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s9y und PHP 8 (oder mach ich da was falsch?)

Heute hat Manitu angekündigt, dass PHP 7.4 demnächst (Ende Januar) verschwindet, nachdem das in ner guten Woche nicht mehr die Standard-Version sein wird. Ich hatte im Hinterkopf, dass das dann verwendete PHP 8 ein größerer Schritt war, und entsprechend mal nachgesehen, ob mein s9y da denn drauf laufen sollte. Stellt sich raus: Es gibt da von September 2021 eine einzelne Beta-Version eines Update, mit dem PHP 8 unterstützt werden sollte. Aber eben Beta. Und auch schon ein Jahr alt. Hab ich dem Manitu-Support gemailt, was der denn so empfiehlt, kam zurück: Naja, die Beta da ist immer noch besser als nichts. Also hab ich die Version installiert, erstmal ohne akute Fehler. Und dann im Siteadmin habe ich auf PHP 8.0 umgestellt. Sah oberflächlich okay aus, aber die RSS-Feeds waren plötzlich leer. Da fliegt wohl irgendwo ein HTTP 500, weil irgendwas sehr unglücklich über irgendwas ist. Ne Fehlermeldung bekomme ich selbst dann nicht, wenn ich das PHP per display_error on in der .htaccess darum bitte.

Tja, und jetzt kann ich also erstmal nicht auf PHP 8 umstellen, weil dann keien Feeds mehr da sind. Ob in den nächsten Monaten jemand was auch immer da schief geht, behebt, oder ob ich irgendwas tun kann? Keine Ahnung. Von PHP hab ich ohnehin keine Ahnung, da kann ich nur gucken. Unerfreulich. Wie auch die Bugs, die ich jetzt in der Beta-Version treffe (Links einbauen funktioniert nicht, um mal den offensichtlichten gerade zu benennen). Alles äußerst unerfreulich.

Ach ja: Tipps, was ich noch tun kann: Mail, Twitter oder Mastodon sind offen

Update: Nachdem ich den Tipp bekommen habe, dass es ein Ding gibt, namens $serendipity['production'], was man setzen kann (in der serendipity_config_local.inc.php, die bei manitu dem Server-User gehört, und nicht per FTP nativ beschreibbar ist, aber da kann man sich ja Rechte einräumen), kam ich etwas weiter, indem ich mit Fehlermeldungen statt leerem Feed beworfen wurde. Stellt sich raus: Das Karma-Plugin hat Probleme. Wenn man das entsorgt hat, kommt aber schon das Podcasting-Plugin, was ich nicht einfach so entfernen will. Da war erst irgendwas mit Logging-Code, den ich auskommentiert habe, dann blieben aber leere Arrays, und dann habe ich erstmal wieder aufgegeben. Also, nein, s9y ist für mich noch nicht PHP-8-tauglich.

Apple-nonvent

Am Dienstag, 18.10. hat Apple mal Produkte angekündigt, ohne dafür eine Veranstaltung oder ein längeres Video zu veröffentlichen. Konkret waren das: Ein Apple-TV 4K, zwei Größen iPad Pro und das iPad ohne Nachnamen. 

Zum TV kann ich nicht viel sagen, außer dass es 4K können soll, und die Fernbedienung per USB-C Strom bekommen kann. 

Die iPad Pro haben einen M2-Chip, sind ansonsten aber nicht sehr anders als die M1-Pro. Es soll beim Mobilfunk aber wohl keine Unterstützung für GSM (also Edge) mehr geben. Nachdem UMTS nicht mehr als Netz gesendet wird, hat man dann entweder LTE oder einen immer noch speziellen Vertrag mit 5G. 

Und dann ist da noch das iPad ohne Namen, was auch per USB-C versorgt wird, aber anders als alle anderen iPads mit USB-C den Stift in der zweiten Generation nicht unterstützt. Stattdessen braucht man einen Adapter, um den Lightning-Stift an das USB-C-iPad zu verbinden. Was daran gut sein sollte, leuchtet mir nicht ein. 

