ein neues generiertes Passwort genutzt. Das Portal war aber noch das selbe wie vorher, inklusive Hinweis auf Umstellung. Unpraktisch. Also hab ich im Forum nachgefragt, wie lange das denn dauern könnte. Ne offizielle Antwort gab's nicht, aber ein paar Tage köntne es wohl dauern meinte einer. Ein Anderer frug nach, was ich mit dem neuen Login überhaupt wolle, das neue Portal wäre eh blöd, und beim Anrufen könnte man die Frage nach PIN (was O2 als Persönliche Kundenkennzahl PKK bezeichnet) auch nicht beantworten, die Menschen könnten trotzdem helfen.

Eben habe ich nochmal nachgesehen, was die Anmeldung jetzt so sagt, und da stand auf dem alten Login nur ein Hinweis, dass doch jetzt der neue Login verfügbar wäre. Hier gäbe es nur die alten Briefe und Rechnungen noch. Also versucht beim neuen Login (gar nicht so leicht, weil die URL mit laufender Session auf dem alten Portal rauskommt), der mag aber meine Anmeldedaten nicht. Und die Idee, das doch einmal zurückzusetzen klappt auch nicht, denn dafür will der die PKK sehen, die ich aber gar nicht habe. Also habe ich es mit den möglichen Passworten versucht (zwei generierte hatte ich zur Auswahl, ein uraltes stand noch im Brief aus dem August), da gab es irgendwann den Hinweis, ich hätte es zu oft versucht, und sollte den Passwort-Reset machen. Für den ich die PIN brauche, die ich nicht habe. Immerhin gibt es da nen Link, um sich die nochmal zusenden zu lassen. Ich hoffe dann mal auf Post in der nächsten Woche. Dann will ich aber auch nichts mehr mit Problemen beim Online-Zugang zu tun haben.

Druck-Check

Heute war ich wieder in der Augenarzt-Praxis, zur regelmäßigen Druckmessung. Um Augentropfen hatte ich mich vor einer Woche schon gekümmert, als die Dorzolamid sich dem Ende genähert haben. Heute gab es mal wieder eine Voruntersuchung im alten Wartezimmer, Visus nur rechts gemessen, war nicht ganz 1,25 also ziemlich gut. Beim Druck hat das NCT rechts 22, links 24 gemessen, was ich im Rahmen des Messfehlers für okay halte. 

Dann bei der Ärztin rein, die sich die Augen erst noch angesehen hat, und dann Druck gemessen. Rechts 12, links 16 ist beides in Ordnung. Die Tropfen waren schon erledigt, bleibt nur noch der nächste Termin, wo wieder Fundus beidseitig ansteht. Da hat sie länger in der Akte gesucht, bis sie das bestätigt hat. Am Tresen gab es aber keine guten Termine für mich, weil bei meiner regulären Ärztin nachmittags nur Ende August mit 16:15 frei wäre. Ich werde mir da im Juni nen Termin für September sichern müssen. 

7 Jahre OP-frei

Diesen Text hätte ich eigentlich gestern schreiben sollen, aber irgendwie habe ich das nicht gemacht. besser spät als nie.

Nun liegt die letzte OP schon wieder ein Jahr weiter zurück. Und bis zum November war das Jahr auch angenehm langweilig, was die Situation vom Auge angeht. Dann kam die Druckexkursion in die 30er mit sofortiger Überweisung in die Ambulanz. Die Reaktion da (noch ein zusätzliches Präparat für Augentropfen) war eher moderat, aber mit 4 Tropfen jeden Tag schränken mich die dann doch ein, vor allem, wenn ich die Termine davon ernst nehmen will. Da stören so Kram wie Meetings, die mir mein Mittag klauen, oder auch nur Tage, an denen ich um die Zeit eigentlich gerade irgendwo rumlaufe (die Kabelverzweiger von Telekom haben übrigens eine Höhe, dass ich darauf Brille und Brillen-Tasche mit den Tropfen ablegen kann). Außerdem zwigt mir das Intermezzo, welchen Weg das Auge in Zukunft nehmen kann: Wenn der Druck irgendwann trotz ernsthafter Therapien nicht eingefangen werden könnte, wäre die Option Öl-Ex wieder auf dem Tisch. Die Option ist nur deswegen ausgeschlossen bisher, weil dann die Netzhaut wieder mit Abgang droht. Ich rechne also damit, dass untherapierbarer Druck mittelfristig das Auge kosten dürfte.

