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Montag, 20. Mai 2013
Augenjahr 3 (Text)
Für die ersten beiden Jahre verweise ich auf Jahr 1 und Jahr 2.
Das bisher unspektakulärste Jahr beginnt damit, dass ich am 9. August 2012 wieder in der Arztpraxis auflaufen durfte zur Kontrolle. Druck war 18, der Nachstar hat sich weiter zugezogen, und irgendwas war an der Hornhaut. Trotz Betteln dass ich keine Überweisung wollte, hab ich eine Überweisung in die Ambulanz bekommen.
Danach hat sich dann die Thrombie-Woche eingefunden, so dass ich schon am Sonntag im Krankenhaus gelandet bin, aber in Haus 3 statt Haus 5. Dabei hätte eigentlich versucht werden sollen, mich als Konsil an der Warteschlange vorbei in die Augen-Ambulanz zu bringen, das hat aber irgendwie nicht geklappt. Als dann am Mittwoch rauskam, dass ich doch keine Thrombose hätte, und mir die Entlassung für den Donnerstag angekündigt wurde, hab ich darum gebeten, so früh wie möglich nach nebenan zur Ambulanz zu dürfen, was dann auch geklappt hat.
Da war ich damm am 16. August, auf den Tag genau ein halbes Jahr nach der letzten OP. Das Auge hatte sich in den zwei Tagen davor soweit verschlechtert, dass keine meiner Armbanduhren mehr erkennbar war, und in der Nacht vorher hab ich ziemlich blöd geschlafen. Im ergebnis gab es dann einen Druck von 13, und Doc Dave hat den Nachstar als behandlungspflichtig eingestuft. Hornhaut wäre irgendwas anderes, und an die Ölblase in der Vorderkammer wollte sie auch nicht ran. Ich hab dann einen Termin zum Laser bei Doc Dave bekommen, für den 17. September (einen Montag). Danach bin ich dann wieder zur Herz-Station rüber, um nochmal richtig entlassen zu werden (die Stationsärztin da war überrascht, dass ich schon kurz nach 9 wieder da war, aber das lag ja daran, dass ich die relevanten Zeiten der Ambulanz kenne, und vor 7:30 an der Aufnahme dort gewartet hatte. Nach der Entlassung ist mir dann draußen noch Manja begegnet, die ich bei der ersten OP kennengelernt hatte, und die inzwischen mit Blindenstock rumlief und noch irgend einen Termin hatte.
Dann hatte ich einen Monat Zeit, mich auf den Laser (und wenn der nicht gereicht hätte, eine richtige OP) vorzubereiten. Am 17. September bin ich dann zu um 9 wieder in der Ambulanz aufgeschlagen (mit Termin muss man sich ja nicht anmelden, mal ganz davon abgesehen, dass die Anmeldung Montags ohnehin nicht besetzt ist). Da gab es direkt Pupillenvergrößerung in Tropfenform und ich durfte auf Doc Dave warten, die mich dann im Behandlungszimmer von Doc Loge (die gar nicht da war an dem Tag) zum YAG-Laser gebracht hat. Der andere Arzt, der sich da gerade um einen Patienten bemühen wollte wurde dank der Kraft der Ober-/Chef-Ärztin aus dem Raum verdrängt. Zum Laser gehört erst ein Tropfen zur Betäubung vom Auge, dann ein Kontaktglas, und dann bummelig zehn Minuten geradeaus (für mich: leicht nach rechts) starren sollte. Dabei haben sich dann zwei Lichtpunkte um einander gedreht, und die eigentlichen Laser-Pulse ein Knack-Geräusch verursacht. Einmal hab ich auch etwas gesehen, was Disco-artig aussah, als ein Stück Linsenkapsel (vermutlich) gelöst wurde und durch das Auge geflogen ist. Ergebnis der Behandlung: Doc Dave hatte die Linsenkapsel ringförmig ausgeschnitten, der Rest in der Mitte ist aber nicht gleich runtergefallen. In eienr Woche sollte ich wiederkommen, eventuell müsste man nochmal nachlasern. Und zu der Drohung mit zu hohem Druck meinte sie, dass ich am nächsten Tag nur dann zum Arzt müsste, wenn ich das Gefühl hätte, der Druck wäre zu hoch. Am Empfangstresen gab es dann neben dem Termin eine Woche später (wieder Montag, dann aber 9:30) gleich eine Diamox für sofort. Und ich bin danach erstmal zur Arbeit gefahren, wo ich nach drei Wochen Urlaub erstmal Unmengen an Mails mehr oder weniger gelesen habe.