Diese drei, eher kleineren Ankündigungen wären für ein Event in der Tat zu wenig gewesen. Offenbar sind noch keine neuen Macs in einem Zustand, dass sie angekündigt werden könnten, und so sind drei Pressemitteilungen auch okay. Zusätzlich gibt es den Termin 24.10. für die neuen Betriebssysteme iPadOS 16.1 (und iOS 16.1) und macOS 13.

Nullmeldtwusk

Und dann war da letzten Mittwoch ein Punkt, an dem mal wieder deutlich wurde, warum es schadet, wenn Nachrichten immer in reduzierter Komplexität berichten. Bekanntlich hatte im April ein Elon Musk einen Vertrag mit eienr Firma Twitter abgeschlossen, in dem zum 24. Oktober der Kauf von deren Aktien zu einem festgelegten Preis vereinbart war. Danach hatte ben jener Herr Musk versucht, sich von dem Vertrag zu distanzieren, ohne die dort ebenfalls festgehaltene Vertragsstrafe zahlen zu müssen, woraufhin Twitter die ganze Geschichte bei einem Gericht als Klage eingereicht hatte. Und nun war die Neuigkeit, dass Herr Musk bereit sei, doch Twitter zu kaufen. Die Nachrichten versäumten es aber kollektiv, darauf hinzuweisen, dass genau das in dem eben im April geschlossenen Vertrag schon stand, und also einen Neuigkeitengehalt von nahe null aufwies.

+++ EIL +++ Vertrag gilt.

Gurgel stellt ab

Meldung aus der 'also damit hat wirklich jeder gerechnet'-Ecke: Die Werbefirma Google, die zufällig noch eine Suchmaschine betreibt, hat ihre Spieleplattform Stadia eingestellt. Dazu finden sich im Netz zwei Erklärungsansätze, die einander ergänzen, und zwar: Niemand traut Google-Produkten langfristig, weil Google in der Vergangenheit zu oft Projekte beendet hat, die eigentlich noch ganz beliebt waren (ich erinnere mal wieder an den Google Reader, der zwar nicht das erste, aber ein besonders prominentes Beispiel war), so dass bei einem neuen Projekt kaum jemand bereit ist, erst zu investieren. Die zweite Erklärung kommt von Leuten, die behaupten, mal bei Google gearbeitet zu haben, und läuft darauf hinaus, dass bei Google befördert wird, wer irgendwas Neues rausbringt. Wenn das dann läuft, gibt es keine Vorteile für die, die es am Laufen halten. Deswegen startet Google auch ungefähr alle drei Monate einen neuen Messenger, oder eine Chatplattform oder sonst irgendwas. Die Produkte leben alle nicht lange, weil eben niemand etwas dafür bekommt, und gewinnen auch keine ernsthaften Nutzerzahlen, so dass sich begründen lässt, warum man sie auch wieder beenden kann. Und dann beginnt der selbe Kreislauf wieder von vorne. Niemand traut Googles neuen Produkten, weil Google neue Produkte einstellt. Und Google stellt neue Produkte ein, weil niemand Googles neuen Produkten vertraut, weil Google neue Produkte einstellt. Was war noch gleich Rekursion?

Audacity 3.2.0 für Apple Silicon und ffmpeg

Das könnte wirklich besser dokumentiert sein. Wer Audacity 3.2 auf einem Apple-Silicon-Rechner in der nativen Version nutzen will, merkt schnell, dass der kein ffmpeg dabei hat, weil die Version für Intel-Chips nicht geladen wird. Die Anleitung (Stand 24. September) beschränkt sich darauf, auf eine Webseite zu verweisen, die nur ffmpeg für Intel anbietet, oder obskur auf Homebrew zu verweisen. Das ist auch nicht komplett falsch, reicht aber nicht. Denn selbst, wenn man ffmpeg per Homebrew installiert hat, findet Audacity die Datei(en) nicht, die es benötigt. Die muss man ihm schon genauer benennen. Ein Kommentar in einem Github-Issue hat mir den Weg gezeigt. Einstellungen/Preferences in Audacity, dann bei den Bibliotheken/Libraries ffmpeg Locate, in das Textfeld manuell eintragen /opt/homebrew (oder wenn Homebrew da nicht wohnt, den Pfad dahin), dann das Verzeichnis Cellar, ffmpeg, Versionsnummer, lib, und da drin die Datei libavcodec mit diversen Numemrn im Namen und der Endung .dylib aussuchen. Dann sollte Audacity ffmpeg erfolgreich einrichten können, und auch wieder so Dateien wie m4a und Ähnliche importieren können. Ist eigentlich gar nicht so schwer.