Ansonsten hab ich dem Jahrestag schon eine Woche vorher ne Apfeluhr (Series 4, Edelstahl) zukommen lassen, und nach einer superschnellen Einrichtung beschlossen, dass ich nur noch Uhren ab der Generation umziehen will.

Augenkontrolle in langweilig

Heute war nach den Terminen im November mal wieder ein Termin in der Augenarzt-Praxis, und der war erfreulich langweilig. Mit dem neuen Fahrplan gab es alle zehn Minuten U1, die in Jungfernstieg von der S3 aus erlaufbar waren, und dann auch bis mindestens Ochsenzoll fuhren. In der Arztpraxis war das Wartezimmer zum Nachmittag auch angenehm leer, so dass ich 'nur' zehn Minuten im alten Wartezimmer dem Radio beim Dudelfunk zuhören durfte, bis die Ärztin mich zur Untersuchung geholt hat. Da war der Druck rechts 16 (mir egal), der links mit 19 ihr schon weniger angenehm, aber immer noch im erlaubten Bereich. Ich hab dann noch für meinen Lieblingsvortrag vom Congress geworben, weil bei einer Augenärztin ja klarer sein sollte, was für eine große Sache das ist, wenn Amblyopie und Strabismus behandelbar würden. Und dann gab es noch einen kurzen Blick mitten rein in die Augen, bevor sie fertig war, und ich das Rezept und einen Termin in drei Monaten abholen durfte. Beim Termin gab es nur den Haken, dass da im April nichts mehr frei ist, und der Mai erst ab Februar im Rechner freigegeben ist, so dass ich am 1. nach dem Podcast nochmal in der Praxis auftauchen werde.

Ergo: Langweilige Druckmesstermine sind mir recht. 

Techaktien-Nachrichtenvergleich

Ich hatte hier ja neulich die Meldung, dass Apple seine Ertragserwartungen gesenkt hat. Das war auch ziemlich breit in den Nachrichten. Was aber nicht breit gemeldet wurde: Andere Tech-Firmen senken ihre Erwartungen aus dem selben Grund (Verkauf in China) ebenfalls, und ebenfalls in der gleichene Größenordnung. Es wirkt fast, als sei die Begründung vom Apple-Chef für die gesenkten Quartalserwartungen etwas, was auch andere Firmen beträfe...

Aktien-Aufregpple

Am 2. Januar gab es eine Überraschung von Apple: Und zwar hat die Firma ihre Erwartung an Umsatz für Aktionäre reduziert. Als Begründung meldet Apple Probleme mit dem Absatz in China. Ob das an zu hohen Preisen der Geräte oder politischen Krämpfen des Trampels liegen könnte, sagt Apple nicht, aber vermutlich ist das eine Kombination aus beidem.

Seh-Hack

Wie seit vielen Jahren war Ende Dezember wieder ein Chaos Communication Congress, bei dem eine größere Anzahl Vorträge gehalten wurde. Da gab es die üblichen Themen aus Politik, Hard- und Softwarehacks, eine Reihe Einsteigerorträge. Alles wie üblich.

