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Freitag, 9. Mai 2008
ComPod #100: Verlängerung - Teil 1
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(Linear | Verschachtelt)
Zugegeben, aus Sicht eines Technophilen liest sich 1100100 nicht sonderlich spektakulär. Auch geben 0x64 oder 0144 rein optisch keinen Anlass unruhig zu werden. 100 zur Basis 10 bzw. im allseits bekannten Dezimalsystem wiederum sieht optisch schon etwas interessanter aus. Unabhängig von der Darstellung gibt die Zahl aber "inhaltich" einiges her: 100 = 10x10 = 2+3+5+7+11+13+17+19+23 (ersten 9 Primzahlen) = 47 + 53 (Primzahlen) = 1^3 + 2^3 + 3^3 + 4^3 (Kein XOR sondern Kubikzahlen) = 2^6 + 6^2 (Leyland Zahl). Ok, ok, was messe ich ausgerechnet dieser Zahl eine so große Bedeutung bei, zu rand()*100 hätte man sicherlich auch einiges gefunden und die hätte sich auch nicht gewehrt, und generell ist ja wohl die Einheit und der Zeitpunkt in der gemessen wird und nicht der Wert per se interessant: 100 Dollar zb. mögen dank einiger "Plunge Protection Team's" vielleicht heute noch einen gewissen Wert haben (übrigens ist die 100 Dollar Note mit Benjamin Franklin "derzeit" der größte offiziell erhältliche US Geldschein), oder irgendwann wurde der Wert des Warenkorbes auf 100% festgelegt, aber wie immer ist der Zeitpunkt, oder allgemeiner die Perspektive, interessant.
Für mich und aus meiner Perspektive hat mir der Podcast nun mehr als 100 Stunden Unterhaltung gebracht und mich ganz persönlich dabei auf ungefähr 20 Stunden Sessel, 10 Stunden Einkaufen und ca. 700km Laufstrecke begleitet (bei Autos spricht man auch von Laufleistung, aber ich meine hier "per pedes" und mit schnellem Schuhwerk
. Dabei habe ich gelacht, geflucht, mit den Schultern gezuckt, zugestimmt und oft auch ein schmerzverzerrtes Gesicht gehabt. Klar, die meiste Zeit wegen dem Laufen bei -10C oder bei +30C, aber häufig auch wegen dem Podcast: Nicht immer wurde über Themen gesprochen, die ich gerade interessant fand, nicht immer wurde mein Standpunkt vertreten, viel zu häufig wurde um Feedback gebeten (ich hab halt einfach nichts hinzuzufügen :), Technik kam lange Zeit viel zu kurz und meistens wurde über nichts Neues gesprochen, was nicht vorher schon in den Feeds von Fefe, Heise, Golem, Spiegel aufgetaucht ist. Auch gibt es häufig Wiederholungen, Leerräume in denen nicht viel oder garnichts gesagt wird und die Art des Vortrages ist für mich immer noch "recht ausgefallen".
So viel negatives? Warum höre ich den Podcast eigentlich? Zwischendurch werden immer wieder Querbezüge hergestellt und Details genannt, die ich vorher so noch nicht gesehen habe. Auch werde ich durch den Podcast immer wieder auf andere Podcaster, Feeds, Musik, Produkte und Meinungen aufmerksam gemacht, die ich sonst bis heute nicht kennen würde (eg. Randy Rausch, Twit). Die "Cold Hart Facts" bzw. trockenen Inhalte werden aufbereitet und durch lustige sowie zynische persönliche Einschätzungen ergänzt (ein wenig wie "WDR 2 Kabarett zum mitnehmen" oder "2600.com"). Dabei wird nicht nur über Themen gesprochen, die als allgemein "sicher" gelten (häufig neutrale Technik Themen) und bei denen man in keine Fettnäpfchen treten kann, wie es zB. Tim Pritlove (CRE - Gut, aber Tech only), Leo Laporte (TWIT - Produktvorstellungen und Beratung) und die "Bits und so" mit Timo Hetzel machen (Produktvorstellungen), sondern es wird öffentlich/namentlich Farbe bekannt und es werden viele Themen, besonders in Politik und dem Sozialwesen, kritisch bedacht.