Intecessor

Neue Idee von Intel: Die wollen den Namen Pentium (und vermutlich auch dessen Nachfolger) im Mobilbereich beenden, und ihre Chips mit dem überaus kreativen Namen "Intel Processor" vertreiben. Weil, äh, da bin ich schon nicht mehr mitgekommen. Der Name Pentium kam ja seinerzeit auf, als Intel aufgefallen wurde, dass sie ihre vorherige Namensgebung (80486, kurz: 486) nicht mit Markenrechten ummanteln konnten,  die Konkurrenz also auch ein Produkt gleichen Namens hätte in den Handel bringen dürfte. Die letzte Runde an Namen, die ich zumindest mitbekommen habe, lief auf "Core i(Ziffer), Ziffernfolge" raus. Wobei die Ziffern Eingeweihten Auskunft über die relative Leistungsfähigkeit geben sollten. Wie es da mit Markenrechten aussah, weiß ich nicht, aber nachdem keine AMD-Chips ähnlicher Namen große Wellen gemacht haben, könnte es sein, dass es da gar kein rikliches Problem gab. Und dann war da ja auch noch der kleine Haken, dass Intel bei der Prozessorentwicklung nicht mehr die Führungsrolle inne hat, wenn man Leistungsaufnahme und Rechenleistung ins Verhältnis setzt. Da hat gerade bei Händies sich ARM durchgesetzt, und zuletzt Apple mit ihren eigenen Chips nochmal gezeigt, wie viel Leistung bei wie wenig Strombedarf (und Abwärme) machbar sind. Wäre schon iromisch, wenn Intel dann irgendwann versuchen würde, ihre Chips als M(Ziffer) zu vermarkten.

FTTHuh?

Und dann war da noch: Letzte Woche hat mir Telefonica nen Brief geschrieben, dass die meinen Internet-Anschluss auf FTTH umstellen würden. Natürlich haben sie da mit Techniker gedroht, aber keine Daten genannt. Ich hab mir dann zusammengereimt, dass sie nur den kleinen Kasten meinen könnten, wo seit etwas über einem Jahr ein Glasfaser drin endet, und eine Umstellung eher nicht in meiner Wohnung stattfinden muss, wenn ich die Fritzbox von DSL auf nen Port an dem Kasten umstellen kann. Ich hab dann über das Wochenende mal eine der bisher nicht eingerichteten Fritzboxen ausgepackt, da erfreut gesehen, dass die ein Ethernet-Kabel dabei hat, die erstmal mit Update aus einer Datei versorgt, dann ein Backup der laufenden Fritzbox reingespielt (aber ohne WLAN-Einstellungen). Da gab es vom Breitband-POP ne Fehlermeldung (Access denied 44). Sah also nicht sofort funktional aus, aber hat immerhin eine Verbindung nach außen. Und die Fritzbox hat sich sogar schon Datum und Uhrzeit zugelegt. 

Heute bewarf o2 mich mit einer Mail, dass sie mit meinen Bankdaten Auswertungen machen wollen, worauf ich mich mal bei denen online angemeldet habe und verwundert festgestellt habe, dass da irgendwas zu einem Anschluss-Auftrag stand. Der sollte am 28.9. passieren, keinen Techniker benötigen, aber irgendwas wäre da nicht erfolgreich. Also hab ich mal angerufen. Stellt sich raus: Wilhelm Tel hätte den Auftrag verweigert, da wird erstmal gar nichts umgestellt. Wenn der nächste Versuch kommen soll, melden sich die O2-ler. Und mich darüber informieren, ging nicht so einfach? Oder ist ein Brief schon auf dem Weg? 