Ein Vortrag hat es mir aber besonders angetan. Am vierten Tag um 11:30 (für Congress-Zeit also zu fast nachtschlafener Stunde) gab es einen Vortrag mit dem ominösen Titel 'Hacking how we see'. Ich habe mir den live angesehen, und dabei erstmal eine kurze Zusammenfassung bekommen, wie neuronale Netze so ganz grob funktionieren, weil das Gehirn ja ein neuronales Netz ist (d'uh.). Und danach geht es darum, was Amblyopie ist (Hab ich, konnte ich vor dem Vortrag aber nicht erklären). Nämlich eine Einschränkung, bei der das Gehirn beim Sehen nur die Daten eines Auges verwendet. Um zu erklären, woher sowas kommen kann, gab es noch einen Ausflug in den Themenbereich, wie beidäugiges Sehen eigentlich funktioniert im Gehirn. Von da aus war dann die Abweichung zum amblyopen Gehirn nicht mehr weit. Und dann ging es darum, was man tun kann, damit das Gehirn die Bilder beider Augen verwendet (Spoiler: Gutes Auge abkleben ist nicht die Lösung). Nämlich, das Bild vom stärkeren Auge kontrastreduziert ausliefern. So weit, so einfach.

Weriter ging es dann zum Strabismus, wo ein Auge immer mal wieder woanders hinschaut als das Andere Auge. Gerne tritt das wohl als Folge von Amblyopie auf. Und dann wurde der Vortrag ernsthaft hackerkompatibel: Man kann sowas nämlich mit VR-Brille ausmessen, und mit genug Zeit sogar beheben. Oder wie es auf einer Folie stand: "Let's rotate the universe". Ja, das geht. Und ja, das scheint bei einer nichtrepräsentativen Untersuchungsgruppe auch schon etwas geholfen zu haben.

Überhaupt sind die Macher des Projekts so weit außerhalb der bisher klinisch erforschten Bereiche, weil sie durch komplett künstliche Sehumgebungen aber auch ganz andere Messbedingungen haben, dass es da gar keine Studien geben kann, sie aber begründet vermuten können, warum sie was da messen, und warum das bisher nicht untersucht wurde (weil in einem Arztzimmer der Patient immer den Raum mitsieht, und sie da ziemlich dicht an die 'Ocular Dominance Columns' rangehen müssen, die die eigentliche Bildauswertung im Gehirn erledigen.

Ergo: Wer sich für Amblyopie interessiert, kann sich das Video ja mal ansehen. Die sitzen wohl in Leipzig, und suchen nach Freiwilligen zur Unterstützung und/oder als Tester. Mir können die nach der Amotio zwar nicht mehr helfen, aber vielleicht ist das ein Thema für Andere.

Druckergebnis

Zeit für ein Update zum gestrigen Augenproblem. Ich hatte heute die Podcast-Aufnahmen extra in die Nähe meiner Wohnung verlegt, damit ich den Podcast auf jeden Fall erstmal rausbringen könnte, bevor ich vielleicht für einen Aufenthalt im Krankenhaus bleiben müsste. Davon abgesehen konnte ich irgendwie nicht mehr einschlafen, nachdem ich eigentlich nur einmal auf Klo gewandert war, weil sich in meinem Kopf diverse Detailpläne noch akut formen wollten. Ich hab das dann als Gelegenheit genutzt, doch schonmal früher aufzustehen und dem Feedreader reichlich Zeit einzuräumen. Nach den Aufnahmen den Podcast fertigbasteln war dann mehr eine Fleißarbeit für den Rechner (der MP3-Export ist inzwischen der langsamste Schritt vom Ganzen).

Danach wollte ich den Rucksack aber noch OP-tauglich bekommen, was konkret hieß, dass mindestens eine der Apple-Einkaufstaschen aus dem OP-Rucksack (ja, ich hab da nen eigenen Rucksack für) in den Rumlauf (as in Nicht-Arbeit) Rucksack umzieht, und der Mac dann da noch mit reinkommt. Außerdem natürlich das Aufnahmegerät mit seiner Ausstattung (weil wenn ich Tagebuch aufnehmen wollte, wäre das aktuelle Aufnahmegerät immer noch meine erste Wahl, selbst wenn andere Aufnahmegeräte im Rucksack schon stecken).