Den Augenarzt am Dienstag hab ich mir geschenkt, weil der Druck sich nicht fies anfühlte, und so geht die Geschichte erst am 24. September, dem nächsten Montag weiter. Da hat Doc Dave kurz ins Auge geguckt und festgestellt, dass sich die Insel verkrümelt hatte. Den deutlich besseren Visus (irgendwo bei 0,15) hatte vorher schon eine andere Ärztin diagnostiziert, aufgefallen war er mir auch schon. Dumemrweise war mir auch aufgefallen, dass die +2 Diopthrien nicht mehr ganz passen, aber sämtliche Versuche, da ein passenderes Brillenglas zu bekommen sind bisher daran gescheitert, dass das Auge ohnehin so wenig sieht, dass sich das angeblich nicht lohnen würde.
Mein nächster Kontrolltermin war dann am 29. November, bei dem der Druck mit 19 in Richtung nach oben tendierte, das Auge ansonsten aber gelobt wurde, dass es so bleiben dürfte. Da hab ich dann auch angemeldet, dass im Dezember die letzte Fundus-Untersuchung auf dem rechten Auge ein Jahr her war, weshalb das sinnigerweise mal wieder gemacht werden dürfte. Dabei kam auch raus, dass die Praxis-Ärztin das linke Auge nicht großtropft, weil sie da Angst vor hatte, dass das VK-Öl da irgendwas machen könnte, aber ich meinte nur, wenn Doc Dave da keine Angst hat, hab ich auch keine.
Weiter ging es dann am 7. März 2013, wo der Druck freundlicherweise 17 war, und beide Augen ihre Fundus-Untersuchung abbekamen. Besonders unangenehm: Mit rechts voll in die Spaltlampe gucken. War aber alles okay, und der nächste Termin ist mit dem 13. Juni knapp eine Woche nach dem Ende der Jahresfrist. Udn weil mir klar war, dass das in Podcastform zu wenig MAterial ergeben würde, lege ich dort ein Best-of der OP-Tagebücher dazu, werfe dann noch mit Musik von meinem Lieblingsschulchor und lande unauffällig bei über eienr Stunde an Material, was ich zu Ostern schon vorbereitet habe.
Dienstag, 7. Mai 2013
Abdingsung
Aus der 'Au, Dreck!'-Ecke hat mich heute ein Brief einer einschlägig bekannten Abmahnkanzlei ereilt. Ich hätte da vor einigen Tagen einen Film zum Download angeboten. Den benannten Film hab ich mir dummerweise sogar runtergeladen. Datum und IP kamen auch hin, Uhrzeit hab ich mir nicht angesehen. Also eine berechtigte Abmahnung.
Die Unterlassungserklärung dabei hab ich mir dann mal angesehen, da sollte ich mich gegenüber dem Rechteverwerter des einen Films verpflichten, den einen Film nicht mehr zu verteilen, sonst gäbe es eine nicht benannte Strafzahlung. Klang nicht übermäßig ausschweifend. Kosten sollte das ganze mich 450 Euro an Strafe plus 506 für die Anwälte, die den ausführlichen aber offensichtlichen Formbrief verfasst haben. War da nicht mal was mit Kostendeckelung?