Obwohl Apple in vielen Folgen etwas zu sehr gelobt wird, für meinen Geschmack, und das "Bashing" an einigen Stellen evtl. etwas einseitig ist, habe ich bis heute nicht erkennen können, dass der Blog oder der Podcast Mittel zum Zweck zur Selbstvermarktung/ Selbstdarstellung missbraucht werden (Extremes Negativ-Beispiel: Netzpolitik.org + Tweet - Mit der massiv überheblichen und narzistischen Persönlichkeit Markus Beckedahl) oder zum Knecht irgendwelcher Wirtschaftsinteressen mutiert ist (MobileMacs, TWIT). Auch finde ich es sehr positiv, dass niemals auf Knien um Geld gebettelt (vgl. Küchenradio) wurde, was ich als Open Source Entwickler für eine furchtbare Unart halte und kategorisch ablehne.
Aber wechseln wir mal die Perspektive. Was steckt denn so hinter den 100 Stunden, die ich bisher unterhalten wurde? Mindestens einmal 100 Stunden Aufnahme und mindestens genau die gleiche Zeit für die Sichtung des aufgenommenen Materials (Schließlich muss man ja wissen, was da so aufgenommen wurden). Dazu kommen dann noch schneiden, hochladen, "eigenwillige" und normale Kommentare beantworten, "Inhalte" suchen und dafür sorgen, dass richtige Equipment zu haben. Die Kosten zusammengefasst: Sehr regelmässig!! 1 Tag pro Woche + Spesen + offiziell den Ruf ein kritischer Mensch zu sein (für einige potentielle Arbeitgeber sicherlich ein KO Kriterium).
Kurzum CompyBlog liefert mir genau das, was ich von einem persönlichen Podcast erwarte. Recht unabhängig von Geld und Wirtschaft, netter direkter Kontakt, viele persönliche und interessante Ansichten zu einer breiten Anzahl von Themen (evtl. sogar soetwas wie ein Citizen Journalist?). Sowohl inhaltlich, als auch bedingt durch das neue Format/Moderator, hat Compyblog für mich deshalb längst das alte Chaosradio abgelöst und irgendwie finde ich es schade, dass gerade die, die den Begriff Podcast leben und dabei evtl. ein wenig kauzig wirken, so wenig Beachtung und positives Feedback erhalten.
Nach Möglichkeit weiter so, kopfhoch und danke.
Für mich und aus meiner Perspektive hat mir der Podcast nun mehr als 100 Stunden Unterhaltung gebracht und mich ganz persönlich dabei auf ungefähr 20 Stunden Sessel, 10 Stunden Einkaufen und ca. 700km Laufstrecke begleitet (bei Autos spricht man auch von Laufleistung, aber ich meine hier "per pedes" und mit schnellem Schuhwerk
So viel negatives? Warum höre ich den Podcast eigentlich? Zwischendurch werden immer wieder Querbezüge hergestellt und Details genannt, die ich vorher so noch nicht gesehen habe. Auch werde ich durch den Podcast immer wieder auf andere Podcaster, Feeds, Musik, Produkte und Meinungen aufmerksam gemacht, die ich sonst bis heute nicht kennen würde (eg. Randy Rausch, Twit). Die "Cold Hart Facts" bzw. trockenen Inhalte werden aufbereitet und durch lustige sowie zynische persönliche Einschätzungen ergänzt (ein wenig wie "WDR 2 Kabarett zum mitnehmen" oder "2600.com"). Dabei wird nicht nur über Themen gesprochen, die als allgemein "sicher" gelten (häufig neutrale Technik Themen) und bei denen man in keine Fettnäpfchen treten kann, wie es zB. Tim Pritlove (CRE - Gut, aber Tech only), Leo Laporte (TWIT - Produktvorstellungen und Beratung) und die "Bits und so" mit Timo Hetzel machen (Produktvorstellungen), sondern es wird öffentlich/namentlich Farbe bekannt und es werden viele Themen, besonders in Politik und dem Sozialwesen, kritisch bedacht.
