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Vermummungspflicht

Beim Erlass der neuen Regeln für die Regeln mit ein bisschen weniger Einschränkungen gab es zwei auffällige Fehler: Der erste Fehler ist zwar nicht der Regierung anzulasten, aber der von Lobbyisten (hier: 'Arbeitgeberverbände') geführten bundesweiten Politik. Und zwar geht es um die Krankschreibung per Telefon. Einerseits verkündet Merkel groß, dass ja nur ein kleines Bisschen erleichtert werden soll, und man gefälligst vorsichtig sein müsse, andererseits lobbyieren die Arbeitgeber dafür, dass Leute mit simpler Erkältung gefälligst wieder bei ihren Hausärzten aufzutreten haben. Die haben ja nur das Problem, dass es keine ausreichende Schutzausrüstung gibt. Womit wir dann auch gleich zum zweiten Fehler kommen: Gesichtsmasken. Die Bundesmerkelin mag ja verkünden, wie doll sie die emfiehlt, aber für eine Pflicht fehlt es dann doch an diesem einfachen Stück medizinischem Hilfmittel. Und so dauerte es eine Woche bis schrittweise alle Bundesländer eine mehr oder weniger strikte Regelung angekündigt hat, dass Personen beim Einkaufen und/oder der Nutzung von ÖPNV sich zu vermummen hätten. Die Frage, wo man solch eine Maske denn herbekommen würde, beantworten die Länder damit, man könne ja auch einen Schal nehmen.

Schon bei chirurgischen Masken fehlte es an Evidenz, dass deren Benutzung tatsächlich jemanden schützen würde (mir ist irgendwo ein Bericht begegnet, nachdem es eine Untersuchung gäbe, dass die beim Niesen ohnehin nichts helfen würden), da wird die Studienlage bei irgend welchen, beliebigen Stücken Stoff dann noch viel dünner. Aber, hey, Hauptsache, es gab eine Debatte. Aber wehe, jemand vermummt sich beim Auto fahren. Das geht dann wieder nicht. Und wehe im Auto fährt mehr als eine Person. Umweltschutz?

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