Naja, ich hab mich dann entschieden, wenn ich schon Mist gebaut habe und erwischt wurde, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Ich hab die Erklärung unterschrieben, mit einem Umschlag und Briefmarke versehen, Empfänger- und Absenderadresse beschriftet und in den nächstgelegenen Briefkasten verfrachtet. Die Frist dafür haben die Abmahnwälte scheinbar gro'zügig bis Montag gesetzt, aber angesichts Feiertag und Wochenende ist das gar nicht soooo viel Zeit. Kam noch der Teil, der auf dem Konto schmerzt. Erst hatte ich überlegt, den Überweisungsträger zu nutzen, hab mich dann aber doch für elektronische Überweisung entschieden. Als nach dem Wegbringen des Briefs das Mini-iPad endlich wieder genug Strom hatte um mit mir zu reden, hab ich glat eien Überweisung ausgefüllt und sofort abgeschickt.
Damit hat sich das dann hoffentlich erledigt, und mich vor allem 956 Euro und einen Satz Nerven gekostet. Noch mehr Zeit und Nerven wollte ich jedenfalls nicht dafür aufwenden.
Mittwoch, 10. April 2013
SmarTÜV 2013
Nach fast zwei Jahren war gestern mein Smartie mal wieder zur Kontrolle und TÜV beim Center, was inzwischen bei Mercedes auf der anderen Straßenseite ist. Den Termin hatte ich mir letzte Woche geholt, nachdem klar war, dass diese Woche keine Schulung meine Zeit in Anspruch nehmen würde. Abgeliefert hab ich den Wagen schon am Dienstag Nachmittag, damit ich den Weg zur Arbeit nicht erst spät antreten muss, um ihn zwischendurch abzuliefern.
Zusätzlich hatte sich im Winter die Hülle der Funkfernbedienung genau am Verriegel-Knopf zerlegt. Da war ich auch mit dem Schlüssel schon mal beim Center, wo ich erzählt bekam, dass bei meiner Generation Smart das Plastik noch nicht separat tauschbar wäre, und man stattdessen die ganze Fernbedienung tauschen und mit dem anderen Schlüssel und dem Auto neu anlernen müsste. Kosten würde das dann mal eben siebzig Euro. Bei dem Winterwetter hatte ich aber so gar keinen Bedarf danach, den Wagen in Bewegung zu setzen, und so hab ich das für den Termin dieses Mal mit auf den Zettel getan. Kurz nachdem ich den Wagen abgeliefert hatte (ich hab es gerade bis in die U-bahn geschafft) rief jemand an und erklärte mir, dass das aber teuer würtde, wenn man die Fernbedienung tauschen würde. Ja, das wusste ich, aber einem Schlüssel, der gerade beim Abschließen nicht mehr vertrauenswürdig ist, traue ich auch nicht die Rolle als Zweitschlüssel zu.
Den Dienstag über hatte ich immer eins der 4er-iPhones im Blick, weil das 5 ja in der EDGE-Hölle von Büro gerne mal längere Zeit ohne Empfang verbringt, und so habe ich den Anruf kurz nach 10 auch auf dem 4S entgegengenommen. Eine Bremsleuchte und die Wischerblätter hätte der Prüfer bemängelt. Gesamtkosten wären dann so rund 250 Euro, meinte der Mann. Und dann kamkurz vor 15 Uhr auch noch eine SMS auf das 5er-Phone, dass der Kleine abholbereit wäre.
Wieder mit Öffis bin ich zum Center gefahren (Die Busse in Farmsen halten sich in dem Stau auch nur sehr unscharf an Fahrpläne), hab die gewünschten 256 Euro bezahlt, dem Smartie noch seien erste Tank-Auffüllung seit letztem Herbst gegönnt und bin wieder nach Hause gefahren. Insgesamt war das eine der weniger schmerzhaften Erfahrungen in meinem Leben mit dem Smartie. Und ich weiß mindestens einen Punkt, den der Prüfer dieses Mal nicht geprüft haben kann.