Der Weg zum Krankenhaus war lauf Fahrplanauskunft mit dem 24er-Bus schon ziemlich gut geplant. Anders als der Fahrplaner empfahl wollte ich aber nicht über Glashütte fahren (also zweimal umsteigen) und auch nicht in Langenhorn den 192 nehmen (der hat ne Umleitung wegen Baustelle), sondern die U1 zum Kiwittsmoor. Weil mir ohnehin noch Bewegung fehlte, und ich dann einen aktuellen Wert hätte, wie lang ich für den Weg brauche. Falls ich mal dringend zum schnellen Internet laufen wollte.

Im Ergebnis kam ich kurz nach 10 dann im Krankenhaus an, bin gleich zur Ambulanz hoch, weil Freitags ja eh keine Aufnahme ist. Die Ambulanz war reichlich voll. Ohne gezählt zu haben, könnten da locker 50 Patienten gewesen sein. Entsprechend sah es auch nach mehrstündiger Wartezeit aus, weil ich als reine Druckmessung ja vermutlich nicht besonders dringend eingestuft sein würde. So extrem lange musste ich aber doch nicht warten, sondern kam gegen 11 schon zur Untersuchung bei mal wieder einem neuen jungen Arzt. Der wollte lustigerweise den Visus beider Augen noch ermitteln (rechts war da grad schwach und nur 1,0 und links ging so gar nichts, nicht mal die Handtafel). Beim Druck, der mich ja am meisten interessierte war rechts erwartet okay, und links mit 16 auch wieder im erlaubten Bereich. Dann noch auf dem Flur auf Doc Dave warten, die genau wie der Prof regelmäßig Patienten abholte. Bei mir hat sie dann nicht nochmal selbst den Druck gemessen, sondern der Arbeit des Kollegen vertraut und das Ganze in einem Formular als Ergebnis zum Augenarzt notiert: Mit dem neuen Dolorzamid 3x täglich zusätzlich zum DuoTrav sollte alles okay sein. Am Empfang sollten die Schwestern mir doch noch ein paar mehr Ampullen rausgeben. Hat die eine anwesende Schwester aber nicht getan.  

Ich bin danach wieder zur Arztpraxis gefahren (U-Bahn, weil Schritte) um da das Ergebnis zu vermelden, und mir ein Rezept für Dolorzamid und den nächsten Termin zuzulegen. Da war meine übliche Ärztin wieder da, aber in der Praxis gegenüber, der "Notfallsprechstunde" die eigentlich nur bis 11 geöffnet haben sollte, um 12 aber bei leerem Wartezimmer noch erreichbar war. Entsprechend schnell ging alles. Druck nochmal gemessen (13, noch niedriger als in der Ambulanz) und dann noch kurz geklärt, dass ich lieber ne Flasche Tropfen haben will als Einzel-Ampullen, weil ich da die Tropfen gar nicht spüre. Und den nächsten Termin machen wir in drei Wochen, wo ich am 30. (Freitag) früh nach den Aufnahmen bei ihr zum kurzen Druck-Check kommen soll.

Insgesamt fühlt sich das alles so unnötig an, weil das Auge eigentlich gar keinen Grund hat, warum plötzlich der Druck so hochgerannt ist, aber die Reaktionen sind nicht absurd gewesen. Bei einem so fies erhöhten Druck wäre sonst innerhalb kürzerer Zeit mit dem Abgang der Nervenzellen zu rechnen, was langfristig gerade nicht gut ist, um ein Auge noch als Körperteil zu erhalten. Da gibt es im Netz Geschichten von schrumpfenden Augen, die dabei schmerzen und irgendwann besser entfernt werden. Die Aussicht gefällt mir dann doch nicht gut genug. 