Apple-Keynote September 2022

Am 7. September hat Apple dieses Jahr seine Produktvorstellung veröffentlicht. Das war wieder mal ein vorher aufgezeichnetes und mit effektvollen Übergängen reiches Video.

Los ging es aber klassisch mit Timme, der auf der Bühne erst angekündigt hat, es ginge um drei Produkte: iPhone, AirPods und Watch, dann von Gerschischten von glücklichen Apfel-Nutzern ein Video gezeigt hat, denen bestimmte Funktionen ihrer Apfel-Produkte in unerwarteter Weise geholfen haben, und schon waren 7 Minuten rum.

Dann ging es endlich zur Watch. Die Neue heißt (wenig überraschend) Series 8, und bekommt als neues Feature einen Temperatursensor, der angepriesen wurde, dass man damit die Temperaturänderung beim Eisprung einer eispringenden Person ermitteln könnte. Außerdem neu: Wenn man in einem Autounfall ist, soll die Uhr das schneller und genauer feststellen können. Und dann ist ein Gerücht von Gurman eingetroffen: Die Uhr bekommt einen Low Power Mode. Den aber auch alle anderen Uhren mit watchOS 9 bekommen. Also alle ab der Series 4, denn andere Uhren werden das Update nicht mehr bekommen (wie bereits seit der WWDC im Juni bekannt). Die Watch Series 8 kommt ab dem 16. für 399 beziehungsweise 499 US-Geld auf den Markt, in Euro ist das alles deutlich teurer. Dann gab es noch ein paar Sätze zu einer neuen SE 2, die weniger teuer ist, aber auch ein paar Funktionen weniger hat, aber Unfälle auch mitbekommt. Und dann ist das letztjährige Gerücht der eckigen Uhr endlich aufgelöst worden: Die nennt sich Ultra, richtet sich an Sportler, sieht äußerlich klar anders (weniger empfindlich) aus, ist aus Titan, hat drei neue Bänder für verschiedene Extremsportarten. Die Ultra-Watch bekommt einen zusätzlichen 'Action'-Button, dessen Funktion die Apps jeweils belegen können, außerdem soll das Teil bummelig 36 Stunden mit einem Akku hinkommen, und eine laute Sirene abgeben. Preis: ab 799 US-Geld, kommt ab dem 23.9.

Dann ging es mit den AirPods Pro weiter, die nen neuen, H2 genannten, Chip bekommen. Mit dem können die bessere Töne, bessere Noise Cancellation, und neu personalisiertes Spacial Audio (was in der WWDC schon erwähnt, aber nicht erklärt wurde). Dann sollen die bis 30 Stunden mit dem Akku hinkommen, das Case lernt auch dazu: Es ist selbst auffindbar für die U1-Telefone, hat nen eigenen kleinen Lautsprecher, kann nicht nur per Kabel und Magsafe, sondern neu auch Watch-Ladefläche laden und hat eien Öse für ein Bändchen. Preis: 249 US (299 Euro, wenn ich das richtig sehe), ab dem 23.9.

Und dann ging es mit dem iPhone weiter. Da gibt es erstmal das neue 14 und 14 Plus (weil das große nicht Max heißt), läuft mit dem A15, der auch in den 13er-Geräten schon war, hat neu einen Autofokus bei der Frontkamera, im Kamerasystem schwirrt der Begriff "Photonic Enginge" rum, und es akann Video mit besserer Bildstabilisierung. Was es nicht mehr kann, zumindest in USA: SIM-Karten. Die kommen da nur per eSIM rein. Dafür können die Telefone Notrufe über einen Dialog zusammenstellen und dann als Datenpaket über einen Satelliten loswerden, wobei die Funktion für USa und Kanada für zwei Jahre im preis inbegriffen ist. Der geht beim 14 ab 799 und beim Plus ab 899 los, die 14 kommen zum 16.9., die Plus zum 7.10. in die Läden.