Donnerstag, 7. März 2013
Augendoppelkontrolle
Meinen ersten Kontrolltermin in der Augenarzt-Praxis dieses Jahr habe ich gerade hinter mir. Da stand ja an, dass mal beide Augen großgetropft werden sollten, rechts war die letzte Untersuchung bei der OP 2011 im Dezember, da durfte das auch mal wieder mitmachen. Nun hatte ich heute früh das Problem, dass das Linke Auge sich ein rotes unteres Lid zugelegt hatte und sich so anfühlte, als hätte ich zu wenig (oder schlecht) geschlafen. Hatte ich eigentlich nicht, uneigentlich bin ich aber doch reichlich nervös geworden. Als ich dann mal 10 Minuten zu früh in der Praxis eingecheckt habe, war ich erst alleine im Wartezimmer, kam dann aber auch schnell zur Voruntersuchung, die dieses Mal nur eine Visus-Messung war, wo rechts die 1,2 durchkamen und links wie gewohnt nichts erkannt hat. Dann gab es schon die Tropfen für Riesen-Pupille beidseitig. Und zehn Minuten später nochmal. Dann durfte ich auch schon zur Ärztin, die (auf meinen Wunsch) mit dem rechten Auge angefangen hat. Da hab ich dann Spuren meiner Blutgefäße gesehen und leiden müssen, als ich geradeaus in die Spaltlampe gucken musste. Wenigstens war die Untersuchung schnell vorbei, und sie hat mit dem linken Auge weitergemacht. Auch da gab es keine Probleme (YAY!) und zum Schluss hat sie noch den Druck gemessen (17, wieder niedriger als beim letzten Mal), mir DuoTrav verschrieben und mit mir Tränenersatz-Tropfen beredet. Nächster Termin ist jetzt der 13.6., nach dem dritten Jahrestag der ersten großen OP.
Ich sitze jetzt mit geweiteten Pupillen im Bus. Der Rand da im Bild dürfte übrigens die Linsenkapsel sein, die vom Nachstar ziemlich eingetrübt ist.
Samstag, 16. Februar 2013
OP-Jahrestag
Freitag, 18. Januar 2013
Twarchiv
Damit hatte ich fast nicht mehr gerechnet: Twitter hat mir eben den Knopf für den Archiv-Download freigeschaltet, mit dem ich mein komplettes Archiv an Tweets bestellen konnte. Dann hat's ein paar Minuten gedauert, bis Twitter mir per Mail nen Link geschickt hat, unter dem ich mir dann das Archiv laden konnte.
Erste Erkenntnisse, die ich daraus ziehen konnte: Meine ersten Tweets waren echt flach. Dafür hab ich mir wichtige Ereignisse nochmal aus der Nähe angesehen, wie die Shunt- und alle Augen-OPs (zusammen mit der No-Peh) und meinen ersten iPhone-Kauf. Is schon spannend, so im Kontext.
Mittwoch, 16. Januar 2013
OMT11
Mittwoch, 2. Januar 2013
OCL-Wiederherdingsung
Heute ist der erste Tag des jahres, an dem man tatsächlich etwas schaffen konnte. Ich hab den dann gleich genutzt, mich bei dem Post-Lädchen im UKE mit neuen taktischen Briefmarken einzudecken. Wie erhofft, hatte der Laden auch geöffnet (das hat der nämlich nur an Wochentagen, was es echt schwer macht, da außerhalb von Urlaubstagen hinzukommen), und jetzt habe ich drei neue Runden Briefmarken für den Fall, dass ich mal wieder in einem Krankenhaus lande, was nicht das UKE ist. Denn im UKE könnte ich ja zu dem Lädchen hin, wenn ich nicht gerade Bettruhe verpasst bekäme.
Übrigens ist heute auch der letzte Tag der sieben Tage kontinuierlicher Podcast-Veröffentlichungen. Bevor ich am Freitag den ersten Podcast des Jahres aufnehme, kommt dann kein neues Audio-Material von mir raus. Es sei denn, ich wollte noch die Ersatz-Aufnahmen rauslassen, die ich für die Congress-Folge vorbereitet hatte...