Obwohl Apple in vielen Folgen etwas zu sehr gelobt wird, für meinen Geschmack, und das "Bashing" an einigen Stellen evtl. etwas einseitig ist, habe ich bis heute nicht erkennen können, dass der Blog oder der Podcast Mittel zum Zweck zur Selbstvermarktung/ Selbstdarstellung missbraucht werden (Extremes Negativ-Beispiel: Netzpolitik.org + Tweet - Mit der massiv überheblichen und narzistischen Persönlichkeit Markus Beckedahl) oder zum Knecht irgendwelcher Wirtschaftsinteressen mutiert ist (MobileMacs, TWIT). Auch finde ich es sehr positiv, dass niemals auf Knien um Geld gebettelt (vgl. Küchenradio) wurde, was ich als Open Source Entwickler für eine furchtbare Unart halte und kategorisch ablehne.
Aber wechseln wir mal die Perspektive. Was steckt denn so hinter den 100 Stunden, die ich bisher unterhalten wurde? Mindestens einmal 100 Stunden Aufnahme und mindestens genau die gleiche Zeit für die Sichtung des aufgenommenen Materials (Schließlich muss man ja wissen, was da so aufgenommen wurden). Dazu kommen dann noch schneiden, hochladen, "eigenwillige" und normale Kommentare beantworten, "Inhalte" suchen und dafür sorgen, dass richtige Equipment zu haben. Die Kosten zusammengefasst: Sehr regelmässig!! 1 Tag pro Woche + Spesen + offiziell den Ruf ein kritischer Mensch zu sein (für einige potentielle Arbeitgeber sicherlich ein KO Kriterium).
Kurzum CompyBlog liefert mir genau das, was ich von einem persönlichen Podcast erwarte. Recht unabhängig von Geld und Wirtschaft, netter direkter Kontakt, viele persönliche und interessante Ansichten zu einer breiten Anzahl von Themen (evtl. sogar soetwas wie ein Citizen Journalist?). Sowohl inhaltlich, als auch bedingt durch das neue Format/Moderator, hat Compyblog für mich deshalb längst das alte Chaosradio abgelöst und irgendwie finde ich es schade, dass gerade die, die den Begriff Podcast leben und dabei evtl. ein wenig kauzig wirken, so wenig Beachtung und positives Feedback erhalten.
Nach Möglichkeit weiter so, kopfhoch und danke.
#1
am
10.05.2008 05:54
Hah, das mit dem "Feedback hat nicht funktioniert" hat wohl doch nicht funktioniert.
Und heizlichen Glühstrumpf zum 100sten, lieber Andre! \*Torte werf\*
Und heizlichen Glühstrumpf zum 100sten, lieber Andre! \*Torte werf\*
#1.1
am
10.05.2008 11:54
Du hast nicht verstanden, von welcher Folge ich geredet habe. Los, hör die Folgen, die in Frage kommen könnten, nochmal.
Och, nöööö ...
#1.1.1.1
am
11.05.2008 00:07
ITYM s/CompyBlog/ComPod/
Ansonsten: Danke für dieses ausführliche Feedback. Ich erkläre Dich hiermit zu meinem Lieblingshörer. Das hast Du nbun davon
Ansonsten: Danke für dieses ausführliche Feedback. Ich erkläre Dich hiermit zu meinem Lieblingshörer. Das hast Du nbun davon
Und wenn ich schon am pöbeln bin: Die Musik ist im Vergleich zum Text etwas großzügig ausgesteuert.
#2
am
10.05.2008 12:15
Stimmt, du pöbelst. An Musik bastel ich nämlich nur im äußersten Notfall rum.