Jetzt fehlt noch die teurere iPhone-Linie Pro und Pro Max, die vor allem damit auffällt, dass wie gerüchtet, der Notch nicht mehr so aussieht wie bisher, aber die Gerüchte haben alle das Betriebssystem nicht gesehen, weil Apple die displayfreie Fläche mit einem Rahmen umgibt, in dem bestimmte Statusbildchen abgebildet werden, und das "dynamic island" nennt. Den Gerüchten eher entspricht dann, dass die Geräte ihr Display dauerhaft betreiben können, bei Inaktivität gedimmt. Der Chip da drin nennt sich A16, wird erstmals mit einem 4nm-Prozess gefertigt, hat wirklich viele Transistoren. Bei den Kameras gibt es die gerüchteten 48 Megapixel, die rechnerisch aber auf 12 zusammengefasst werden (je 4 physische Pixel zu einem logischen), außerdem gibt es eine 2x-Zoomstufe, die wohl nur die Mitte des Sensors nutzen würde. Preislich fängt das Pro bei 999 US-Geld an, das Pro Max bei 1099, und mit bis zu 2TB Speicher kann man da auch locker das Doppelte ausgeben, wenn die ab dem 16.9. in den Verkauf kommen.

Oh, und iOS 16, watchOS 9 kommen/kamen am 12.9. in die Öffentlichkeit.

Vident

Meldung aus der 'wenn man mal genau hinsieht'-Ecke: Der Chaos Computer Club hat mal etwas gegen Video-Identifikationssysteme getreten. Stellt sich raus: Das ist alles nicht so sicher wie versprochen. Und zwar systematisch. Hups. Kann ja mal passieren.

Intelos

Meldung aus dem Bereich 'ach, guck': Apple hat im neuesten MacBook Air eine Thunderbolt-Schnittstelle von einem Intel- zu einem selbstentwickelten Chip umgestellt. Damit ist da dann Intel komplett aus dem Gerät verschwunden, nachdem CPU und Co schon auf Apple Silicon umgestellt waren.

Lockdown Mode

Meldung aus der 'das hatte niemand vorher gerüchtet'-Ecke: Am 5. hat Apple per Pressemitteilung angekündigt, dass es in iOS 16 (aktuell noch in Entwicklung) einen 'Lockdown Mode' geben werde. Der ist gedacht für Leute, die von Spionen mit staatlichen Budgets bespitzelt werden könnten, und der Modus schaltet dann eine Reihe Komfortfunktionen des OS ab, die ansonsten genutzt werden könnten, um Geräte anzugreifen. Das ist also ein 'weniger bequem, aber hoffentlich sicherer'-Modus. Außerdem kündigt Apple in der gleichen Mitteilung an, dass für diesen Lockdown-Modus ein größerer Posten Geld im Bug-Bounty-Programm bereit steht, weil es wirklich blöd wäre, wenn da noch Angriffsvektoren bestehen würden.

Was Apple damit aber zugibt: Es ist verdammt schwer, das gesamte iOS so abzudichten, dass nicht doch irgendwie Schadcode in das System kommen kann. Die Pegasus-Wanze hat sich ja zum Beispiel irgendwie an Sicherheitsvorkehrungen vorbei ins System reinwanzen können, von bisher nicht öffentlich bekannten Wanzen mal ganz abgesehen. Auf der positiven Seite zeigt Apple aber auch, dass man verstanden hat, dass es User gibt, die lieber ein sichereres System nutzen wollten, als auch noch die letzten Blinkerfunktionen zu bekommen.