Montag, 31. Dezember 2012
Tschüß, 2012
Und dann ist das Jahr 2012 tatsächlich zu Ende. Seit dem Rückblick hat sich nun nicht mehr ernsthaft etwas geändert.
Ich wünsche dann mal allen Lesern (die Podcast-Hörer erreiche ich ja eher nicht mit einem Text) hier einen guten Rutsch und, dass das Jahr 2013 alle positiven Erwartungen erfülle.
Congress-Rückschau
Der 29. Chaos Communication Congress ist gestern Abend nach vier Tagen geendet, und das gibt mir eine Gelegenheit, mal ein bisschen meine Eindrücke festzuhalten.
Das erste, was mir dazu einfällt: Gut, dass die Veranstaltung nach Hamburg gekommen ist. Und zwar nicht nur, weil ich so einfach mit der U-Bahn hinfahren konnte, sondern auch, weil im CCH endlich wieder Platz war. In den letzten Jahren war die Veranstaltung dem BCC als Räumlichkeit schlicht entwachsen, so dass es seit zwei Jahren kaum Karten gab, und am ersten Tag ohnehin nur Besitzer einer Vier-Tages-Karte überhaupt rein konnten. Entsprechend habe ich die beiden Jahre mich auch nicht nach Berlin bemüht, weil mich für den Podcast da gerade der erste Tag interessiert hätte. Dieses Mal habe ich (wie letztes Jahr schon) den Podcast nur mit Mitschnitten bzw. Streamdumps bestritten, weil ich ja am Donnerstag erst auf Arbeit rumsitzen durfte, und als ich mich da verkrümelt hatte, am Dammtor von einer etwa zwei Stunden langen Warteschlange vor dem Eingang erwartet wurde. Das war mir zu lang, und so habe ich den Donnerstag dann von Zuhause aus per Stream mit den abendlichen Vorträgen verbracht.
Aber am Freitag habe ich es dann doch in das CongressCenter geschafft, nachdem ich den Podcast auch im Blog fertig hatte, was aus unklarem Grund seit Donnerstag Abend nicht mehr erreichbar war.
Zu den Vorträgen (die ich bis jetzt mitbekommen habe) fällt mir wieder die gewohnte Mischung auf aus Politik, Technik und allgemeinem Geschmunzel. Von der Kontroverse um Sexismus und Farbkarten habe ich zu wenig mitbekommen, um mir da eine fundierte Meinung gebildet zu haben. Ich weiß nur, dass es da eine Kontroverse gab.
Negativ ist mir aufgefallen, dass am Freitag Abend, beim Jeopardy, einer der Teilnehmer so offensichtlich sturzbetrunken war, dass das wirklich nicht mehr lustig war. Da passt es schon, dass der danach seine Jacke vermisst haben soll, die er auf der Bühne noch trug.
Ansonsten könnte ich anprangern, dass mal wieder zu oft interessante Vorträge gleichzeitig stattfanden, aber zum Glück gibt es ja demnächst alle Vorträge, die aufgezeichnet wurden (bis auf wenige Ausnahmen alle, soweit ich weiß) auch als Mitschnitt zum sehen, besonders gut sehen oder hören. Da hat der Hörsuppen-Christian auch noch Feeds draus gebastelt, mit denen ich mir auch schon sämtliche Audio-Mitschnitte zugelegt habe, um dann auch mitzubekommen, was ich verpasst habe.
Sonntag, 30. Dezember 2012
Jahresblick
Das Jahr nähert sich dem Ende, und nach dem doch eher Nachrichten-geprägten akustischen Jahresrückblick (den ich schon 99% fertig habe und nur noch abwarte, ob bis morgen Mitternacht nicht doch noch irgend etwas wirklich wichtiges passiert) kann ich mich ja mal einem persönlicheren Blick zuwenden.