ambulante Augenwartung

Heute stand mal wieder der übliche Termin in der Augenarzt-Praxis an. Reine Druckmessung, war jetzt schon wirklich lange nichts los, was kann da schon passieren? Nun, eine erste Antwort kam Mittags in Form einer Mail von meiner Fritzbox, weil die Auganarzt-Praxis mit ihrer nicht öffentlich bekannten Rufnummer zuhause angerufen hat. Eine Meldung vom Anrufbeantworter war da aber nicht mit bei. Ich war dann einfach mal so nett, die mobil anzurufen, was sie denn wollten. Ja, ob ich denn gleich kommen könnte, wollte die Praxishilfe wissen. Naja, sofort würde schwer, war ich doch auf Arbeit, wie ich es an Arbeitstagen häufiger zu tun pflege. Aber laut Fahrplanauskunft könnte ich in etwas über einer halben Stunde (35 Minuten ist die reine Fahrtstrecke) schon in der Praxis sein. Ja, das wäre ganz toll. Also bin ich nicht zum Mittag, sondern zur Arztpraxis los. Inklusive Rucksack, und mehr schnell heruntergefahrenem Rechner. 

In der Arzpraxis war dann auch keine der Ärztinnen, die ich erwartet hatte, sondern der Chef selbst dabei, reihenweise Patienten zu bearbeiten. Weil die sich wohl verplant hatten, und am Nachmittag eine Praxishilfe da alleine sitzen hätten. Und wenn die dann nicht so viele Patienten da hätte, wäre das vermutlich einfacher. Voruntersuchung gab es mal im alten Wartezimmer, nur rechts gemessen ergaben sich Druck 19, Visus in der Region 1,2. Wie erwartet. Dann beim Doc rein, der beim Druck links den unangenehmen Wert von 33 gemessen hat. Da sollte nochmal das Anpustegerät aus der Voruntersuchung als zweite Meinung ran. Das maß 38. Und damit war mir schon klar, dass das ein Nachspiel haben würde. Ich fragte ihn dann, ob das Ambulanz sofort, morgen oder Dienstag hieße. Seine Antwort: Sofort. Er hat dann gleich noch einen Notfall-Marker auf dem Zettel angekreuzt.

Und so bin ich nach inzwischen sechs(?) Jahren das erste Ma wieder zum Krankenhaus gedüst (Bus, halte ich mir ja samstags immer noch als Pfad warm), wo ich erstmal etwas verwirrt rumgelaufen bin, weil bei der Anmeldung zur Ambulanz Donnerstag Nachmittag niemand mehr sitzt, und auf Station auch niemand rumlief. Aber bei den OPs einfach zur Ambulanz hochlaufen geht, und da waren dann auch Leute. Anmeldung gab es im Sekretariat, wo auch Termine für stationäre Besuche und OPs gemacht werden), und Voruntersuchung am Empfang. Da gab es eine Sehschärfen-Messung (das Gerät kann auch Visus) rechts, und links nen Druck, den ich aber nicht erfahren habe. Und einen Fragebogen zu sonstigen gesundheitsrelevanten Informationen. Die Frage, ob ich ein Glaukom hätte, habe ich als Fangfrage betrachtet, war das doch die Diagnose auf der Überweisung. 

Danach durfte ich warten. Und warten. Bis eine Ärztin, die ich noch nicht von früher kannte, mich abgeholt hat und medizinisch aufgenommen hat. Da habe ich mit den Details der vergangenen OPs glänzen dürfen, und sie hat erstmal rechts den Druck gemessen (17), links konnte ihr Gerät nicht so gut, aber bei der Sehschule gab es noch ein freies Messgerät, was dann 28 als Druck fallen ließ. Also immer noch zu hoch. Meine Frage, ob das denn eine OP bedeute, hat sie mit ausweicehder Antwort (das entscheidet die Oberärztin) beantwortet, dabei aber kein deutliches Ja vermittelt. 