Mapple

Neuerung in der Kartenfunktion auf iPhone und iPad: Da gibt es inzwischen nicht nur in weit entfernten Städten die 'Look Around' genannte Funktion, sondern auch in Hamburg. Das Bildmaterial ist erstmal offensichtlich neuer als das, was Google in StreetView einmalig eingebaut hatte (2009, ließ sich ziemlich genau Ende August bis Anfang September an einem MPS-Plakat aus dem Jahr festmachen). Ich habe auch versucht, eine Zeitschätzung über ein paar Baustellen hinzubekommen, aber Apple scheint da einen längeren Zeitraum in seinen Bildern eingebaut zu haben: Die Baustelle bei mir vor dem Fenster war gerade erst bei den ersten Säulen vom Edeka (ich vermute mal wild: Ganz früh in 2021, vielleicht), in der Tangstedter Landstraße war schon zu sehen, dass die mal eine Baustelle werden würde, aber noch keine ernsthaften Arbeiten im Gange, Mönkebergstraße war schon mit Absperrungen, aber nicht gesperrt, und beim Impfzentrum findet man imemrhin ein Schild, was auf das Impfzentrum hinwies. Irgendwo im Jahr 2021 könnte vielleicht hinkommen.

WWDNote 2022

Am 6. Juni hat Apple wieder die jährliche Entwicklerkonferenz mit Keynote eröffnet. Nach 4 Minuten Gerede von Tim Cook ging's mir Craig 'Hairforce' Federighi weiter, der gleich zu iOS kam.

Neu da sind dynamische Lockscreens, bei denen man die Bilder, die Formate von Uhrzeit und neu dabei ein paar Complications einbinden kann. Auch verschiedene Lockscreens nebeneinander sind möglich, die auch vom Focus abhängig sein können. Der Wchsel erinnerte mich auch an die Uhr. Dann gibt es neues von Messages: Undo send, edit messages keep unread. SharePlay kommt dann als API und mit Messages. Dictation kann man nicht nur per Sprache bedienen, sondern auch per Touch eingreifen. Auch dabei: Punctuation und Emojis. Weniger erklärt: App Intents machen irgendwas für Shortcuts. Die Texterkennung kann dann auch aus Videos Texte holen. Wallet wird erweitert (ist aber selbst in USA nur sehr einzeln verfügbar), ähnlich mit Maps. Dann gibt es News zu Sport (Gähn). Family Sharing wird besser, und neu kommt ein Feature, um Sharing mit übergriffigen Familienmitgliedern zu beenden. Home bekommt ne neue App, und nen Standard namens Matter (gibt es den nicht schon?). CarPlay interessiert mich auch nicht. Spacial Audio kann irgendwas mit der TrueDepth-Kamera anfangen (da fehlen mir Details). Nicht erwähnt: das Update kommt ab iPhone 8 (nicht für die 7 und das erste SE).

Nächstes System war watchOS 9. Vier neue Watchfaces, irgendwas an Notifications, Workout mit neuen Details, Fitness kommt auf iPhone auch ohne Uhr, Sleep erkennt Schlafphasen, AFib-Erkennung bekommt ne Historie (gerade von FDA freigegeben, was in der Aufzeichnung noch nicht bekannt war). Die letztes Jahr gerüchtete Pill Reminder kommen: kann Medikamente von nem Bild erkennen, daran erinnern und die nachhalten und auch Interaktionen zwischen Medikamenten erkennen. Nicht erwähnt: Series 3 (noch im Verkauf) bekommt das Update nicht mehr.

Dann wurde das Thema Mac, aber nicht nur OS, sondern es gab zuerst einen neuen Chip M2, der ganz toll wäre, bis 24GB RAM, und in MacBook Air und dem kleinen MacBook Pro landen wird. Das OS nennt sich Ventura, bekommt mit Stage Manager einen neuen Modus, bei dem man sich auf eine App konzentrieren kann, Verbesserungen an Spotlight (kommen auch auf iOS und iPadOS), Mail lernt undo send, schedule send und suggest follow-up (kommt auch alles auf den anderen Plattformen). Safari bekommt Shared Tab groups (das wird später noch mal wichtig), Passkeys sollen Passworte ersetzen, es gibt Metal 3, wo ein Blabla eines japanisch sprechenden Spiele-Managers mich gelangweilt hat. Continuity kann auch FaceTime vom iPhone übernehmen, oh und iPhone-Kamera kann der Mac auch mitnehmen (hust Studio Display is aber auch nicht so geil als Kamera). Die Geräte, die da nicht mehr mitkommen sind nicht so auffällig. 