Für mich war 2012 das Jahr, von dem ich schon zu Anfang wusste, dass mindestens eine OP auf mich warten würde, weil die Linse im kaputten Auge ja schon deutlich trüb war. Dass da mit Nachstar und später Zahnkrone noch weitere Gemeinheiten kommen sollten, wusste ich ja nicht vorher. Immerhin habe ich mit den OPs gelernt, wie ich besser mit meiner Angst davor umgehen kann, und im Ergebnis ist das Auge inzwischen so gut wie zuletzt vor der ersten OP vor inzwischen 2,5 Jahren. Wenn der Druck sich noch hält, kann es so bleiben.
Außerdem ist 2012 für mich das Jahr, in dem ich mich komplett auf meinen Lieblingsschulchor eingelassen habe. Dass ich bei der OP 2011 ein Video als Datei dabei hatte, war noch Zufall, danach habe ich dann aber systematischer Videos abgespeichert, und seit dem neuen Schuljahr im September habe ich mir nicht nur angewöhnt, jedes einzelne Video zu sichern, sondern die auch noch in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung nummeriert. Außerdem habe ich gelernt, dass mir die Fünftklässler auch noch was beibringen können, wobei der erste deutliche Hinweis schon früh im Jahr kam. Das alles hat dann dazu geführt, dass es seit Mitte Mai keine Podcast-Folge mehr gibt, in der nicht irgendwo ein Stück Chor enthalten ist, und ich jetzt schon eine ziemlich gute Idee davon habe, dass das auch 2013 sich nicht ändern dürfte, inklusive einiger Spezial-Anlässe, zu denen ich auch mit mehr als einer Aufnahme werfe.
Und dann waren da noch das lange LHC-Jahr, in dem ein neues Boson nachgewiesen wurde, was nach allem, was ich mitbekommen habe, wohl ein Higgs-Boson ist, aber in mindestens einem Detail nicht genau dem Standard-Modell entspricht.
In der Weltraum-Ecke gab es ja keine gigantischen Überraschungen, die Shuttles sind alle in ihre Renten-Positionen gebracht worden, zur ISS sind immerhin zwei Dragon-Flüge gekommen. Ein ganzes Stück weiter weg ist der Marsrover Curiosity gelandet und fährt seitdem auf dem Roten Planeten rum und forscht. Außer ersten Spuren von organischem Material hat der aber noch nicht viel geliefert. Muss er aber auch nicht.
Insgesamt war das Jahr weder auffallend gut, noch auffallend schlecht, auch wenn es Anfang des Jahres noch eher schlecht aussah. Aber das lässt 2013 die Gelegenheit, sich positiv abzuheben.
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Weinachtserfahrungen
Ich war ja über die Feiertage bei Frau Mutter. Da konnte ich dann erleben, dass die sprichwörtliche Unverträglichkeit von Hund und Katze real ist, weil neben dem Hauskater Herr Bruder, beziehungsweise dessen Freundin ihren Hund dabei hatte. Mal hat Katz den Hund provoziert, dann hat Hund wieder beschlossen, das Katz anbellen zu wollen. Entspannend war das nur begrenzt.
Und dann hab ich auch noch mitbekommen, wie schwer Englisch sein kann (die Freundin des Herrn Bruder kann nur wenig Deutsch bisher). Inklusive schmerzhaft deutscher Aussprache englischer Sätze, die von deutscher Grammatik durchsetzt waren. Aua. Als ich dann Chorvideos rausgeholt habe, war aber wieder die Behauptung da, sie könnten doch kein Englisch. Nun ja.
Immerhin: Die Bahnfahrten (Montag hin, Dienstag wieder zurück) waren im IC jeweils recht angenehm. Vermutlich, weil die allermeisten Leute nicht an den Tagen gefahren sind. Ich hatte befürchtet, dass es ernsthaft voll hätte sein können, war es aber nicht.