Apropos Oberärztin: Doc Dave trafen wir dann noch auf dem Weg zu einem Ultraschall, und sie hat sich noch an mich erinnert. Nach dem Ultraschall (da ist wohl hinter dem Öl alles im Rahmen) durfte ich dann auf die Untersuchung bei Doc Dave warten, die dann nicht mehr lange gedauert hat. Ob ich mit einem zusätzlich zu tropfenden Präparat zufrieden wäre? Ja, ich bin nicht super scharf darauf, dass ich eine Augen-OP jetzt bräuchte. Dorzolamid heißt das Zeug, will drei mal täglich genommen werden. Und einen davon hat die untersuchende Ärztin mir gleich verpasst, eine kleine Anzahl gab es zum Mitnehmen. Oh, und zur Druckkontrolle soll ich morgen in die Ambulanz kommen. Termine gibt es dafür keine, der Plan ist da schon voll. Wenn der Druck dann nicht akzeptabel ausfällt, darf es dann noch mehr Konsequenzen geben. 

Oh, Spaß. Immerhin hatte mein Bauchgefühl mal wieder Recht, dass sich schon darauf vorbereitet hatte, dass heute nicht problemlos sein würde.  Zu morgen ist die Botschaft weniger klar. Nachdem das Auge gerade negativ nörgelt, vermute ich aber, dass der Druck gerade deutlich unter den Werten der letzten Tage und Wochen liegt.

Online

So. Gerade waren die Techniker da. Kamen kurz nach 8 an, in einem Transporter von "instacom" wo was von Kabel, Netzwerk und so drauf stand. Als einer von denen mit Fritzbox ausstieg hab ich sie angequatscht, ob sie zufällig zu mir wollten. Nein, anderer Name. Aber der Chef guckte nochmal in seinem iPad rum. Als er den Finnmarkring da nicht gefunden hat, erinnerte der Andere ihn daran, dass er doch die Tour für einen Kollegen übernommen hätte. Also nochmal nachgesehen, und tatsächtlich, ich wäre der Kunde. Also hab ich die beiden reingelassen und in die Wohnung mitgenommen, wo der Untergebene (das wirkte wie eine Ausbildungs-Situation) erst den Telefon-Stecker entfernt hat, einen Signalgeber installiert hat, und der Chef das nochmal geprüft hat.

Danach ging es in den Keller. An der Kabelverteil-Box haben die sich gar nicht aufgehalten, sondern suchten nach dem APL-Raum. Gut, dass ich den schon gefunden hatte. Dafür hatte der Chef auch nen Schlüssel. Drinnen versteckte sich ein großer grauer Kasten, und daneben ein kleiner schwarzer Kasten. Das graue ist vermutlich der APL, das schwarze die WT-Verbindung. Da hat der Azubi die Leitung mit einem Gerät gesucht (solange über die Stege streifen, bis es laut piept), dann hat der Chef die Leitung zurückverfolgt, und irgendwas rausgezogen, und woanders reingesteckt. Dann wurde ein neues Adernpaar rausgesucht, dessen anderes Ende im WT-Kasten ankam, und an beiden Seiten verbunden. Nach sowas wie 10 Minuten waren sie eigentlich fertig, wollten aber noch irgendwas in Hausnummer 4 erledigen.

Ich hab dann lieber vor dem Haus gewartet, bis sie wieder da waren. Nochmal kurz hoch in die Wohnung, Signalgeber aus der Dose holen, und dann erfragen, was ich am Fritzbox-Kabel anbauen muss, um da das Netz rauszubekommen. Der Chef wollte dann schon ne Unterschrift, aber ich hab lieber auf den DSL- und Internet-Sync gewartet. Zwei Sync-Versuche später meldete dann auf dem FritzFon eine 95 MBit/s down, 10 MBit/s up (94.704 und 10.495, um genau zu sein). Letzteres scheint als hartes Maximum eingerichtet zu sein.

Einmal kurz irgendwas versucht runterzuladen, wobei ein Download von media.ccc.de  nicht unbedingt die Leitung auslastet. Geht. Telefonie, die die Fritzbox sich schon selbst eingerichtet hatte (und das noch vor dem Internet), geht auch, wobei ich beim Rauswählen ohne Nummer auftauche. Das will ich noch ändern.

Und so enden die 36 Stunden ohne Netz.

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