Und dann war iPadOS dran. Das ist immer noch ein iOS, bekommt also alles von da. Außerdem: Wetter wird ne App, Uhr auch. Beide sind per Catalyst auf dem Mac auch verfügbar. Collaboration kommt, wo mehrere Leute gemeinsam an Dokumenten und Safari-Tab-Gruppen arbeiten können. Außerdem neu: Free Form, eine neue App, die irgendwas kollaborativ einsammeln kann. Gaming (gähn). Bisher hatten iOS und iPadOS nur den Speicher, der als RAM im Gerät steckte, jetzt gibt es Swap und virtuellen Speicher. Und Stage Manager kommt auch auf iPad, braucht da aber nen M1 (und ist damit auf die neueste Generation Air und Pro begrenzt).

Und dann war wieder Tim dran und ich hab abgeschaltet. Nicht erwähnt wurden, ob watchOS 9 einen Low-Power-Modus bekommt (war gerüchtet), wo sich das ominöse realityOS versteckt, was beim tvOS oder homeOS passiert. 

Nichtzahlgeräte

Manchmal lohnt es sich nicht zu sparen. Das durften in den letzten Wochen Unternehmen lernen, die für Kartenzahlungen Geräte des Typs H5000 von einer Firma Verifone im Einsatz hatten. Die waren 2018 abgekündigt worden, mit noch einem Support-Rest bis 2023, und soweit man das ohne Hilfe vom Hersteller erkennen kann, ist da schlicht ein Zertifikat abgelaufen, womit ab 24. Mai die Geräte eben nicht mehr funktioniert haben.

Die erste Empfehlung war, man dürfe die Teile nicht neu starten, und es werde irgendwie noch ein Update geben. Binnen einer Woche haben dann betroffene Supermarktketten wie Aldi Nord und Netto sich damit beholfen, die dysfunktionalen Geräte durch irgend welche anderen Geräte zu ersetzen. Was die Marktketten durch den Nichtaustausch der Geräte in den vergangenen fünf Jahren eingespart haben mögen, dürfte gegen die Peinlichkeit der nicht funktionierenden Kartenzahlung und hektischen Gerätetauschen zumindest teilweise ausgeglichen worden sein. Manchmal lohnt es sich eben, wenn man Geld nicht spart.

C-rücht

Und dann sind da Gerüchte aufgetaucht, dass eine gewisse Obstfirma ihre Mobiltelefone im Jahr 2023 auf USB-C umstellen würde. Das wäre insofern überraschend, als bisher alle Zeichen danach aussahen, dass der Lightning-Anschluss erst mit einem komplett drahtlosen Gerät wegfallen würde. Ja, meldet ein Gerüchterstatter, das wäre alles noch nicht stabil genug. Und, so ein zweiter Gerüchterstatter, wenn schon USB-C, dann käme das aber auch in andere Produkte, die bisher über Lightning an Geräte oder Strom angeschlossen werden.

Zeitlich sind wir noch weit genug von der Vorstellung der 2023er Vokal-Telefone entfernt, dass solch eine Frage noch nicht fest sein könnte. Immerhin ist die bisher bekannte Begrenzung, dass so ungefähr zum Jahreswechsel die genauen Details feststünden (beim X, was etwas früh gewesen wäre). Ob USB-C einen Vorteil hat, der darüber hinausgeht, dass die EU-Kommission den Stecker verlangt, sehe ich zumindest nicht. Immerhin soll es dann zumindest erstmal Adapter geben, die die gesammelte Lightning-Kabel-Sammlung an ein USB-C-Gerät anschließbar machen sollen.

Eine finale Antwort wird es erst so im September 2023 geben können. Übrigens ist das auch die Gerätegeneration, die ein nicht-eingekauftes Mobilfunk-Steinchen beinhalten soll, wurde schon vor einem Jahr gerüchtet.

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