Wenn der Text hier erscheint, darf ich mir meinen Hintern auf Arbeit plattsitzen, für den Fall, dass ein Anwender nach Support verlangt, den die Leute von First Level nicht alleine abkaspern können. Wenn (wie ich annehme) nichts los ist, werde ich mich schon früh verkrümeln, damit ich noch möglichst viel vom ersten Congress-Tag mitbekommen kann. Und dann steht ja auch der Podcast dazu noch auf der Todo-Liste. Mit dem Jahresrückblick-Podcast brauche ich mich ja nicht vor dem 30. ernsthaft beschäftigen.
Montag, 24. Dezember 2012
Apokawann?
Nun ist die Welt völlig erwartet am Freitag nicht untergegangen, wie irgend welche Idioten meinten aus der Zeitrechnung der Maya (nicht zu verwechseln mit der Zeichentrick-Biene, die schreibt sich mit j) zu erkennen. Ich kenne niemanden näher, der ernsthaft geglaubt hätte, dass am Freitag irgend etwas hätte enden sollen. Nur die Medien haben (mal wieder) großes Gewese veranstaltet. Aber mit der Meldung, dass morgen die Sonne wieder aufgehen wird, lässt sich nun mal wenig verkaufen.
In den nächsten Tagen stehen erstmal Weihnachten (für mich inklusive Ausflug zu Frau Mutter, wo auch Herr Bruder sich eingefunden hat), bevor ich den Donnerstag auf Arbeit rumsitzen darf, falls irgend etwas mit der Anwendung passieren sollte, an der ich mitentwickele. Und auch am Donnerstag geht der Chaos-Congress los, der bis einschließlich Sonntag läuft. Und danach ist auch schon wieder Jahresende, was für mich heißt, dass ich meinen akustischen Jahresrückblick noch fertig basteln kann. Und danach habe ich dann ein paar Wochen Urlaub, die noch gar nicht verplant sind.
Mittwoch, 19. Dezember 2012
schnief
Samstag, 8. Dezember 2012
Au-Pe: Ein jahr danach
Heute ist es also ein Jahr her, dass ich operiert wurde.Fieserweise war das ja nicht die letzte OP, da gab es ja den Katarakt noch dazwischen. Deswegen ist das heute noch kein richtiger Jahrestag im Stil eines "ein Jahr ohne OP"-Tag. Aber da komm ich ja auch nich hin, hoff ich.
Was ich ja so gar nicht vermisse: Den harten Verband überm Auge, der sehr wirksam verhindert hat, dass ich ne Brille aufsetzen konnte, und die später nötigen bis zu 13 Augentropfen pro Tag. Und im Nachhinein bin ich mir fast sicher, dass durch die dezember-OP der Katarakt noch mal einen Schub bekommen hat. Ohne den wäre er vermutlich im Februar noch nicht OP-pflichtig geworden. Aber gut, die OP hatte ich ohnehin irgendwann erwartet (im Gegensatz zu der vor einem Jahr), und danach wurde das Auge ja auch wieder besser.
Ich finde auch noch ganz spannend, wie wenige Details von der OP ich noch weiß. Zum Beispiel könnte ich nicht sagen, mit wem ich auf einem Zimmer war (nur, dass der am Samstag nach Hause durfte, was ich dann genutzt habe, um da den Podcast aufzunehmen), oder was sonst noch wichtig war. Ohne digitale Gedächtnisstütze hätte ich nicht mal mehr gewusst, dass ich zwischen 10:42 und 13:15 im OP-Bereich war, mit dem Aufwachraum seit 12:15.
Wie auch immer, OP #18 auf meiner Liste ist dann auch schon ein Jahr her, und der Jahrestag für OP #19 ist auch nicht mehr so weit weg. Dafür darf OP #20 (die der Shunt bekommen soll) noch ein paar Jahre warten (der letzte Shunt hat rund 15 Jahre gehalten, nur um mal so eine Größenordnung zu nennen. Der jetzige Shunt ist noch keine 4,5 Jahre alt).




